Tourbeschreibung

Auf den Spuren Len Beadells nach Coober Pedy, Alice Springs, Kings Canyon und Ayers Rock

Route auf Google Earth betrachten



1. Tag    14-06-2009

Heute morgen ging es wieder los auf große Tour. Es geht über den Anne Beadell Highway nach Coober Pedy, Alice Springs, Kings Canyon und zum Ayers Rock. Zurück nach Perth geht es auf der Great Central Road. Eigentlich wollten wir mit 3 Fahrzeugen aufbrechen aber wie es so ist kommt immer wieder mal was dazwischen und so waren es nur 2 75er, ein Troopie und ein Trayback. Der Wecker klingelte um 04:00 damit wir zeitig wegkommen den ab 06:00 geht der Verkehr in Perth richtig los und da wollten wir aus dem Gröbsten schon raus sein. Wir waren dann auch ca. 06:30 hinter Midland und hatten auch ein gemütliches Fahren in Richtung Kalgoorlie. Hinter Northam bei Grass Valley mußten wir erst mal stoppen. Da war eine Gruppe Heißluftballons unterwegs. Die schwebten richtig majestätisch in der Luft und es strahlte so richtig Urlaubslaune aus. Frei nach Rheinhard May: Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein. In Kellerberrin stoppten wir den die Post war noch ein richtig altes Gebäude und sah auch aus wie man sich irgendwie eine Post vorstellt und Stops soll man ohnehin regelmäig machen. Es war auch noch kein Verkehr unterwegs und so konnte man das Gebäude ohne störende Autos und LKWs ablichten. In Southern Cross schloß dann unser 2ter Mann, Jochen, zu uns auf und wir gönnten uns erst mal eine Mittagspause. Am frühen Nachmittags waren wir dann in Kalgoorlie und füllten unsere Tanks auf. Wir hielten uns nicht lange auf und es ging nach einer kurzen Pause weiter in Richtung Menzies. Der Caravanpark in Menzies sah nicht sehr einladend aus und so entschieden wir uns bis Leonora weiterzufahren. Gerade als die Sonne verschwand sind wir dann angekommen. Es war zwar keiner mehr an der Rezeption aber es gab eine Telefonnummer die man anrufen konnte und wir vereinbarten dann am nächsten morgen zu bezahlen. Für die sanitären Einrichtungen brauchte man keinen Schlüßel und so war alles in Butter. Wir richteten uns häuslich ein und abends stellten wir uns noch zu ein paar Langzeitcampern dazu die ein wärmendes Feuer angezündet hatten. Es waren ein Prospector und ein Sandalholzsammler dabei und die schmißen ab und zu ein Stück duftendes Holz ins Feuer. Ein aromatisiertes Lagerfeuer hatte ich auch noch nicht in meiner ganzen Australienkarriere.

Tiefste Temperatur nachts 1.9 oC




2. Tag    15-06-2009

Wir wachten gegen 06:00 auf weil's irgendwelchen Lärm gab aber wenigstens kommen wir dann vielleicht ein bißchen eher weg. Leider war mein Telefon noch eingeschaltet und Schlag 07:00 klingelte es auch schon. Unser Chef war am Telefon weil anstatt zu denken greift er lieber zum Hörer. Nachdem wir fertig waren konnte ich es mir nicht verkneifen zu sagen das ich jetzt das Telefon ausschalte damit die Belästigungsanrufe aufhören. Gottseidank hat er schon Alzheimers light und nach meiner Rückkehr wußte er nichts mehr davon. Wir ließen uns aber dann doch Zeit und trödelten bis 09:00 mit Duschen und Frühstück rum. Zwischenzeitlich mußten wir ja auch noch unsere Campinggebühren bezahlen. Kostete unter $10.- pro Nacht pro Person was mittlerweile ein sehr guter Preis ist und die Qualität hat ja auch einigermaßen gestimmt. Endlich machten wir uns auf den Weg in Richtung Laverton.
Nach ca. 1 Stunde kahmen wir zur Abzweigung an der die Great Central Road anfängt wo es schnurschtracks nach Alice Springs geht WP 05. Das erste in Laverton war natürlich unsere Tanks auffüllen. Wir fragten auch wo es den jetzt zum Anfang des Anne Beadell Hwy geht. Die wußten noch nicht mal was das war. Dazu muß man sagen das der Track nicht hinter Laverton los geht sondern erst mal Yamarna Road heißt und erst hinter Point Kidman zum Anne Beadell Hwy wird. Wir haben es aber dann doch ausklamüsert und haben uns auf den Weg gemacht eine Futterkrippe zu finden. Vorher wollten wir noch eine kleine Gasflasche auffüllen lassen die wir an der Tankstelle gekauft hatten. Die Kleenheat Gasstelle war gerade neben der Tankstelle aber es war keiner da. Ein Auto fuhr langsam vorbei und ich dachte das wäre der Gesuchte. Der meinte aber "ach ich kenne Ron. Der muß gerade ein Pferd notschlachten aber ich zeige euch den Caravanpark wo Ihr auch auffüllen könnt". Der Caravanpark Mangaer schaute mich an, dann die Gasflasche und meinte nur "was für eine Verschwendung." Aufgefüllt hat er sie trotzdem. Danach gingen wir noch ins Entdecker Museum "Explorers Hall of Fame"WP 07. Soll man sich schon ansehen wenn man schon da ist. Die Fish & Chips Bude war gleich nebenan aber da der Kühlwagen noch nicht da war sind denen die Fritten ausgegangen und so gab es eben nur Pie für mich und Hähnchenschenkel für meine Holde. Nach dem späten Mittagessen entschieden wir uns erst die Great Central Road bis hinter Cosmo Newberry zu fahren um schneller zum old Yeo homestead zu kommen. Ging auch alles gut voran und wir fuhren bis WP 09 wo wir rechts abzweigten. Nach ca 35 Km kahmen wir dann an die Abzweigung wo die Yarmana Road und der Anne Beadell Hwy sich trafen. Jetzt sollte es ja nicht mehr weit sein. Nach einem kurzen Stop fuhren wir weiter. So langsam näherte sich die Dunkelheit und immer noch keine Spur von old Yeo homestead. Leider mußte ich feststellen, daß ich die Km falsch abgelesen hatte und es noch mindestens 30 Km gewesen wären. Unmöglich zu schaffen. Wir entschieden uns dann eine passende Stelle am Track zu suchen und dann eben am Rand zu campen. Wir sahen dann auch noch ein paar Motorradspuren. Wenigstens dachten wir dies den für ein Fahrrad waren die zu breit und ausserdem wer ist schon so verrückt hier draußen mit dem Drahtesel rumzukurven. Hat aber nicht lange gedauert und der Verrückte war vor uns. Wir stoppten und unterhielten uns mit Ihm. Er fragte erst mal ob dies die Abkürzung nach Alice Springs wäre. Da hat er mich kalt erwischt der Scherzkeks. Es war Russel Worthington der eine 10 Wüsten Tour mit seinem Spezialfahrrad machte als "fundraiser for the Flying Doctors" solo cycle epic. Wir fuhren weiter und ein paar Km weiter schlugen wir unser camp auf WP 07. Russel kahm auch bald vorbei und wir fragten Ihn ob er sich den zu uns gesellen wollte. Er lehnte dankend ab da er solange wie möglich fahren wollte.

Tiefste Temperatur nachts -0.9 oC





3. Tag    16-06-2009

Heute morgen bin ich mit Brummschädel aufgewacht. Ich hatte mir ja Rum aus Kununurra extra für diesen Trip aufgehoben und dabei doch ein bißchen viel erwischt. Da es hier draußen nicht unbedingt von Polizei wimmelt haben wir den Rest gleich zum Frühstückstee verwendet. Heute war ja auch der Geburtstag von meiner Kathrin und Sie hat Gottseidank noch geschlafen. Alina und ich hatten ein paar Geburtstagsgrüße von Freunden aus BRD und Perth vorbereitet und ich habe deshalb gleich den Notebook gestartet um das Video dann laufen zu lassen. Nachdem die Geburtstagerei und alle Folgeerscheinungen vorbei waren machten wir Frühstück und gegen 09:30 hieß es wieder: Einsteigen bitte. So um 11:30 erreichten wir dann das old Yeu homestead WP 12. Es waren schon 3 ältere Herren in 2 Autos da. Also war es doch gut, daß wir uns am Straßenrad ein Lager gesucht hatten den Yeo wäre schon besetzt gewesen. Wenn schon hätten wir doch gerne im Haus geschlafen ohne mit jemanden teilen zu müßen. Wie es so ist im Busch - wenn man jemanden trifft wechselt man immer erst mal ein paar Worte und daraus wurde dann eine recht gute Unterhaltung. Es stellte sich auch heraus das die 3 eine Art Supportcrew für Russel auf seinem Fahrrad waren. Nur für den Notfall und so blieben Sie immer einen Tag oder 2 hinter Ihm zurück. Es war sein Vater, Onkel und ein Bekannter. Wir zogen aber dann weiter um wieder Km zu machen. Obwohl ich oft auch der bin der treibt mag ich die Hetzerei garnicht aber da man nur eine gewisse Zeit zur Verfügung hat muß man irgendwo anders abzwicken wenn man trödelt. Ist halt immer ein Kompromis. Jochen hat noch eine Broschüre über Russel's Trip bekommen. Bei WP 13 sahen wir eine Felsformation die wie Point Kidman aussah aber sicher bin ich mir nicht. BeiWP 14 machten wir einen weiteren Photostop und weil's gerade paßte auch Mittagspause. Bei WP 15 haben wir Russel wieder getroffen. Der ist aber ganz schön geradelt, das wir bis Nachmittag brauchten um mit unseren Landcruisern zu Ihm aufzuschließen. Wir haben uns aber nicht lange aufgehalten damit wir seinen Zeitplan nicht zuviel durcheinanderbrachten. Nach ein paar Km traffen wir die ersten Autos die uns aus der anderen Richtung entgegenkahmen. Wir haben Sie darauf hingewiesen, daß denen ein Fahrradfahrer entgegenkommen wird. Nicht das die wie die Wilden um die Ecke preschen und den armen Kerl umnieten. Bei WP 17 stand ein Quarantäneschild als Hinweis. Heute Nachmittag sahen wir auch unsere ersten Kamele. Meistens konnten wir mit 40 Sachen dahinrattern. Hat manchmal auch höllisch gerüttelt aber man kahm gut vorwärts. Es war auf alle Fälle wesentlich flotter als auf der Canning Stock Route. Allerdings brauchen wir teilweise mehr Zeit um das Camp auf und abzubauen. Gegen 16:20 erreichten wir Neale Junction. Hier gibt es Wassertanks und einen schönen Platz zum Übernachten. An meinem Roobar ist auch die Halterung für die Sandflagge gebrochen. Den ersten Schaden haben wir also schon. Solange es nicht schlimmer wird mache ich mir keine Sorgen. Lagerfeuer brennt, Camp ist aufgebaut und jetzt brauchen wir noch was zum Spachteln

Tiefste Temperatur nachts -2.4 oC





4. Tag    17-06-2009

Unser Camp heute Nacht war bei Neale junction WP 18. Neale junction camp lag, wie soll's auch anders sein, nur ca. 600 m weg von Neale junction WP 19 der Kreuzung von Anne Beadell Hwy und Connie Sue Hwy. Der Connie Sue Hwy führt von Warburton nach Rawlina an der Indian Pacific Eisenbahnlinie. Die Strecke wird wohl das nächstemal mitgenohmen wenn wir uns wieder in der Ecke rumtreiben. Wir trugen uns ins Besucherbuch ein und fuhren weiter. Bei WP 20 fuhren wir an einer Landebahn vorbei. Wenigstens sah es so aus. Jochen dachte es wäre ein Abschußplatz für Testraketen gewesen. Nicht unwahrscheinlich den dem ganzen militärischen Kram ist es schließlich zu verdanken, daß diese ganzen Tracks überhaupt existieren. Als nächstes konnten wir von weitem schon einen ausrangierten Caravan sehen. Wir bogen WP 21 kurz ab um uns das gute Stück zu betrachten. Ich glaube kaum das dieser von Len Beadell zurückgelassen wurde den dazu war der Schrott noch zu gut erhalten. Vielleicht war es der traurige Rest was mal das Zuhause von einem Grader Fahrer war. Auf der WA Seite wird ja wenigstens mal ein bißchen Pflege betrieben was man auch an den Streckenverhältnissen erkennen konnte. Ich glaube es haben sich einige Reisende Ihre Zerstörungswut an dem Wagen ausgelassen und was noch zu gebrauchen war ist schon lange woanders gelandet. Höchstens anzünden konnte es man noch aber Gott sei Dank ist noch keiner auf die verrückte Idee gekommen. Bei WP 22 erreichten wir die Abzweigung zum abgestürzten 2motorigen Flugzeug. Hier ging es im rechten Winkel nach Norden und somit mußten wir schon ein paar Sanddünen überqueren. Da kahm schon mal ein bißchen 4wd Freude auf. Weicher Sand, jede Menge Kurven und 2ter Gang mit Untersetzung. Eigentlich nichts schlimmes aber mit meinem Anhänger wußte ich noch nicht ob ich nicht doch noch ein bißchen Schinderei vor mir hatte. Im Endeffekt war es aber doch nur ein Spaziergang den weder Roß noch Reiter mußten schwitzen. So ein Flugzeugwrack WP 23 ist ne nette Abwechslung und soviel ich weis hat der Pilot das Mißgeschick überlebt. Da es gerade gepaßt hat machten wir noch Mittagspause und die obligatorischen Bilder mußten natürlich auch sein. Es gibt auch ein Logbuch aber da muß man ein bißchen suchen wo es versteckt ist. Dieser Platz wäre auch ein paßendes Camp gewesen aber dazu war es noch zu früh. Es haben aber welche vor uns hier übernachtet was man an der Feuerstelle erkennen konnte. Die Rückfahrt bis zur Kreuzung verlief auch ohne Probleme. Von da aus verlief der Track ja wieder parallel zu den Sanddünen. Bis jetzt war die Gangart noch relativ zahm aber jeder dem wir über den Weg liefen ließ uns wissen, daß es gerade hinter der Grenze mit der Schüttelei dann so richtig los geht. Heute wollten wir noch bis zum Ilkurlka Roadhouse kommen. Bei WP 25 sahen wir ein Straßenschild "slow down" und gleich dahinter ein paar Gebäude. Wir bogen rechts ein und nach ca. 100 m waren wir am Kiosk/Tankstelle. Rick, der Manager, erzählte uns wir hätten Glück gehabt Ihn noch anzutreffen den er mußte dringend weg aber wir bekommen noch unseren Sprit. Beim Tanken erzählte uns dann Rick, daß er absoluter Nitzsche Fan ist und wenn er nicht weg müßte wäre er ans Camp gekommen damit wir Ihm was übersetzen können. Ich brauchte 117l Diesel für 610 Km. Ohne Gaszusatz und mit einer Tonne Gewicht zu ziehen kann man nicht unbedingt klagen. Das camp lag auf der gegenüberliegenden Straßenseite WP 26 und war sehr gut den Umständen entsprechend. Es gab sogar ein Badezimmer mit Badeofen für heißes Wasser. Man mußte nur einheizen. Es gab auch ein BBQ und Brennholz dafür war auch genügend vorhanden. Eigentlich kann man es hier mehr als nur eine Nacht aushalten. Komisch da freut man sich das ganze Jahr, daß man die Fahrt unternehmen kann und dann schaut man immer das man schnell vorwärts kommt. Die Campgebühren mit $10.- pro Auto und $3.- pro Dusche waren auch verträglich.

Tiefste Temperatur nachts +1.8 oC





5. Tag    18-06-2009

Heute Morgen hieß es raus aus den Federn sobald sich die ersten Sonnenstrahlen blicken ließen. Es war noch Glut im BBQ und da wurden einfach ein paar Stücke Holz nachgelegt und wir konnten uns morgens gleich aufwärmen. Morgens ist es nämlich immer ganz schön frisch. Kurz nachdem die Sonne aufgegangen war kahm noch ein Minenarbeiter vorbei um ein bißchen nach dem Rechten zu guckn. Der wurde von Rick beauftragt da er auch Besitzer, oder Manager - so genau habe ich das nicht mitgekriegt, einer Mine ist. Um 08:00 rum verließen wir dieses vorzügliche Camp und machten uns wieder auf den Weg. Bei WP 27 kahmen wir an einem weiteren Camp mit Wassertank und Toilette vorbei. Immer noch in Westaustralien wohlgemerkt. Bei WP 28 Trafen wir einen Bohrtrupp. Als ich den LKW sah dachte ich zuerst es wäre ein Tour Operator aber es stellte sich raus, daß die Herren zu der Minengesellschaft von Rick gehörten. Die haben auch den Track ein bißchen hergerichtet - natürlich nur für uns. A little bullshit goes a long way as the saying goes. Bei WP 29 gab es eine Abzweigung zu Wanna Lakes. Konnten wir uns aber verkneifen den Wasser wird wohl ohnehin keins dagewesen sein. Jetzt wurde die Gangart schon etwas härter, sprich langsamer. Bei WP 30 gab es ein gutes bush camp aber es war noch zu früh aber vielleicht ist es gut wenn man es später mal weis. Gute Camps sind so häufig nicht und da fällt es schon mal auf wenn eines am Weg liegt. Bei WP 31 kahmen wir am letzten gewarteten Camp in WA, und vielleicht bis Coober Pedy, vorbei. Ein paar Meter weiter bei WP 32 ging es rechts weg zum Djindagara Rockhole WP 33 welches in Len Beadell's Buch erwähnt wird als vorgeschlagener Ort zur Taufe seines Sohnes oder Enkelsohnes - bin mir nicht ganz sicher. Wir versuchten es zu finden aber bei den Koordinaten war nichts zu finden. Entweder wir waren benebelt oder es existierte nicht mehr. Es ging zwar noch weiter auf dem Track aber wohin und wie lange? Wir kehrten dann um und fanden uns damit ab das wir es nicht finden konnten. Später fanden wir aber raus, daß man Koordinaten schon auch mit Vorsicht genießen muß. Wir hätten einfach weiterfahren sollen und wären nach ein paar Metern dagewesen. Zu Spät. Bei WP 34 stießen wir auf ein altes Anhängergerippe. Wahrscheinlich ein Campertrailer. Ich habe es nicht gerne gesehen erinnerte es mich doch zu gut an mein eigenes Problem. Der Haufen Schrott war ja nicht viel wert aber mein Gerät bestand aus Edelstahl und Aluminium und von der Einrichtung garnicht zu reden. Das wollte ich ja nun nicht so einfach liegen lassen. Bei WP 35 meinte Kathrin:"Ich glaube wir haben was verloren". Ich mußte dann feststellen, daß wir die Stangenträgerröhre verloren hatten. Die Befestigungen waren bei dem ganzen Gerüttelei gebrochen und dann hat es halt flutsch gemacht. Ich habe das ganze Zeug auf den Dachgepäckträger geschnallt und weiter ging es. Solange wir keine Reifenpanne haben ist es ja nicht schlimm. Nur wenn ich einen 2ten Reservereifen satteln muß dann geht da droben die Verstauerei wieder von vorne los. Bei WP 36 hatten wir dann die Grenze zu Südaustralien erreicht. Die Koordinaten die an Len's Aluminiumplatten angebracht waren stimmten nie so haargenau mit dem GPS überrein aber die kleinen Unterschiede spielten keine große Rolle. Wir trugen uns auch in's Gätebuch eine und fanden auch ein paar gute Bekannte da drinnen die ein paar Wochen vorher hier durchgefahren waren. Bei WP 37 erreichten wir die Serpentine Lakes. In weiter Entfernung sah es so aus als gäbe es noch Wasser aber ich denke mal das war eine Fata Morgana. Beim Überqueren des Sees konnten wir ein bißchen Gas geben da mittlerweile die Durchschnittsgeschwindigkeit auf ca. 20 Kmh gesunken ist. Sobald man nach Südaustralien kommt werden die Gravel Road Zustände verheerend. Die südaustralischen Stinkstiefel halten es für unnötig wenigstens ab und zu mal einen Grader loszuschicken. Aber hinfahren und Geld ausgeben das hätten Sie schon gerne. Die gleichen Beschwerden habe ich auch immer wieder von anderen Reisenden gehört. Sobald man von anderen Bundesstaaten aus nach SA kommt heißt es: SCHLECHTE STRAßEN. Auf der anderen Seite angekommen ging es ziemlich steil raus und ich dachte schon die Karre sitzt auf aber man traut dem Auto weniger zu als es kann. Bei WP 38 sahen wir einen Pfosten mit der Nummer 7 drauf. Konnte aber nicht rausfinden was es zu bedeuten hatte. Wir sahen noch ein paar andere mit rückläufiger Nummerierung aber nie ein Ziel. Das Gekrache ist mittlerweile so schlimm geworden, daß ich manchmal ersten Gang mit Standgas einlegen mußte. Die Häger Plattfedern sind schon ziemlich flach und ich möchte schon heile ankommen. So langsam wurde es Zeit einen vernünftigen Platz zu finden für unser Camp. Es gab ja jetzt keine eingerichteten Camps mehr. Schon vergeßen(?) - wir sind in Südaustralien. Bei WP 39 hatten wir es dann und ein sehr gutes noch dazu. Da waren aber schon viele vor uns da. Heute mußten wir auch unsere Rücksitzbank neu ordnen da wir unseren Landcruiser so vollgestopft hatten das die Ordnung nur schwer aufrechtzuhalten war. Wir zündeten unser obligatorisches Lagerfeuer an und ich bereitete unser erstes Damper vor. Es blieb nicht viel davon übrig und somit brauchte ich garnicht zu fragen ob es geschmecktt hatte.

Tiefste Temperatur nachts -5.1 oC





6. Tag    19-06-2009

Letzte Nacht war die kälteste Nacht. Nicht nur seit wir in Perth gestartet sind sondern seit ich Januar 1983 in Perth bei Air India ausgestiegen bin. Meine Frau beschwerte sich, daß Sie die ganze Nacht eine kalte Nase hatte, sogar im Swag wo ich Ihr den doch so schmackhaft gemacht hatte weil man in so einem Ding nicht friert. Gegen 09:30 sind wir dann abgedampft. Mittlerweile hatten wir ja die Uhr um 1 1/2 Stunden auf südaustralische Zeit vorgestellt. Bei WP 40 ging dann die Zone los in der man nicht campen durfte. Angeblich der kulturelen Bedeutung wegen die dieser Bereich für diejenigen hat die schon ein paar tausend Jahre länger hier leben. Nach einem Weilchen bei WP 41 gab es dann ein weiteres Hinweisschild jetzt mit 25 Km drauf da wir ja die Hälfte geschafft hatten. Bei WP 42 stießen wir auf einen Hilux mit einem Ehepaar aus Perth die gerade ein bißchen im Busch rumstreunten um sich die Beine zu vertreten. Wir unterhielten uns ein bißchen und da die von Coober Pedy aus gestartet waren gab es natürlich die übliche Geschichte. "Von hier aus geht es dann rauh her". Bei WP 43 hatten wir dann die verbotene Campingzone hinter uns. Whärend der nächsten Km änderte sich die Landschaft nicht allzusehr und ich machte nur ab und zu ein paar WP von Ecken die man gut als Camps verwenden konnte. Bei WP 50 trafen wir eine Gruppe von 4 Autos aus Südaustralien. Ja und von jetzt an wird es richtig schlimm. Da jetzt Vokes Hill kurz vor uns war fragten wir die Herrschaften darüber etwas aus. Es wurde uns erzählt es gäbe da nur ein Besucherbuch und sonst nichts. Als wir dann bei WP 54 an der Abzweigung ankahmen sparten wir uns die 14 Km einfache Strecke. Eigentlich schade da man sich ja selbst immer einen Eindruck verschaffen sollte. Dies ist ja der eigentlich Sinn des Reisens aber man macht eben doch aus Zeitgründen Konzessionen. Vokes Hill Corner war jetzt nur noch ca. 10 Km entfernt. Als wir laut Westprint Karte da waren war nichts in Sicht. Als wir bei Vokes Hill Corner WP 55 dann ankahmen holten wir die Hema Karte raus und die war richtig verglichen mit den Koordinaten auf unseren GPSs. Len's Koordinaten waren auch ein bißchen daneben aber das war vor 40 Jahren nur mit den einfachsten Mitteln vermessen. Kein modernen Erungenschaften wie GPS, Atomzeit und Satellitentelefon. Wir schlugen hier unser Lager auf und ich wollte mal Diesel vom Reservetank in den Haupttank umpumpen. Da tat sich aber nichts. Ich dachte schon ich muß das mit dem Eimer machen. Es stellte sich aber raus, daß nur der Filter verdreckt war und ich brauchte den nur zu entfernen. Ich habe dann zwar nach Diesel gestunken aber wenigstens brauchte ich keine größere Aktion zu starten. Zum Abendessen gabs mein Lagerfeuerlieblingsessen. Calderetta. Guten Appetit.

Tiefste Temperatur nachts +4.0 oC





7. Tag    20-06-2009

Heute morgen so das Übliche. Eigentlich will man nicht aus dem Bett weil es so schön warm ist unter der Decke und draußen doch ein bißchen frisch. Hilft aber nichts den Frühstücksservice gibt es hier draußen nicht. Ich machte noch ein paar Photos den gestern war ich nach der Dieselpfuscherei zu faul um noch die Kamera rauszuholen. Gerade als wir losfahren wollten hörten wir ein Auto kommen. Die kahmen aber von südlicher Richtung. Quereinsteiger das ist mal ne Abwechslung. Mußten wir natürlich gleich in Erfahrung bringen woher und wohin? Die sind von Cook an der Indian Pacifik Eisenbahnlinie aus gestartet. Von Cook bis zur Nullarbor ist es dann Teerstraße. Bis Cook annehmbar. Wie ich den Bericht so schreibe habe ich mal bei Google Earth nachgeprüft. Das mit der Teerstraße glaube ich war etwas übertrieben aber als ausgezeichnete Dreckstraße kann man das schon eher bezeichnen. Bei WP 57 war das Ende des Mamungari Nationalparks erreicht. WP 58 war ein "benchmark". Dies sind Markierungen für die Landvermessung und wer eine Liste mit den Benchmarks hat weis auch ohne GPS genau wo er ist. Die NatMap Kartenserie auf DVD hat diese Markierungen dabei und mit OziExplorer kann man diese wunderbar erkennen und verwenden. Die benchmarks sehen zwar alle gleich aus aber dieses hier lag besonders günstig und vielleicht war es auch weil es so gur sichtbar war das es mir aufgefallen ist. Unterwegs mußte ich mal halten und auf einmal klopfte einer der Reisenden die wir bei Vokes Hill Corner von Cook kommend getroffen hatten an unser Auto und meinte: "seit 1/2 Stunde versuchen wir zu überholen aber keiner schaut nach hinten". Dem Manne konnte geholfen werden. Bei WP 59 gefiel mir die Gegend so gut, daß ich einfach gehalten habe um meine Canon hervorzuholen. Bei WP 60 ging der militärische Bereich um Maralinga los. Mir hielten um auszusteigen und nutzten die Gelegenheit um uns einen Happen zu genehmigen. Wie so üblich schaue ich auch immer am Anhänger nach den das gute Stück war ja immer noch auf einer erweiterten Testfahrt. Ich mußte feststellen, daß die linke Plattfeder am hinteren Ende abgebrochen war. Vom fahren her hat man das nicht gemerkt. Anscheinend fährt es sich gut mit gebrochenen Federn. Kleiner Scherz der sich aber auch später als nicht so bittere Wahrheit rausstellte. Da habe ich mich bei der Herstellung des guten Gefährtes aber gründlich verschätzt. Wir fuhren erst mal weiter den so dringend war das Problem nicht. Eine Reservefeder hatte ich ja in weiser Voraussicht mitgenohmen. Wir wollten bis Anne's Corner WP 61 weiterfahren und dann unser Lager aufschlagen. Wir erreichten diesen Punkt auch gegen 14:00 und dies gab uns genügend Zeit zum reparieren und alles etwas entspannt anzugehen. Als erstes mußte erst mal die Ersatzfeder aus dem Landcruiser hervorgezogen werden. Die hatte ich so gut verstaut, daß ich das halbe Auto leeren mußte um ranzukommen. Wir konnten endlich den Hänger aufbocken um das Rad zu entfernen. Dies geschah aber am hinteren Eck damit ich die Achse frei hatte. In solchen Fällen ist es auch gut wenn man mindestens 2 Wagenheber dabei hat. Die alte Feder rauszubekommen war auf dieser Seite etwas schwieriger als ich erwartet hatte den der Wassertank war ein bißchen im Weg. Aber es gibt kein Problem das nicht gelöst werden könnte. Es dauerte ungefähr eine Stunde und die Geschichte war erledigt. Da wir noch reichlich Zeit bis zum Abend hatten gönnten wir uns heute einen kleinen Luxus und stellten das Duschzelt auf. Wir hatten noch genug Wasser das für jeden ein Eimer übrig war und das ist reichlich es geht auch mit einem Halben "ah hoabi" sozusagen. Da hat mich dann der Übermut gepackt und ich holte auch noch das Rasierzeug raus. Man gewöhnt sich zwar daran ein Ferkel zu sein aber es ist doch ein schönes Gefühl wieder wie ein zivilisierter Mensch zu riechen und auszusehen. Heute zogen auch noch ein paar Wolken auf die nicht sehr vielversprechend aussahen. Aber morgen ist ein neuer Tag. Heute Abend gibt es erst mal Knoblauch und Zwiebeln in Öl geröstet.

Tiefste Temperatur nachts -0.9 oC





8. Tag    21-06-2009

Heute morgen wachten wir auf und gerade fielen die ersten Regentropfen. Wir schafften es gerade noch unsere Swags aufzurollen bevor diese naß wurden. Als Zugabe gab es dann noch Blitz und Donner. So schnell wie der Spuk gekommen war, war er auch wieder vorbei. Für's erste. Zwischen den Regenschauern machten wir Frühstück, packten den Rest des Camps in den Hänger und knipsten natürlich auch ein paar schöne Bilder. Bei WP 62 kahmen wir am 2 Schild des militärischen Sperrbezirks vorbei. Bei WP 63 war eine Picknick Ecke mit Bank & Dach eingerichtet nur warum gerade hier - keine Ahnung. Bei WP 64 erreichten wir einen der wenigen Wegweiser. Allerdings kratzten wir uns die Kopfhaut wund weil wir nicht sicher waren ob dieser richtig war oder ob sich jemand einen Scherz erlaubt hat und die Schilder etwas zurechtgebogen hat. Links ging es demnach nach Coober Pedy. Wir dachten eigentlich es würde gerade aus gehen. Da war aber auch noch ein Schild "no through road" angebracht. Wir entschieden uns aber dann doch dafür das kein Fiesling am Werk war und fuhren in die angegebene Richtung. Nach ein paar 100 Metern kahm dann auch Emu Airfield WP 66. Das Ende war bei WP 65. Wir blödelten ein bißchen rum und machten uns auf den Weg nach "Ground Zero" welcher ja nicht mehr allzuweit entfernt war. Nach ca. 16 Km fuhr Jochen an uns ran und meinte "da hinten ging es rein, da müßen wir zurück". Laut GPS sah es zwar noch nicht so aus aber da sind wir auch schon reingefallen. Warum nicht! Probieren wir es eben. Es ging ca. 10 Km rechtwinklig weg und dann war auf einmal Schluß. WP 67 war falscher Alarm. Bei WP 68 stand eine herrliche Ansammlung von Sturts Desert Pea. Bei WP 69 kahm dann die richtige Abzweigung zu G-0. Die Strecke von Emu airfield bis hierher war so ziemlich das miserabelste Stück Strecke das ich jemals mit meinem Landcruiser befahren habe. Ich lies mir sagen es gibt noch schlimmeres aber ich war da noch nicht. Teilweise konnte ich nur 1. Gang Standgas fahren. So langsam, daß man auf dem Tacho noch nicht mal die Geschwindigkeit ablesen konnte. Bei WP 70 war eine Gabelung und links ging es zu Totem 1 WP 71. Es war ein Rundweg den wir im Uhrzeigersinn fuhren und bei WP 72 waren wir bei Totem 2. Wir verbrachten nicht allzuviel Zeit da und machten uns bald wieder aus dem Staub. An der Kreuzung zum Anne Beadell Hwy dann hatte sich mittlerweile eine Herde Kamele eingefunden. Die Strecke besserte sich ein bißchen aber so langsam schlich sich bei mir eine Grippe ein. Tropfende Nase und wässrige Augen waren die Symptome. Das war ja gerade die Zeit der Schweinegrippe als wir in Perth losfuhren. Na ja wenigstens verrecke ich bei meiner Lieblingsbeschäftigung. So schlimm wird es aber nicht kommen. Meine Frau hat es schon hinter sich und lebt auch noch. Bei WP 73 gab es einen Wegweiser mit "Mabel Creek Station 216 Km" drauf. Die Strecke besserte sich deswegen auch nicht und bei WP 74 schlugen wir uns in die Büsche da ich die Schnauze voll hatte. In meinem Zustand machte das Fahren keinen Spaß. Vielleicht hilft Glühwein. Ich zog mich warm an und war bald in meinem Swag verschwunden.

Tiefste Temperatur nachts -1.9 oC





9. Tag    22-06-2009

Heute morgen zogen dunkle Regenwolken auf und wir bereiteten uns auf's Schlimmste vor. Die Einpackerei ging flott vonstatten damit ja nichts naß wurde. Frühstück wurde auch im Schnellgang absolviert und bald humpelten wir in Richtung Coober Pedy los. Alles andere wäre schon als Übertreibung zu werten gewesen. Bevor wir diesen Ort jedoch verließen füllte ich noch eine Schaufel voll roten Sand als Souvenir in eine Plastiktüte. Von der CSR habe ich auch ne Tüte voll. Bei WP 75 gab es am Wegesrand eine Trigg Station. Dies sind Dreibein Gerüste die schon von weitem sichtbar sind und für die Landvermesser Fixpunkte mit bekannten und genauen Koordinaten darstellen. Da diese nur ca. 100 m vom Track weg war machten wir einfach Halt und schauten uns ein wenig um. Beim nächsten Stop WP 76bemerkte Kathrin das der Hänger wieder ein bißchen schepps hing. Bei genauerem Hinschauen jonnte man erkennen, daß diesmal die andere Feder an der gleichen Stelle gebrochen war. Soviel Ersatfedern hatte ich dann doch nicht dabei und mir blieb nichts anderes übrig als auf mein Glück zu vertrauen und einfach weiterzufahren. Gottseidank brechen die immer an der richtigen Stelle und das lose Endstück der Feder läuft in einem Bügel der verhindert das es seitlich wegspringt. Solange es man nicht übertreibt beim Fahren dürfte eigentlich nichts schief gehen. Wo aber liegt dieser Punkt wo die Übertreibung angeht. Wir werden sehen den machen kann man eh nix. Kurze Zeit später trafen wir eine Gruppe von 4 Autos. Die meisten zogen einen Camper Trailer durch die Gegend. Wir hatten einen ausgiebeigen Schwatz. Manche reden gerne, viel und lange aber abdere wieder machen es so kurz wie möglich. Nach 15 min waren wir wieder unterwegs. Bei WP 77 stand ein ziemlich heruntergekommenes Straßenschild mit "divided road" drauf. Nur wo sollte sich hier die Straße verzweigen? Es begegneten uns wieder ein paar Autos aber die hatten es diesmal eilig. Bei WP 79 stand eines von Len Beadell's berühmten Aluminium Platten mit den Koordinaten von Tallaringa Well. Der Brunnen selbst aber wr ca. 20 m weiter hinten auf der anderen Seite des Tracks. Nicht weit davon entfernt lagen ein paar alte Anhängerfedern im Busch. Ich war nicht der Erste der Schwirigkeiten hatte. Nach Rostlage zu urteilen waren diese Stücke aber schon ziemlich lange hier Zuhause. Wir fuhren weiter und bei WP 80 sahen wir einen alten überwachsenen Pfad. Laut Karte könnte dies der Center Line Track sein. So langsam wurde es auch Zeit nach einem vernünftigen Camp ausschau zu halten. Der Tag war schon ziemlich vortgeschritten. Wir trafen noch ein älteres Ehepaar die genauso wie wir suchten aber jeder wollte noch ein bißchen weitersuchen. Wir Richtung Coober Pedy und die Beiden Richtung Laverton. Was Begegnungen mit anderen Autos anging war heute ein sehr beschäftigter Tag. Bei WP 81 hielten wir schließlich den viel Zeit hatten wir nicht mehr und es ging so. Dies war unser letztes Camp und morgen werden wir den Anne Beadell Hwy hinter uns lassen.

Tiefste Temperatur nachts -1.2 oC





10. Tag    23-06-2009

Dies war unser letztes Camp auf dem Anne Beadell Hwy und ich bin gar nicht gerne aus dem Swag gekrochen. Dieser Teil unserer Reise war auch für mich noch neu und was jetzt kommt habe ich fast alles schon mal gesehen. Ich fahre zwar immer gerne irgendwo mal 3 oder 4 x hin aber der Reiz des Neuen ist durch nichts zu ersetzen. Das Lagerfeuer von gestern Abend hat noch geglimmt und so mußten wir etwas Sand draufschütten damit es kein Unglück gibt. Bei WP 82 erreichten wir ein Hinweisschild auf den längsten Zaun der Welt den "Dingo proof fence". Was komisch war ist das wir die Fortführung der Straße auf der anderen Seite des Zaunes sehen konnten mußten aber 3 Km nach rechts fahren, Tor WP 83 aufmachen, wieder rauffahren und dann geht es weiter. Kurz vor dem Tor lag ein Gerippe von einem komischen Tier am Straßenrand WP 83. Wir haben es eingehend studiert und von allen Seiten betrachtet bis wir geschnallt haben das es nur eine Attrappe war und wahrscheinlich jedes australische und Herdentier einen Knochen beigesteuert hat. Jetzt da wir auf dem Gebiet der Mabel Creek Station waren sahen wir unsere erste Southern Cross Windmühle WP 85. Bei WP 86 stand ein Wegweiser wo es links nach Coober Pedy ging und man mußte auch noch über ein Grid fahren. Der Track ging aber immer noch schön geradeaus. Wir verließen uns wieder darauf das hier draussen keiner üble Scherze spielt und es war auch richtig so. Bei WP 87 stand wieder ein Wegweiser da hier gleich ein paar Tracks aufeinander trafen. Bei WP 88 standen wir dann vor einer Tourist Information Tafel und das war dann das offizielle Ende des Anne Beadell Hwy. Ein Schild führte noch Distanzen nach Laverton und anderen Orten auf dem Track auf. Da mußte natürlich ein Beweisphoto geschoßen werden. Ein paar Km weiter auf dem Weg nach Coober Pedy bei WP 89 kreuzten wir die Gleise vom Ghan. Es war auch ein Zug zu sehen aber nur ein Güterzug. Weit und breit keine Passagiere zu sehen. Bei WP 90 sahen wir die ersten Bohrlöcher. Diese waren Probebohrungen aber reinfallen konnte man wer nicht aufpaßte. Bei WP 91 hatten wir dann seit langem wieder Teerstraße unter den Rädern. Der Stewart Hwy und Coober Pedy war nur noch 5 Km weg. Als erstes liefen wir die Tourist Information WP 92 an um mal zu erkunden wo wir heute Nacht unterkommen. Wir wollten nicht unbedingt in einen normalen Caravan Park. Wir haben ja schon vorher Gerüchte gehört das es einen unterirdischen Campingplatz geben soll wo man sein Zelt oder seinen Swag aufstellen konnte, konnten uns aber nichts darunter vorstellen. Wir traffen dann auch eine deutsche Rucksacktouristin die uns erklärte wo es ist WP 93 und wir fuhren schnurschtracks dahin und buchten uns für 2 Nächte ein. Jochen machte das Gleiche. Es liegt ca. 5 Km ausserhalb von Coober Pedy in Richtung Adelaide. RIBAS underground camping nennt sich der Platz. Die haben Gänge in den Boden gefräst, links und rechts Buchten mit den Maßen 4x4x3 m und wir stellten unsere swags auf. Man braucht aber gute Heringe. Selbst einer meiner Edelstahlheringe mit geschmiedeter Spitze hat sich etwas verbogen. Danach wurden erst mal Notwendigkeiten wie heiße Dusche (war immer noch saukalt), Sprit tanken (Diesel & Wein), Futtern und ein bißchen Shopping. Schade das ich diesen Platz nicht schon beim erstenmal gefunden habe, meinem alten Herrn hätte das bestimmt auch gefallen. Der Campingplatz war ursprünglich auch eine aktive Mine und so machten wir auch eine Führung mit die abends um 19:00 durchgeführt wurde. Als Special gab es eine Nacht kostenloses camping wenn man eine Führung machte. Da hatten wir ja bei der Einbuchung 2 Fliegen mit einer Klappre geschlagen. Die Führung dauerte ca. 1 1/2 Std und der Mine Guide konnte gut reden das machte richtig Spaß Ihm zuzuhören. Er bestätigte mir auch die Geschichte die ich über einen Opalminer mal gelesen hatte. Derjenige hatte seine eigene Beerdigung mit Kreditkarte bezahlt und wie es an's bezahlen der Kartenrechnung ging war er schon unter der Erde. Eigentlich war der tatsächliche Ablauf der Geschichte noch besser aber das muß jeder selbst rausfinden.

Tiefste Temperatur nachts +2.2 oC





11. Tag    24-06-2009

Heute hatten wir einen vollen Tag in Coober Pedy. Leider war das Wetter nicht besonders. Kalt, windig und die Luft war irgendwie immer mit Regen schwanger. Aber alles der Reihe nach. Letzte Nacht rüttelte meine Frau den Swag mal anständig weil ich so laut geschnarcht habe. Im Busch ist das kein Problem aber hier war anscheinend das Echo so laut das keiner schlafen konnte. Heute morgen beim Frühstück kahm ich mit John aus Rockingham ins Gespräch und wir machten unsere Scherze. Als ich dann die kleine Nachtmusik erwähnte hob er die Arme und wollte mir mit den Worten "du warst das, ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen" den Kragen umdrehen. Wie die anderen Gäste das so mitgekriegt haben, haben die gleich im selben Tenor angefangen. Ich mußte dann abends den Swag aufstellen, nicht nur hinlegen, da das doch die Schallwellen meines guten Schlafes etwas dämpfte. Nach dem Frühstück ging es erst mal zum Sightseeing. Die serbische Kirche hat mir ja letztes mal sehr gut gefallen und ist immer einen Besuch wert. Es war nicht viel los aber gut so den dies ist nun wirklich nicht der Ort für Trubel. Hinterher ging es nochmal zum Tourist Info den wir wollten noch wissen ob es sich den noch lohnt einen Abstecher zum Lake Eyre zu machen. Das hätte man ja im Laufe eines Tages erledigen können. Die junge Dame hinter dem Infotresen hatte bestimmt schon viele dieser Anfragen den die Antworten kahmen wie aus der Pistole geschossen. Das Ende vom Lied war das wir es bleiben ließen. Danach gab's wieder Kirche aber diesmal die Katholische. Kathrin hat diese wesentlich besser gefallen als die serbische Kirche. So hatte jeder seinen Favoriten. Wir besuchten auch einen guten Opalshop. Ich wollte nicht den gleichen Fehler wie vor 2 Jahren machen und Ramschsouvenirs kaufen. Weniger ist mehr das bewahrheitet sich auch bei Opalen. So langsam wurde es Zeit ein Restaurant aufzusuchen um dem Rumoren in der Bauchgegend ein Ende zu bereiten. Wir wollten ins dugout Restaurant und so fuhren wir zu dem wo vor 2 Jahren der Koch gerade in Urlaub war. Er müßte doch eigentlich zurück sein. Wir wurden auch eingelassen aber es gab nichts zu essen. Es war immer noch kein Koch da denn der Urlauber ist nicht mehr zurückgekehrt und er hat auch nach 2 Jahren noch keinen Ersatz gefunden. Schließlich landeten wir bei John's Pizza und bestellten eine große Pizza für uns Beide. Irgendwie waren wir uns über die Größenverhältnisse nicht ganz im Klaren den es war keine "große" sondern eher gigantisch. Das hat dann ein Weilchen gereicht. Danach ging es zurück zu unserem Camp den ich mußte noch die Reifen auf Druck bringen und Kathrin wollte auch noch ein paar angefallene Arbeiten erledigen. Auf dem Nachhauseweg besorgten wir uns noch Trinkbares nur leider mußte ich im Auto sitzen bleiben den es hingen schon zu viele Besoffene vor dem Laden rum da war es mir doch lieber das ich alles unter Kontrolle hatte. Es war auch ein Schild an der Ladentür angebracht mit der Aufschrift: "casks only after 3oopm". Ich konnte beim besten Willen nicht begreifen wieso - die waren eh schon alle voll. Als wir wieder am Campingplatz ankahmen standen da 2 Motorräder aus der Münchner Gegend auf dem Parkplatz. Ob da vielleicht 2 Schafkopfspieler dabei sind. Das wäre ja zu schön um war zu sein. Gegen 16:15 fuhren wir Richtung Breakaways los. Die ist wohl landschaftlich das einzig sehenswerte in naher Umgebung von Coober Pedy. Dieser Landstrich hat auch den passenden Hintergrund für den Film Mad Max - Beyond the thunder dome mit Mel Gibson und Tina Turner geliefert. Die Betonung liegt auf passend. Man biegt am Dingo Zaun links ab und dann vielleicht noch eine halbe Stunde und man ist da. Leider war das Wetter viel weniger als grandios und bei guten Wetter wäre es auch angebrachter zum Sonnenaufgang zu kommen. Das gibt bestimmt ein schönes Farbenspiel. Schön sind die Breakaways auf alle Fälle - die Gegend ist nur so schrecklich desolat. Nach Hause ging es dann auf dem Stuart Hwy.

Tiefste Temperatur nachts ca. +22.0 oC





12. Tag    25-06-2009

Heute war unser Reisetag nach Alice Springs. Wir bauten gegen 06:00 unseren Swag so leise wie möglich ab verstauten unsere Sachen im Anhänger. Frühstück und alles was dazugehört dauerte noch bis ca. 07:30 und dann ging es los. Wir verabschiedeten uns noch von Jochen, der ja die Tanami fahren wollte, und dann endlich wurde der Diesel angefeuert. Bei WP 95 fuhren wir durch Marla, was ja einer der Endpunkte des Oodnadatta Tracks ist. Aufgehalten haben wir uns nicht da es noch ein gutes Stück Weg nach Alice war und Nachts wollten wir auch nicht ankommen. Gegen Mittag waren wir dann bei WP 96 an der Staatsgrenze von Südaustralien und dem Northern Territory. Ein kurzer Stop um sich die Beine zu vertreten und Toilettepause und es ging weiter. Allzuviel war eh nicht los. Nach einem Weilchen bin ich doch etwas müde geworden und überließ das Steuer des "Riesenautos" meiner Frau um vielleicht eine Mütze voll Schlaf zu ergattern. Nachdem ich gerade eingenickt war weckte mich Frau Schedlbauer wieder mit dem Hinweis die Karre ist am verrecken. Das war bei WP 97 und wir schafften es gerade noch an den Straßenrand. Ich kahm zu dem Schluß das der Sprit im Haupttank alle war und ich vielleicht doch zulange gewartet habe um nachzupumpen. Man muß dazu erwähnen, daß ich schon über ein Jahr mit kaputter Tankanzeige rumfahre und ich bis jetzt zu faul war den Tank auszubauen um dem Spuk ein Ende zu bereiten. So verlasse ich mich nur auf den KM Stand und mein Gefühl. Geht halt ab und zu in die Hosen aber das ist nicht so schlimm. Allerdings ist es schon ärgerlich wenn man nur 570 KM mit 90 l Sprit fahren kann und das noch mit Gaszusatz. Die Schweine in Coober Pedy haben mir schlechten Sprit verkauft. Wir haben dann erst mal den Diesel vom hinteren in den vorderen Tank gepumpt. Da wir den letzten Tropfen aus Leitung, Filter und Dieselpumpe gelutscht hatten dauerte es so seine Zeit bis der Motor wieder ansprang. Aber mit fleißigem drücken der Handpumpe sprang der Motor an bevor die Batterie leergesaugt war. Es reichte aber bis Alice Springs und wir nisteten uns erst mal für 3 Nächte im Big4 Caravanpark ein. Nachdem das Camp stand sah ich ein bekanntes Auto an unserem Zelt vorbeifahren. Es war John der mir schon in Coober Pedy den Kragen umdrehen wollte. Ich ließ Ihn erst mal eine Weile werkeln bis ich Ihn erschreckte. Als er mich sah fing er an "oh nein - Scheiße". Es gab ein großes Hallo und meine Schnarcherei hat uns wieder mal zum Lachen gebracht. Ich ging zurück zum Zelt den es mußte ja noch Richtfest gefeiert werden. Es gab Coke und um die Kohlensäure zu verscheuchen schütteten wir ein bißchen Whiskey dazu. Hat auch noch großartig geschmeckt. Nach dem Abendessen parkte neben uns noch ein junges Paar aus BRD. Die waren aber ausserhalb Ihres Campers taubstumm.

Tiefste Temperatur nachts ca. +6.5 oC





13. Tag    26-06-2009

Heute war ausspannen und shopping in Alice Springs angesagt. Nach dem Frühstück wurden erst mal die Dieseltanks aufgefüllt. Wir machten das bei Shell und BP und mußten später feststellen, daß Caltex um 10 Cents pro Liter billiger war. Aber beim nächstenmal kriegen die mich nicht mehr. Kathrin wurde im Stadtzentrum den Geschäften ausgeliefert und ich machte mich auf die Suche nach einem Laden der mir einen Satz Federn 1000KG, oder mehr, liefern konnte. Ich landete bei Empire Trailers (aka HoseTech) WP 98. Leider hatten deren Federn andere Dimensionen und die ganze Befestigungspunkte abschneiden und neu anschweisen lassen wollte ich nicht. So hat sich die Firma bereit erklärt mir die richtigen Federn bei Martin's Trailer Parts in Bayswater/Perth zu bestellen. Ich sollte in Kürze einen Anruf mit den genauen Kosten bekommen. Ich fuhr daraufhin zurück zum camp und machte erst mal den Küchenteil vom Anhänger sauber, baute die Gasflasche aus da nachgefüllt werden mußte und inspizierte das Auto den man weis nie was unterwegs so alles anfällt. Nach einiger Zeit kahm dann auch die Nachricht es wären ca. $190.- inclusive Fracht nach Alice Springs und die Federn wären am Dienstag da. Da habe ich sofort bestellt. Bin dann gleich losgefahren um die Gasflasche nachzufüllen, die Rechnung für die Federn zu bezahlen und meine Frau vom shopping Abenteuer(?) zu erlösen. Wir fuhren zurück zum Camp um erst mal Ruhe einkehren zu lassen. Da die Federn erst am Dienstag eintreffen (frühestens) habe ich noch gleich 3 Nächte nachgebucht. Wir haben auch erfahren, daß dieses Wochenende das Beanie (Mütze) Festival stattfindet und ich denke wir werden das schon besuchen. Soll angeblich weltberühmt sein. Wir riefen auch noch Bekannte an und erfuhren dabei, daß Michael Jackson gestorben ist. Komisch das einer der Masken der Gesund heit wegen trägt trotzdem einen frühen Tod stirbt. Heute Abend haben wir dann auch das Wireless Internet probiert und es taugt überhaupt nichts. Alice ist eben doch Provinz.

Tiefste Temperatur nachts ca. +14.1 oC





14. Tag    27-06-2009

Heute Morgen wurde entschieden es ist genug der Ruhejetzt gucken wir uns was an. Erst mal sind wir zum Araluen Center im Cultural Precinct gefahren um rauszufinden wie, wo, wann & was es über das Beanie Festival gibt. Morgen schaun' wir vorbei. Heute geht es ab zur Trephina Schlucht da ich davon schon viel gelesen hatte und jetzt endlich die Gelegenheit kahm auch mal selbst da ausgiebig zu wandern. Gleich bei der Ankunft WP 100 konnte ich sehen, daß es da auch schöne Bush Camps gab. Leider weis man sowas immer erst wenn man schon am Caravan Park bezahlt hat. Ein paar Tage hier rumhängen wäre bestimmt nicht übel. Wir schauten auf die Hinweistafeln und entschieden uns für den 90 min Rundgang. Es geht ersat mal steil rauf aber oben angelangt wird man mit schönen Aussichten in allen Richtungen belohnt. Für erfahrene Kletterer war dies nicht schwierig aber uns City Slickers brachte das schon ins Schnaufen. Etwas weiter am höchsten Punkt des Rundgangs kann man die gesamte Schlucht überblicken den es geht um Ecken und das ist dann nicht so einfach. Von hier aus war es dann ein Leichtes da es den Rest des weges immer schön bergab ging. Die letzten paar hundert Meter waren viele Vögel da. Die sangen uns zwar immer was vor aber ließen sich nicht so recht blicken. Es muß hier auch regelmäßig regnen den es gab ziemlich dichte Vegetation und es wuchsen doch viele junge Bäume. Als wir zurück waren liefen wir noch ein Stück in die Schlucht rein um auch diesen Blickwinkel zu erleben. Auf dem Weg lief uns ein kleiner Vogel über den Weg der überhaupt nicht scheu war. Wir sahen dann wie er zu seinem Bau in einem hohlen Baum flog. Er verschwand immer wieder mal im Bau und kahm dann wieder raus. Ich nehme an er brütete gerade was aus. Es war mittlerwqeile Mittag geworden und wir gingen zu unserem Landcruiser zurück. Unsere Nachbarn mußten es sehr eilig gehabt haben wegzukommen denn die haben ein paar gute Wanderschuhe vergessen. Vielleicht kommen sie ja auch zurück dafür. Auf dem Weg zurück sahen wir ein Schild mit dem Hinweis "Ghost Gums". Da mußten wir natürlich rausfinden was es auf sich hatte damit. Es waren einfach ein paar schöne Exemplare WP 101 dieser auf Outbackgemälden so oft verewigten Baumart. Ein paar Meter weiter ging es rechts weg zum Jihn Meyer Wasserloch. Schon an der Abfahrt stand ein Schild mit dem Hinweis "high clearance vehicles only". Es wurde auch sehr holprig und steinig sodaß man die Bodenfreiheeit schon brauchte. Am Parkplatz WP 102 kann man auch campen wenn man es darauf anlegt. Das Wasserloch selbst war zwar schön kühl aber zum schwimmen war es nicht geeignet für mich. Es mußten aber doch ab und zu ein paar Hartgesottene hier im Wasser rumtoben den im hinteren Teil sah man ein Seil von einem Ast baumeln. Dieser Platz erinnerte mich stark an "the Grotto bei Wyndham/Westaustralien". Zurück am Auto entschloßen wir uns auch dem Aussichtspunkt einen Besuch abzustatten. Bei WP 103 waren wir oben angelangt und hatten eine schöne Aussicht auf die Schlucht. Der Wanderweg führt von hier aus auch zur Trephina Gorge aber man braucht dafür ca. 6 1/2 Std. Nächster Stop auf dem Rückweg war Corroboree Rock bei WP 104. Sieht schon ulkig aus der Fels. Da die Sonne schon am untergehen war konnte man den Fels mit ein paar Effekten photographieren. Dann war da noch Jessie Gap bei WP 105. Dieser Platz liegt gleich neben der Straße und wer eben noch schnell was mitnehmen will braucht nicht viel Zeit. Wie der Name schon sagt ist es eine Lücke im Gestein. Denke mal ein ausgetrocknetes Flußbett. Es gibt auch noch eine kleine Feslszeichnung gerade so als wollte man den Touristen noch etwas mehr bieten.

Tiefste Temperatur nachts ca. +5.9 oC





15. Tag    28-06-2009

Heute morgen war Sonntag und da gibt es in diesem Caravan Park immer ein Pfannkuchenfrühstück für die Gäste. Das wollten wir uns schon mal der Schau wegen nicht entgehen lassen. Vor 2 Jahren habe ich es verpaßt da wir schon vorher abreisten. Als wir ankahmen war die Warteschlange schon so lange, daß wir dachten es dauert bis zum Mittagessen bis wir dran sind. War aber nicht so schlimm den es dauerte nur ca. ne halbe Stunde und wir waren dran. Für eine zweite Runde hatten wir aber keine Geduld mehr. Was mich ohnehin mehr interressierte war der Pfannkuchenanhänger den die sich haben bauen lassen. Da könnte man gut und gerne eine halbe Armee mit Steaks und Würstchen versorgen. Hat auch für den ganzen Caravan Park gereicht. Danach gings wieder daran die Umgebeung von Alice Springs unsicher zu machen. Zuerst ging es zu Simpson's Gap WP 106. Nicht weit von Alice Springs biegt man auf dem Larapinta Drive rechts ab und nach 3 Km ist man am Parkplatz angelangt. Von da aus ist es nicht weit zu laufen. Wie der Name schon sagt war es wieder ein Felseinschnitt aber diesmal war Wasser drin. Wer mal ein Bad nehmen wollte konnte sich abkühlen. Wer weiter wandern wollte mußte dies ohnehin tun da es die einzige Möglichkeit war um auf die andere Seite des kleinen Sees zu kommen. Auf dem Weg dahin sahen wir auch Rock Wallabies und jede Menge kleine Finken. Die waren so schnell und mit der Camera schwer zu erwischen. Auf dem Rückweg zum Auto war gerade ein Tourbus dabei seine Ladung Touristen auszuwerfen. Sah so aus als wenn jeder deutsch sprechen würde. Wir sagten einfach mal laut "Guten Tag". Oh war die Reaktion und wir unterhielten uns mit ein paar von den Reisenden. Es ging weiter zum Standley Chasm. Jetzt sah man öfter mal einen warnenden Hinweis das die Mitnahme jeglichen Alkohols streng verboten ist da dies eine Alkohol freie Zone wäre. Als ob jeh einer umdrehen oder all seine Bierchen aus dem Auto werfen würde. Mittlerweile gibt es eine 2 Klassengesellschaft. Ein Teil der Gesellschaft ist unfähig seine Probleme in den Griff zu bekommen und der andere Teil wird dafür gegängelt wie es im Kindergarten nicht schlimmer sein kann. Am Kiosk vom Standley Chasm angekommen mußte ich erst mal gucken wie ich den Landcruiser positionierte. Das Solar Panel sollte ja möglichst viel Sonne abbekommen. Wir besorgten uns erst mal eine Kleinigkeit zum Beißen bevor wir die Wanderung antraten. Die Auswahl war nicht schwer weil nicht sehr reichhaltig. Die Schlucht ist schon beeindruckend. Ich war ja schon mal da aber es hat mir auch beim zweitenmal gefallen. Die Wanderung zum Eingang dauert ca. 1/2 Stunde und wer will kann den ganzen Tag rumklettern. Auch der Larapinta Wanderweg geht hier durch. Als gute Touristen haben wir uns nicht den ganzen Tag aufgehalten sondern sind nach der Hauptattraktion wieder zurück zum Auto gelaufen. Außerdem wollten wir ja heute auch noch zum Beanie Festival in Alice Springs. Wir schafften es auch bevor die Ausstellungsstücke wieder weggeräumt wurden und ich ließ es mir nicht nehmen eines der guten Stücke zu erwerben. Die meisten hatten gesalzene Preise und $70.- für einen Firlefanz den man sowieso nie wieder aufsetzt war mir doch zu happig. So entschied ich mich für eine Mütze mit den farben schwarz, rot, gold und es wurde auch noch von einer Rike Lerche aus Adelaide gestrickt. Bevor wir uns wieder verabschiedeten kosteten wir noch den hausgemachten Kuchen der angeboten wurde. Mein Quinnie & Walnut cake schmeckte vorzüglich. Also irgendwo in Alice Springs steht eine erstklassige Backstube. Um uns von den Anstrengungen des Tages zu erholen waren wir schon gegen 16:00 wieder am Camp und ich widmete mich wieder meiner Lieblingsbeschäftigung - die Vögel mit meinen Schlafgeräuschen zu erschrecken.

Tiefste Temperatur nachts ca. +5.0 oC





16. Tag    29-06-2009

Der Tag heute Morgen lief langsam an und gegen 10:00 ging es los in Richtung Ormiston Gorge. Unterwegs legten wir bei WP 109 mal einen Photostop ein weil das Panorama so ansprechend war. Da die Abzweigung zur Ormiston Gorge gut 130 Km von Alice Springs entfernt war waren wir erst kurz vorm Spachteln an der Abzweigung angelangt. Wir entschieden uns dann erst zu Glen Helen Springs zu fahren damit wir uns einen Brocken zwischen die Kiemen schieben konnten. Eine Ladung Knoblauchbrot und Wedges (fritierte Kartoffelkeile) das war alles. Die Bedienung entschuldigte sich das Ihr eine Kartoffel auf den Boden gefallen war und ich dachte mir es gibt was neues. War aber nicht Ihre Idee wahrscheinlich hat Sie die einfach wieder draufgelegt. Wir habens überlebt und sind heil in Perth angekommen. Nicht weit hinter dem Restaurant lag Glen Helen Springs und wir schlenderten mal in die Richtung da es nur ein paar hundert Meter waren. Den Schleichpfad zu finden war aber doch nicht so einfach und wir sind einfach querfeldein gelaufen. Der Eingang WP 110 zur Schlucht war ein kleiner See und um weiterzukommen hätte man entweder schwimmen oder kraxeln müßen. Für den Fall das es doch mal jemand versucht und das mit dem Schwimmen nicht so richtig klappt war auch noch ein Rettungsring an einem Posten angebracht. Ich trage meinen eigenen mit mir rum. Der schwimmt hoffentlich auch. Es trieben sich auch noch 2 junge Frauen mit Satellitentelefon rum und ich dachte das wären nur übervorsichtige Touristen. Später konnte ich dann sehen, daß die in einen Northern Territory Government 4WD einstiegen. Die haben da wohl ein paar Untersuchungen angestellt. Das Panorama war hier gut und wohin man blickte gabs was anderes zu sehen. Gleich neben dem Resort (ist etwas übertrieben) lag ein Helikopter Landeplatz und man konnte Rundfluüge machen. $50.- für ca. 15 min war nicht schlecht und die Versuchung war groß. Ich denke mir aber bei so einem Kampfpreis mußte man warten bis die Kabine voll war und es waren nicht viele potentiele Kunden in Sicht. Man kann bei Glenn Helen Springs auch sein Camp aufstellen.
Nächster Stop war Ormiston Gorge. Wir entschlossen uns den kleinen Rundgang zur Aussichtsplatform zu machen. Es ging erst mal einen Km oder so in die Schlucht rein. Auf dem Weg waren ein paar Tümpel verstreut und es trieb sich ein Reiher rum der seine Flugkünste zum Besten gab. Der Vogel war anscheinend Touristen gewohnt den er ließ sich nicht stören und zog ruhig seine Kreise. Sein Revier lag am Eingang der Schlucht bei WP 111. Bei dieser Wanderung mußte man auch am Boden schon einige Kletterpartien einlegen den es lagen ziemlich viele Felsen rum. Wir fanden nach ca. 1/2 Stunde den Aufgang zu dem Pfad der zur Aussichtsplatform führte. Jetzt wurde es doch ein bißchen windig und es rächte sich, daß ich nur ein kurzärmliges Hemd anhatte. Die Aussicht ist aber herrlich. Allzu anstrengend ist der Rundgang auch nicht und ab und zu sollte man ja ohnehin eine Pause einlegen. Von der Aussichtsplatform WP 112 aus hat man fast das Gefühl eine Luftaufnahme von der Schlucht zu schiessen. Auf alle Fälle kann man ziemlich viel von dem Terrain einsehen. Von hier aus waren es dann nur noch ca. 10 min bis zum Parkplatz. Es ging ja auch bergab und da läuft es sich leichter. Die meisten Wanderer laufen in umgekehrter Richtung. Ich schwimme halt gerne gegen den Strom. Gleich neben dem Parkplatz gab es auch noch ein Bush Camp mit Toilette (je nach Definition ist das aber schon kein Bush Camp mehr).
Unser nächster Stop auf dem Rückweg waren die Ochre Pits WP 113. Hier kann man gut die verschiedenen Gesteinsschichten sehen die vertikal im Gestein verlaufen. Rot, Braun und Gelbtöne waren am häufigsten vorhanden.
Nächster Stop war die Serpentine Gorge. Die Zufahrt zum Parkplatz war knochenhart. Wir konnten dann auch nicht erkennen ob der 1.3 Km Rundweg leicht oder anstrengend war und so sind wir umgekehrt. Der Nachmittag war auch schon einige Stunden alt und zu spät wollten wir es auch nicht werden lassen. Wir wollten noch zu Ellery Creek Big Hole und Schluchten hatten wir ja schon einige gesehen. Ellery Creek WP 115is ein permanentes Wasserloch und ein sehr beliebtes Ziel für Tour Operators. Liegt nahe an der Straße und man kann die Leute mal zum Schwimmen schicken. Manche machen es auch aber die Meisten ziehen es doch vor trocken zu bleiben. Es gibt auch ein kleines Camp und es ist bestimmt ein schöner Platz um ein paar Nächte hier zu verbringen. Von hier aus ging es dann zurück nach Alice Springs. Wir wollten uns für das nächste Ziel noch mit ein bißchen Wein versorgen. Hier mußten wir aber wieder Bekanntschaft mit den unsinnigen Alkoholverkaufsanordnungen machen. Es gibt nur 1 2l Cask pro Person und Tag. Nach 18:00 den vorher gibt es nur Bier oder harte Sachen. Ich habe allerdings noch nicht rausgefunden ob das mit einer zentralen Stelle überwacht wird wieviel man kauft oder ob das pro Laden ist. Wir hatten aber keine Lust deswegen groß rumzulaufen den so wichtig war es nun auch wieder nicht.

Tiefste Temperatur nachts ca. +8.9 oC





17. Tag    30-06-2009

Heute war unser letzter Tag in Alice Springs und außerdem sollten ja auch die Federn für den Anhänger ankommen. Da wollten wir es langsam angehen lassen. Zu diesem Zweck fuhren wir erst mal zu Empire Trailers und versauchten unser Glück. Noch nix da aber sollten am Nachmittag ankommen. Ich glaube so Sachen erst immer wenn es soweit ist. Habe schon oft genug schlechte Erfahrungen gemacht. Auf dem Rückweg sind wir dann noch zum ANZAC Hill gefahren. Von hier hat man einen guten Ausblick auf die Stadt. Alice Springs ist ja sehr überschaubar um nicht zu sagen ein Kaff was aber nicht unbedingt ein Nachteil ist. In den West McDonnell Ranges tobte gerade sowas wie ein kleiner Sandsturm. Konnte man in weiter Entfernung gut sehen. Jetzt mußte nur noch getankt werden, die Gasflasche auffüllen und die Federn abholen und einbauen. In der Stadt sind wir noch ein bißchen rumgelaufen um einen Teeladen zu finden. Leider mußten wir rausfinden das dieser mittlerweile den Bach runter gegangen ist. Es gibt wohl doch zu viele Teebeutelschlürfer und zuwenig die einen Blattee schätzen. Auf dem Weg zurück zum Auto kreuzte noch die berittene Polizei unsere Pfade. Mit 1 PS unterwegs sozusagen. Es kahm wie's kommen mußte. Die Dinger sind nicht angekommen. Es wurde mir erzählt, daß Martin's Trailer Parts in Bayswater/Perth diese nicht am Donnerstag sondern erst am Montag eggeschickt hatte. Also eine von beiden beteiligten Firmen hat Scheiße gebaut. Ich habe dann darum gebeten mir die Federn zum Ayers Rock Resort nachzuschicken wenn die Dinger dann doch noch rechtzeitig ankomnmen sollten. Ich war natürlich sauer wie abgestandene Milch. Aber trotzdem laße ich mir meinen Urlaub nicht von ein paar unfähigen Taugenichtsen verderben. Dann wird eben mit kaputten Federn gefahren. Scheiß drauf.

Tiefste Temperatur nachts ca. +18.0 oC





18. Tag    01-07-2009

Heute war Reisetag. Eugentlich hatten wir gestern Zeit schon ein bißchen vorzuarbeiten aber man braucht eben seine 2 Stunden bis auf's Gaspedal treten kann. Wir wollten ins Palm Valley aber unser erster Stop war Hermannsburg. Kathrin wollte ja auch den Apfelstrudel da probieren. Gleich am Ortseingang wurde darauf hingewiesen ein Permit für den Mereenie Loop zu erstehen. Haben wir auch gemacht. Kostete nur ca. $5.50 an der Tankstelle WP 116. Das war am Ortseingang und dann ging es zum "Kulturbereich" oder cultural precinct WP 117 wie man das jetzt nennt. Der historische Bereich eben. Ich kann mich erinnern, daß bei meinem letzten Besuch noch kein Zaun da war und auch kein Eintritt verlangt wurde. Theoretisch hätten wir um Apfelstrudel und Kaffee zu verzehren auch noch ca. $10.- pro Mann und Nase bezahlen müßen. Ich habe dann gefragt ob sich das tatsächlich so verhält. Die Dame hat zwar etwas verwunderlich geguckt ob des knausrigen Touristen aber ich glaube es hat Ihr eingeleuchtet das das nicht sein kann um Kaffee zu trinken auch noch Eintritt zu verlangen. Ich bin aber überzeugt das die meisten Besucher lieber bezahlt haben als Fragen zu stellen. Solange diese Einstellung herrscht wird sich an der Abzocke auch nichts ändern. Ob der Apfelstrudel hier hergestellt wurde oder tiefgefroren aus Adelaide angeschippert wurde weis ich nicht. Er hat durchschnittlich geschmeckt. Was man vom Parkplatz aus sieht reicht im Notfall, dafür muß man nicht Stunden verbringen. Allzu groß ist das Gebiet ohnehin nicht. Der Friedhof verdient den Namen nicht und auch sonst ist nicht viel los. Hermannsburg ist aber nicht wie viele andere Siedlungen der Schwarzen. Es sieht einigermaßen ordentlich (Ansichtssache) aus und ich habe keinen Betrunkenen rumtorkeln sehen.
Wir machten uns dann auf zum Finke Nationalpark und zum Palm Valley. Der Weg rein war ziemlich holprig und so mußte ich vor allem am Anhänger den Luftdruck ablassen den dies war schließlich die einzige Möglichkeit der Stoßdämpfung. Allzuschnell konnte man ohnehin nicht fahren. Die Sachen wurden anständig durchgerüttelt. Kurz nach Mittag erreichten wir das Camp im Finke NP. Wir stellten die Swags und unser Camp auf. Gleich danach machten wir uns auf dem Weg ins Palm Valley. Der Weg wurde jetzt noch holpriger und der Kählschrank sprang rum wie ein wild gewordener Ziegenbock. Wir kahmen aber doch in einem Stück am Parkplatz WP 118 zum Palm Valley Rundgang an. Jetzt konnte man auch sehen warum dieser Platz Palm Valley genannt wird. In vielen kleinen und großen Tümpeln war auch noch Wasser drin. Es gibt 2 verschiedene Rundwege aber wir entschieden uns für den Kürzeren. Es sollte angeblich 1 Stunde über eine Strecke von 2 Km zu wandern sein. Wir brauchten 1 1/2 Std aber wir haben uns wirklich nicht beeilt. Es gibt näher am Camp auch noch andere Wanderwege und man kann gut und gerne mehrere Tage hier verbringen. Aber bei uns hat es eben Zeitmäßig nur zum Wichtigsten gereicht. Auf dem Rückweg machten wir noch ein Video vom rauen Teil der Strecke. Ca. 16:00 waren wir dann wieder bei unseren Swags WP 119 angelangt. Wir unterhielten uns noch mit den Campnachbarn und die erzählten uns das Dingoes regelmäßig durch den Camping Platz laufen. Für $6.60 pro Nacht hat man hier warme Duschen, anständige Toiletten und Gasofen + BBQ. Es gibt auch Wasser Tanks aber soweit ich weis ist dies kein Trinkwasser. Abends fing es auf einmal an zu stinken und zu krachen. Ein paar Leute hatten ein paar Böller mitgebracht und die wurden jetzt abgefeuert. Wir sahen uns das von nahem an und der Grund war, daß es Territory Day war. Das Gegenstück zum Foundation Day in WA.

Tiefste Temperatur nachts ca. +3.4 oC





19. Tag    02-07-2009

Heute Morgen sind wir schon vor Sonnenaufgang aus dem swag gekrochen da sich meine bessere Hälfte wieder mal über den Swag beschwert hat. Sie denkt ja immer noch dies wäre nur ein Sarg in Stofform und beim Schlafen umdrehen ohne an die Swagwände anzustoßen wäre auch nicht möglich. Swag ist eben nicht für jeden. Außerdem waren letzte Nacht die Dingos im Camp und natürlich hat meine Frau das gehört und weils halt immer die Falschen erwischt hat Ihr auch noch einer an den Swag gepisst. Da viel Ihr der Abschied nicht schwer. Schon vor 09:00 waren wir wieder unterwegs. Heute ging es weiter zum Kings Canyon auf dem Meerenie Loop. Dazu mußten wir wieder Richtung Hermannsburg fahren und beim Erreichen der Hauptstraße links abbiegen. Meine kaputten Federn hielten sich wacker und ich war überzeugt, daß wir Kings Canyon heil erreichen werden. Wir waren noch nicht weit gefahren und es kahm ein Hinweisschild zu Albert Namatjira's Haus. Also sind wir reingefahren. Es waren ein paar verfallene Gebäude am Ende des Weges und ich dachte mir schon: Ist das alles. Dann entdeckte ich ein kleines gelbes Haus ca. 100m entfernt WP 120. Das war's. Im Gegensatz zu den anderen Gebäuden war dieses richtig gut erhalten. Bei WP 121 hielten wir für einen Photostop. Es türmte sich ein Massiv vor uns auf und das sollte man sich nicht nur im Vorbeifahren anschauen. Bei WP 122 stand ein Straßenschild mit "Namatjira Drv & Gosse Bluff" drauf. Also denke ich mal das der Berg vor uns Gosse Bluff war (habe später rausgefunden das Gosse Bluff ein großer Meteoritenkrater ist). Habe ich versäumt - schade. Weiter ging's und ziemlich flott noch dazu. Dieser Track leidet zwar auch an der corrugation Krankheit aber wenn man auf der Schulter am Straßenrand fährt ist der Sand weicher und man kann's fetzen lassen. Allerdings nicht allzulange und dann wird man wieder von der Rüttelei eingeholt. Bei WP 123 ist anscheinend jemandem langweilig geworden und hat ein wenig von seinem Schrott auf einen abgestorbenen Baum gehängt. Der Nachahmungstrieb hat den Rest erledigt und jetzt hängt jeder Ast mit irgendwelchen unnützen Sachen voll. Jeder hält und macht Photos auch wenn es eigentlich ein Schandfleck ist. Bei WP 124 erreichten wir einen Parkplatz mit guter Aussicht. Wir nützten die Gelegenheit um unsere Mittagspause einzulegen. In weiter Ferne konnte man eine Bergkette erkennen. Das wird wohl Kongs Canyon sein. Ab diesem Rastplatz wird die Straße seinem Namen gerecht und nach ein paar weiteren Km gab es dann auch Teerstraße. Das tut richtig gut und ausserdem weis man das man gleich da ist. Nicht lange und wir waren am Kings Canyon Resort und buchten für 2 Nächte ein. Unser Camp stand bei WP 125. Wir stellten erst mal den Swag auf. Kleiner Scherz meine Frau ist auch drauf reingefallen aber das konnte ich Ihr nicht antun. Am späten Nachmittag ging es dann noch ein bißchen auf Erkundungsfahrt. Wir landeten bei Kathleen Springs WP 126. Diese Quelle war mal Teil einer alten Viehzucht Farm und man konnte auch noch Reste der Koppeln und Gerätschaften sehen. Von hier fuhren wir noch zum Kings Canyon Parkplatz. Wir sahen uns erst mal um und liefen bis zum Aufgang um zu sehen ob er wirklich so steil ansteigt. Nicht gelogen da muß ich morgen anständig pusten um mein Übergewicht da raufzuschleppen. Nicht weit vom Parkplatz war auch ein Platz um den Sonnenuntergang zu beobachten und dazu war heute die ideale Gelegenheit. Farbe gabe es nur eine - rot. Aber rot in allen möglichen Schattierungen. Als wir wieder zurück am Camp waren zeigte sich auch der Dingo vor dem soviel gewarnt wurde. Wir sahen später noch ein paarmal einen und es war immer der Gleiche. Ich wette einen Kasten Bier das der zahm ist und vom Resort gehalten wird um der Outback Romantik ein bißchen nachzuhelfen. Glaubt mir aber keiner. Es werden ja ware Horrorgeschichten von Dingos erzählt die die Leute beißen. Wahrscheinlich zuviel Bier am Lagerfeuer und die Lippe an der Bierbüchse aufgeschnitten.

Tiefste Temperatur nachts ca. +1.6 oC





20. Tag    03-07-2009

Wir wollten heute früh raus um den Kings Canyon Rundgang nicht in der größten Tageshitze zu absolvieren. Hat aber nicht funktioniert konnten den Aufstieg erst gegen 09:15 beginnen. Das Wetter sah aber eher nicht danach aus das wir zuviel schwitzen müßen. Erst mal war es windig und die Frage war nehmen wir Jacken mit oder nicht. Da wir nicht zuviel schleppen wollten ließen wir es bleiben. Der Aufstieg war ziemlich steil. Es war ein Höhenunterschied von ca. 100 m zu überwinden. Da wir beide mit unterschiedlicher Geschwindigkeiten wandern bin ich immer vorausgeschoßen und habe wieder gewartet bis meine Frau aufgeschloßen hatte. Mittlerweile war es ziemlich windig und ein Königreich für eine Jacke. Runterlaufen wollte ich auch nicht mehr. Ich glaube auch es ist bei diesem Rundgang noch nie jemand erfroren und ich denke mal das wird auch heute so sein. Es waren auch schon ziemlich viele Leute unterwegs. Rund um den Rand des Canyons konnte man Sie sehen wie eine Ameisenkolonne. Was mir auffiel es waren sehr viele Gäste aus Italien und Spanien anwesend. Dies mußte ich später auch am Ayers Rock wieder feststellen. Nicht das Deutsche gefehlt hätten aber die Verhältnisse waren eher ausgewogen mit leichten Vorteilen für die Romanen. Bei WP 129 gab es die ersten Holztreppen da wir eine Schlucht überqueren mußten. Bei WP 130 überquerten wir die Holzbrücke über den "garden of Eden". Da es hier etwas kühler und auch relativ viel Wasser vorhanden war hat sich fast sowas wie eine dichte Vegetationsdecke gebildet. Eine Oase für Pflanzen die feuchteres Klima brauchen und hier eine letzte Zuflucht gefunden haben. Nachdem wir auf der anderen Seite der Brücke wieder Richtung oben marschierten zweigte ein Seitenpfad ab und ich wollte mal sehen was es am anderen Ende gibt. Kathrin war schon zu müde und hat lieber auf mich gewartet. Es waren nur ca. 20 min hin und zurück bei forscher Gangart. Am Ende war ein Pool mit relativ viel und sauberem Wasser drin. Man sollte sich doch ein bißchen mehr Zeit nehmen für diesen Ort aber meine Holde wartete ja auf mich. Es ging weiter und bei WP 131 hatte man einen weiteren fantastischen Ausblick auf die steilen Feslswände. Von hier aus konnte man auch den kleinen Pool sehen den ich alleine angesteuert hatte. Man sollte aber vorsichtig sein den wer hier die Balance verliert hat nicht viel Zeit seinen Fehler noch zu bereuen. Nach ca. 3 1/2 Std waren wir wieder am Parkplatz angelangt. Zurück am Camp mußten wir feststellen, daß wir Nachbarn mit einem Riesen Caravan bekommen hatten. Da nichts auf dem eigentlichen Caravan Plätzen frei war hat man Ihn neben uns für eine Nacht geparkt. Die Herrschaften waren aus Busselton WA, also gerade um die Ecke von unserer Hütte. Wir versuchten die ein bißchen über die Gt Central Rd auszufragen aber die wollten auch auf dem gleichen Wege wie wir Perth erreichen. Zum Abendessen probierten wir mal die Outbackküche am Resorteigenen Restaurant aus. Da es ziemlich kühl war haben wir uns nach innen in den feineren Teil des Restaurants begeben. Wir entschieden uns für Krokodil und es war eine ausgezeichnete Wahl. Vom Geschmack her erinnert es an Hähnchen aber andere Konsistenz. Nebenan im halbfreien versuchte noch eine 2 Personenband die Leute etwas in Stimmung zu versetzen. Ich glaube aber die Witze ernteten mehr Applaus als die Musik die die Beiden produzierten. Wieder zurück am Camp zeigte der Dingo wieder seine Schnauze und ich denke immer noch das der zahm ist. Vielleicht wird er zum Abend aus seinem Gehege entlassen um seine Runden für die Touristen zu drehen. Es sind auch viele große Busse mit Schülern da. Schulferien und Hauptsaison.

Tiefste Temperatur nachts habe ich diesmal versäumt aufzuschreiben.




21. Tag    04-07-2009

Heute morgen läutete der Alarm schon 05:30 damit wir früh wegkommen. So leise wie möglich bauten wir das Camp ab und machten uns auf den Weg. Erst mal aber nur zum Restaurant um noch Frühstück. Das war ein bißchen schwer zu finden schon mal weil es noch dunkel war. Mit Parkplätzen für Gespanne wie unseres sah es auch nicht so gut aus wohl deswegen weil Bungalow Gäste nicht mit Anhänger reisen. Ich mußte erst mal aus einer Sackgaße rausrangieren bevor wir ins Restaurant konnten. Nachdem wir das Frühstück hinter uns gebracht hatten ging es auf den Weg. Wir verließen Kings Canyon gerade zum Sonnenaufgang und bewunderten noch das herrliche Farbenspiel und dann ging es weiter. Nach einem Weilchen bemerkte ich das im Rückspiegel das Zelt rumflatterte was eigentlich nicht möglich ist da der Tisch drauf liegt. Bei näherer Begutachtung mußte ich feststellen, daß der Tisch fehlte. Wir fuhren zurück um das gute Stück wieder von der Straße zu klauben. Leider war es nicht mehr zu finden. Wir fuhren zurück bis Kings Canyon aber es blieb verschwunden. Da uns bei unserer ersten Abfahrt ein paar Autos entgegenkahmen denke ich mal der Mühl wurde eingesammelt. Gottseidank hatten wir ja noch den Seitentisch. Bei WP 132 erreichten wir die Kreuzung zum Lasseter Hwy. Nicht weit danach erreichten wir den Parkplatz WP 133 mit Aussichtspunkt zum Mt. Conner. Leider waren die Sichtverhältnisse nicht allzugut und die Photos geben nicht viel her. Kurz vor 12:00 erreichten wir den Yulara Resort Campground. Ich rief gleich mal bei der Anhänger Firma an aber die gleiche Story - keiner wußte was da ein Feiertag war. Wir errichteten unser Camp WP 134, holten uns Internet für ein paar Tage und gingen Shopping. Der Rest des Tages wurde dann "konstruktivem Rumhängen" verbracht. Das ist schon ein Wortgetüm aber ich will es ein bißchen den Politikern aus der alten Heimat gleichtun. Was die können kann ich schon lange.

Tiefste Temperatur nachts ca. +4.0 oC





22. Tag    05-07-2009

Heute morgen ließen wir es mal langsam angehen und erst nach einem geruhsamen Frühstück wurde die Drehzahl etwas angehoben. Leider war der fehlende Tisch ein Handicap. Obwohl der Nebentisch seinen Dienst leidlich tat hätten wir es doch gerne ein bißchen bequemer gehabt. Schon mal deswegen weil wir ja doch einige Tage hier verbringen werden. Heute mußten wir erst mal in Erfahrung bringen wie sich das mit dem Eintrittsticket verhält. Es gilt ja bekannterweise nur 3 Tage. Wenn ich jetzt am 4. Tag wieder an der Schranke stehe um die Great Central Road zu fahren muß ich nochmal Eintritt - sprich $25.- pro Mann und Nase - bezahlen. Es wurde mir versichert wenn ich das Permit für die Gt Central Rd habe dann kann ich ohne zu bezahlen durch die Schranken fahren. Da meine Frau schon ganz heiß auf den großen Stein war haben wir bezahlt und sind durchgefahren. Die schönen Aufnahmen gibt es nur zum Sonnenaufgang oder zum Sonnenuntergang. So haben wir uns erst mal den Betrieb an der Aufstiegsecke angesehen. Ein Bild von der Parkbank auf der ich schon mit meinem Vater geseßen bin durfte auch nicht fehlen. Leider kann man sich diese herrlichen Parkbänke nicht mitnehmen. Nach einem Besuch des Kulturzentrums fuhren wir zurück zum Camp Hunger stellte sich ein und ich mußte meinem Sohn noch ein kleines Souvenir mitbringen. Ich ersparte mir aber die Quahl der Wahl und rief Ihn an. Seine Wahl fiel auf den Schlüßelanhänger vom Rücken eines Krokodils. Bevor es dann wieder losging probierten wir noch das kleine Cafe am Shopping Center und das Essen hat gut geschmeckt. Es ging dann erst mal zurück zum Camp das ja nur um die Ecke lag. Es warteten noch Kaffee (Tee) und Kuchen bevor es zum Sonnenuntergang geht. Wie man sieht verbringt man beim Camping viel Zeit damit für das leibliche Wohl zu sorgen um es mal sehr vornehm auszudrücken. Wir dachten uns wir schaun' mal das wir ein bißen eher da sind um einen guten Platz zu bekommen. Da war aber schon gut Betrieb und wir mußten eben vorlieb nehmen was noch übrig war. Hat aber gereicht. Kathrin hat gleich wieder ein paar Deutsche gefunden und schon war der Abend gerettet. Der Herr in der Familie hatte auch eine Canon DSLR aber er hatte seine Objektive, außer dem Normalobjektive, in den Sand gesetzt und so habe ich sein Flehen erhört und Ihm mein 18 - 200 Tamron Objectiv geliehen da ich das Canon Weitwinkelzoom mit Bildstabilisator für die finsteren Aufnahmen aufgesteckt hatte. Morgen wollte ich den Sonnenaufgang auch von dieser Stelle aus begutachten und er war dabei. So trifft man sich dann wieder. Es gibt auch noch einen Bustouristen (die die wesentlich mehr bezahlen) Parkplatz von dem man einen noch besseren Ausblick hat. Der Pöbel wird aber rechtzeitig verscheucht bevor die Busse eintreffen. Um diese Jahreszeit ist das Wolkenspiel wesentlich besser und es gibt viel interressantere Bilder als wenn denn ganzen Tag nur blauer Himmel zu sehen ist. Zurück am Camp haben wir erst mal die Bilder auf unseren Notebook übertragen. Neben uns saßen 3 junge Leute aus Canada. Weil neue Bekanntschaften immer interressant sind haben wir uns mit denen ein wenig unterhalten. Als wir unsere Photos so anschauten haben die natürlich auch einen Blick darauf geworfen. Bei den Ayers Rock Bildern sagte der junge Herr "we were climbing Uluru today". Da wir ein paar Photos von den Leuten die raufgestiegen sind gemacht haben haben wir mal geschaut. Wie's der Teufel will hatten wir durch Zufall 2 Bilder gemacht wo 2 von dem Trio zu sehen waren. Die waren da schon ein schönes Stück gelaufen und so hatten Sie davon keine Bilder. Wir baten um deren email Adresse uum die Bilder in Originalgröe von Zuhause aus schicken zu können. Was so alles passiert.

Tiefste Temperatur nachts ca. +4.3 oC





23. Tag    06-07-2009

Heute Morgen standen wir früh auf um den Sonnenaufgang vom Sonnenuntergangsplatz WP 136 zu beobachten. Ich hatte es in Erinnerung das dies besser ist als allen Touristen hinterherzulaufen um auf der anderen Seite sich in's Gedränge zu mischen. Nicht lange nach unserer Ankunft kahmen Thomas & Claudia an. Die Beiden hatten wir ja gestern Abend getroffen. Ich hohlte gleich mein Canon Ersatzobjektiv raus damit der Thomas auch ein paar anständige Bilder machen konnte. Ihre niedliche kleine Tochter war natrürlich auch dabei aber noch ein bißchen verschlafen. Leider war meine gute Idee nicht so tolle den ich hatte vergessen, daß die Sonne in einem anderen Winkel aufging und so konnten wir die Bilder die ich eigentlich erwartet hatte so nicht erwischen. Wir sind dann ein bißchen weiter gefahren und schon hatten wir die Sonne als sie hinter dem Ayers Rock hervorgekrochen kahm. Wir probierten noch ein paar andere Ansichten. Danach ging es zu den Olgas WP 135 um noch ein paar Tagesbilder zu schießen. Nach den Olga's trennten sich dann unsere Wege da die 3 weiterzogen und wir zurück ins Camp fuhren. Außerdem wollte ich in Alice Springs anrufen ob meine Anhängerfedern jetzt endlich eingetroffen waren. Ich mußte feststellen - Njet. Gegen 17:00 machten wir uns wieder auf den Weg zu den Olgas zum Sonnenuntergang. Aufgrund der Wolken hatten wir eine große Bandbreite von Belichtungsszenarien. Diese Jahreszeit ist eindeutig besser für einen Besuch am Ayers Rock und den Olgas geeignet. Es kahmen auch hier ein paar von den Touristenbussen an aber bei weitem nicht soviele wie am Uluru. Nach unserer Rückkehr zum Camp hatte ich eine Nachricht auf dem Telefon, daß die Federn angekommen sind und am Dienstag in Yulara abzuhohlen wären. Yippee.

Tiefste Temperatur nachts ca. +5.9 oC





24. Tag    07-07-2009

Heute Morgen machten wir uns wieder sehr früh auf den Weg um den Sonnenaufgang doch noch vom dafür vorgesehenen Platz zu beobachten. Die Fahrt zur anderen Seite des großen Stein's dauerte ein Weilchen und zu unserem großen Überdruß war auch noch so ein verdammter Kriecher vor uns dem es anscheinend Spaß gemacht hat eine Lichterkette von Autoscheinwerfern hinter sich herzuziehen. Wir sind aber trotzdem vor Sonnenaufgang angekommen. Anscheinend geht es da immer hoch her den es waren Aufpasser da und man mußte Rückwärts einparken um ein Chaos zu verhindern wenn sie dann später alle wie die Irren loszischen. Irgendwie hatte ich auch das Gelände anders in Erinnerung aber was soll's. Die Lichtspiele waren nicht ganz so gut wie auf der anderen Seite zum Sonnenuntergang aber der ganze Berg leuchtete in einem sehr satten Orange. Sehr ähnlich wie die Olgas am Vorabend. Kurz bevor jeder losdüste waren wir schon unterwegs um die Rush hour zu vermeiden. Nach dem Frühstück holte ich meine Federn ab damit ich mir beim Einbauen Zeit lassen konnte. Da der Abholplatz eine Autowerkstatt war ließ ich gleich auch noch die Getriebeölstände überprüfen. Dafür mußte ich aber um 14:00 wieder kommen da kein Termin frei war. Der Service kostete mich $30.- was ich für sehr angemessen halte wenn man bedenkt das die eigentlich eine Monopolstellung haben da weit und breit kein anderer Mechaniker zu haben ist. Am Camp zurück wurde gleich das Werkzeug ausgepackt. Eigentlich ging es relativ schnell den in ca. einer Stunde war alles vorbei. Jetzt kann ich morgen die Heimreise wesentlich entspannter angehen. Heute Nachmittag wollten wir uns Uluru nochmal von einer anderen Stelle aus ansehen. Es gab ja noch den Busplatz wo die Tour Operator's Ihre Gäste ausluden. Gleich am Eingang wurde mit einem großen Schild darauf hingewiesen, daß ab 16:00 hier keine Privatautos mehr erlaubt sind. Da kommt wieder das Klassendenken der Aussies zum Vorschein. Die Frechheit ist das die Tour operators auch auf den normalen Parkplatz kommen und Ihre Pest aus dem Auto lassen. Diese springen und blödeln dann auf Teufel komm raus rum und gehen jedem auf die Eier. In 10 Minuten ist der Spuk vorbei und wenn man meint jetzt ist Ruhe kommt der nächste Arsch daher. Beim nächstenmal schaue ich mir den Sonnenuntergang auch von hier aus an den ich kann mir denken hier ist es noch ein bißchen besser. Außerdem ist der Platz so angelegt, daß man nicht unbedingt um einen guten Platz kämpfen mußte. Als sich 16:00 ankündigte kahmen auch schon die ersten Busse. Wir gingen dann zurück damit es keine Schwierigkeiten gibt. Anscheinend hatte ich aber meinen Landcruiser doch etwas umständlich geparkt den gleich daneben parkte ein Bus der seinen Buffetstand errichtet hatte. Gesagt hat er nix was gut ist. Von hier aus ging es zurück zum Camp den wir wollten unsere Abreise morgen früh vorbereiten. Nach getaner Arbeit mußten wir feststellen. daß wir mittlerweile auf dem Trocknen saßen und wir wollten uns noch einen Schluck besorgen. Es stellte sich raus das es Caskwein überhaupt nicht gibt und die günstigste Flasche Wein weit über $20.- kostete. So durstig waren wir dann doch nicht. Ich bin aber überzeugt das die noch genug Dumme finden denen sie Ihr Zeug zu überteuerten Preisen andrehen können. Wenn man es weis kann man aber vorsorgen. Auch in Alice Springs mit seinen unsinnigen Verkaufsregeln kann man sich eindecken. Ist nur ein bißchen umständlich. Wem's Geld wurscht ist soll hier einkaufen den solche Kunden brauchen wir auch.

Tiefste Temperatur nachts ca. +4.0 oC





25. Tag    08-07-2009

Heute 05:00 klingelte der Wecker und wir versuchten wieder mal unser Camp so leise wie möglich abzubauen. Ich hatte den Anhänger schon an der Kupplung und alles war bereit zum Abfahren. Leider haben sich ein paar Leute mit Ihren Autos so positioniert, daß ich wieder abhängen mußte. Die hatten zwar gestern Abend noch frech behauptet wenn wir aufwachen dann sind sie schon lange weg aber irgendwie haben die wohl noch Flasche Whiskey gefunden den es war noch nicht mal ne Bewegung im Zelt zu erkennen. Dann gab es eben ein bißchen Lärm. Am Eingan zum Nationalpark konnten dann schon eher durch die Schranken fahren da wir ja nicht mehr der Olgas wegen hier waren sondern auf dem Weg zurück nach Perth. Unser Parkticket war ja abgelaufen aber wer die Permits für die Great Central Road vorzeigen kann braucht nicht nochmal blechen. Es war noch dunkel aber wir hatten ja wenigstens bis zu den Olgas Teerstraße. Kurz vor den Olgas muß man links abbiegen und ist dann nach wenigen Metern auf der Great Central Road. Jetzt ging es wieder auf Dreckstraße weiter. Da es noch dunkel war muyßte ich mich doch ein wenig konzentrieren den Schlaglöcher waren bei den Lichtverhältnissen sehr schlecht zu erkennen. Als die Sonne aufging kündigte sich ein herrliches Morgenrot an. Wir nützten die Gelegenheit zu einer kleinen Pause und unsere Cameras ein bißchen arbeiten zu laßen. An Sonnenauf und Untergängen kann ich mich nicht sattsehen. Obwohl sie sich im Prinzip alle ähnlich sind sieht keiner wie der andere aus. Es ging weiter und bei WP 137 kahm eine Bergkette in Sichtweite. Laut Karte fuhren wir da durch die Petermann Ranges. Bei WP 138 waren wir am Eingang des Trampelpfades der zu Lasseter's Cave führte. Wo wir parkten war auch ein roadside stop aber es sah eher wie eine Müllhalde aus. Da hat anscheinend seit Jahren keiner mehr den Müll weggeräumt. Die Höhle war ziemlich klein aber doch gut genug um sich vor der Sonne in Sicherheit zu bringen. Bei WP 139 passierten wir Docker River. Die Siedlung lag ca. 1Km abseits von der Straße aber ich denke mal das ist nicht zufällig. Kurz dahinter bei WP 140 war die Abzweigung zum Docker River Campground. Nur ein paar 100m weg und es waren auch ein paar Camper da. Bei WP 141 überquerten wir dann die Grenze vom NT zu WA. Es gab kein offizielles Schild und so denke ich, ich liege wohl doch ein paar Meter daneben. Nach einer Weile erreichten wir das Warakurna Roadhouse WP 143. Hier sahen wir zum erstenmal eingekerkerte Zapfsäulen. Was die wohl verbrochen haben. Nur ca. 1 Km davon entfernt war die Giles Wetterstation mit Len Beadell's grader WP 144 der für die Erschließung des Outbacks eine so zentrale Rolle gespielt hatte. Da drängt sich mir die Frage auf - Was ist eigentlich aus dem Bulldozer geworden? Wir besuchten die Wetterstation und es war auch noch ein Antriebsteil einer abgestürzten Versuchsrakete ausgestellt. Weter ging es den wir hatten noch einen weiten Weg vor uns. Bei WP 147 sahen wir eine Unmenge von Sturts Desrt Peas. Da mußten wir unbedingt halten und uns ansehen den so profus hatte ich diese herrlichen Wildblumen noch nie wuchern sehen. In Warburton WP 148 hielten wir nur kurz um was zum Essen zu besorgen. Wir machten uns aber gleich wieder aus dem Staub da es nicht unbedingt ein einladender Ort war und es kahmen auch ein paar schwarze Jungs daher um zu betteln. Gleich hinter Warburton gab's dann die Kreuzung WP 149 von Great Central Road mit dem Connie Sue Highway. Woimmer man hier draußen rumfährt muß man feststellen Len Beadell war schon lange vorher mit seiner Gunbarrel Road Construction Gang da. So langsam wollten wir unseren camping Platz finden. Wir hatten eine wunderschöne Touristenkarte auf der geeignete Plätze angegeben waren. Leider haben wir den Punkt übersehen und wir entschieden uns bis zum Tjukayirla Roadhouse weiterzufahren. Die Zeit wurde knapp da wir nicht wußten wann der Laden seine Tore schließt. Glück im Unglück und wir erreichten gerade noch vor Torschluß den eingezänten Campground. Nachdem wir uns angemeldet hatten wurde das Tor für uns aufgemacht und hinter uns geschloßen. Das erstemal in meinem Leben daß ich in einem Gefängnis gecampt habe. Es waren noch ein paar andere Camper da die auch auf dem Weg nach Perth waren. Bis hierhin war die Gt Central Rd wunderbar zu fahren. Man konnte mit 80 - 90 Sachen brettern und kahm gut voran ohne das Auto zu sehr zu strapazieren. Berichte aus erster Hand sind zwar von unschätzbarem Vorteil aber man muß immer bedenken das jeder eine andere Meinung von gut und schlecht, schön und gräßlich oder sehenswert und langweilig hat. Am besten man sieht sich immer die Leute an von denen man die Berichte erhält. Wer ausgerüstet ist wie Rommel für seinen Afrikafeldzug für den ist rough & tumble was anderes als für einen Backpacker der mit seinem Schrott von Wicked Campers durch's Land zieht. Der Spritverbrauch ist natürlich auch etwas höher als auf Teerstraße. Morgen wollen wir es wenigstens bis Kalgoorlie schaffen und da die letzte Nacht einlegen bevor wir in Perth ankommen.

Tiefste Temperatur nachts ca. +5.9 oC





26. Tag    09-07-2009

Heute morgen erwachten wir früh. Da aber die Tankstelle erst um 08:00 öffnet konnten wir uns Zeit laßen mit dem Packen und Frühstück machen. Ich wollte noch 30l tanken um sicher zu gehen, daß wir es bis Laverton schafften. Den Reservekanister der am Anhänger mitgeschleppt wurde hatten wir schon am Abend umgefüllt. Leider funktioniert meine Tankuhr schon seit ca. 2 Jahren nicht mehr und das Gas war auch schon lange alle. Wie gesagt war das Gas schon aufgebraucht und man merkte den Unterschied was Umpf anging. Es ist auch so das Gravel Road im Vergleich zu Bitumen doch einiges an Leistung schluckt und dementsprechend ist der Verbrauch höher. Um 13:00 erreichten wir Laverton. Wir füllten den Haupttank mit Diesel, den Gas gab es nicht, was uns bis Kalgoorlie reichen sollte. Nicht weit hinter Laverton fing es dann an zu regnen. Jetz war meine Frau auch mal am Steuer damit ich mal ne Mütze voll Schlaf erwischen konnte. In leonora machten wir keinen Stop und fuhren schnurstracks weiter nach Kalgoorlie. Nach einer Weile war es vorbei mit schnarchen und ich übernahm das Steuer wieder. Die Sonne ging gerade unter als wir in Kalgoorlie ankahmen. Es war alles überschwemmt weil es so viel geregnet hatte. Das Abflußsystem für Regenwasser war wohl nicht so besonders aber in der Gegend auch nicht verwunderlich. Wir tankten erst mal Gas und Diesel und suchten uns dann einen Caravan Park. Wir wollten uns eine Cabin mieten da den Swag aufstellen doch eher unangenehm geworden wäre und die Fahrt so abzuschließ wäre schlichtweg Schwachsinn. Also fuhren wir ein paar Parks an um mal nachzufragen. Der Preis war $93.- für die einfachste Cabin. Na ja da hatten wir wohl den teuersten am Ort erwischt. Wie sich rausstellen sollte waren die am billigsten und der Teuerste wollte $115.- haben. Es war gerade Ferienzeit und da wurden saftige Aufschläge verlangt. Ich war sauer wie abgestandene Milch. Nicht das die $100.- mir so weh getan hätten aber die Frechheit hat mich schon angekotzt. Ich habe meinen Unmut auf demokratische Weise kundgetan und wir haben uns entschloßen doch die Nacht bis nach Perth durchzufahren. Zuvor statteten wir aber, oh Schande, McDonalds einen Besuch ab. Wir fuhren dann los in Richtung Perth. Unterwegs richteten wir 2 Schlafpausen ein. Das Steuer lag die ganze Zeit in meinen Händen da die vielen Trucks meiner Frau doch gehörig Respekt einflößten. Gegen 06:00 traffen wir dann in South Lake ein. Für die ca. 2600 Km vom Yulara Campground bis South lake hatten wir somit in ziemlich genau 48 Stunden bewältigt. Wir hatten noch ein paar freie Tage bis uns der Alltag wieder eingeholt hat. Es gab aber doch einiges zu tun nach dieser tollen Reise und Müßiggang war leider nicht möglich.