Westaustralien in 6 Wochen umrundet




Tourbeschreibung

Rund um Westaustralien mit Gibb River Road

1. Tag    10-09-2007
Route auf Google Earth betrachten

Heute morgen starteten wir unsere große Tour zur Umrundung von Westaustralien. Unsere Truppe bestand aus meiner Frau Kathrin, meinem Vater (Pa) und meiner Wenigkeit. So gegen 11:00 sind wir von Zuhause WP01 in South Lake gestartet. Unsere Absicht war es auf dem Roe Hwy nach Midland zu fahren und dann auf dem Gt Northern Hwy weiter in Richtung Kalbarri. Was die üblichen Verdächtigen wie Lancelin, Pinnacles, Kalbarri & Monkey Mia betrifft waren wir allesamt schon mehrere Male da und so ließen wir diese links liegen und Carnarvon war unser erster Stop wo wir uns auch mal etwas umsehen konnten. Aber erst mußten wir mal aus der Stadt raus. Kurz nach unserer Abfahrt fielen mir noch ein paar Dinge ein welche wir vergessen hatten und dachte jeder "du hast doch die Tür zugesperrt" und so fuhren wir eben nochmal zurück und führten nochmal einen Kontrollgang durch. Es war auch alles in Ordnung und die fehlenden Gegenstände waren auch gleich gefunden. Wieder auf dem Weg hatten wir dann in Midland einen dieser gefürchteten superschweren Tieflader Transportfahrzeuge vor uns und wir konnten erst nach ziemlich langer Zeit überholen. Von da aus gab es bis Geraldton keine Probleme mehr. wenn man ruhig bei 90 - 100 Sachen auf dem Highway dahinfährt kann man sich es so richtig gemütlich machen im Fahrersitz und dabei kommen mir dann immer die besten Ideen. Mir fiel dann unterwegs dann noch ein, das wir keine Zeltheringe dabeihatten. Irgendwie hatte ich die mal in der Hand aber hatte diese nicht eingepackt, war aber nicht sicher und so haben wir bei Bunnings in Geraldton gehalten und Auto und Anhänger durchgewühlt. Ich mußte doch bei Bunnings shopping gehen. Ich kaufte 20 dicke Brummer da ich ja nicht wußte wieviel Verluste wir unterwegs einstecken müßen. Meinen selbstgefertigten Heringen aus SS304 konnten diese aber trotzdem nicht das Wasser reichen. Bei Repco besorgte ich mir noch einen Ölfilter da in Broome der 10000 Km Service fällig war und ich nicht hören wollte "we've got to wait for delivery".
Kathrin besorgte sich auch noch ein Moskitonetz beim Campingladen um die Ecke von Repco. Schon ging es wieder los. Am 440 Roadhouse WP02 tankten wir Gas & Diesel nach. Gull ist einer der wenigen Anbieter für Biodiesel aber leider soll dieser Sprit nicht so gut für japanische Dieselmotoren sein. So mußte ich wohl oder übel in den sauren Apfel beissen. Nach dem Tanken mußten wir uns überlegen wo wir schlafen wollten. Ich wußte eine "24 hr stopping" Stelle und da wollten wir heute Abend unsere Liegen aufstellen. Es wurde nach einiger Zeit schon dunkel und ich dachte mir wir wären vorbeigefahren. Schließlich fanden wir es aber kurz nach Einbruch der Dunkelheit doch noch WP03. Es war schon ein bißchen voll und wir kurvten erst mal ein paar Runden um den Platz um eine gute Stelle Zu finden. Unser Nachtlager war schnell aufgestellt und nach dem Abendessen gab es noch ein Gläßchen Wein. Wir stellten nur unsere Liegen mit dem Moskitonetz darüber auf. Mein Vater stand vor seiner Ruhestätte und meinte: "A so hon i no nia gschloffa".




2. Tag    11-09-2007

Letzte Nacht hatten wir fantastischen Sternenhimmel. Da ich ein paarmal von durchfahrenden LKWs geweckt wurde hatte ich immer wieder Gelegenheit diesen Anblick mit in die Träume zu nehmen. Es war auch noch relativ kalt nachts obwohl wir eigentlich Kalbarri schon hinter uns gelassen hatten. Eine Erfahrung die ich auch auf der Canning Stock Route schon gemacht hatte schien sich auf dieser Tour wieder zu bestätigen. Aus den Federn kriechen, frühstücken, Lager abbauen und alles verstauen scheint immer so an die 2 Stunden zu dauern. So eine Art von Camping Konstante. Lustig am Morgen war auch, daß wir einen Schuh suchen mußten. Pa hatte seine Sandalen ordentlich vorm Schlafengehen vor seine Matratze gestellt aber heute Morgen war nur noch Einer da. Nach einigem Suchen fanden wir diesen ca. 15 m weit entfernt im Gebüsch und wir konnten uns nicht erklären wie dieser alleine bis dorthin gelaufen war. Irgendein Vieh wird ihm schon geholfen haben ohne das wir es merkten. So gegen 12:00 erreichten wir Carnarvon. Vorher hatten wir noch einen kleinen Stop an einem Aussichtspunkt WP04 wo man seinen Blick weit ins Land schweifen lassen kann. In Carnarvon wollten wir mal versuchen eine kleine Tour zum Hochseefischen zu organisieren. Es gab auch einen Touroperator der was zu einem vernünftigen Preis ($130.- pro tag und Nase) aber wir konnten diesen nicht erreichen und so sind wir witergefahren da wir nicht wußten ob für den nächsten Tag noch was frei war und auf Verdacht warten war uns dann doch zu riskant.
In Onslow waren auch alle Trips für die nächsten Tage ausgebucht und so fuhren wir weiter nach Port Headland. Bei WP05 & 06 fuhren wir auch an 2 weiteren 24hr stopping areas vorbei. Ein Weilchen später sahen wir auch eine gute Felsformation WP07 die ein bißchen wie die devils marbles aussahen. Jedenfalls war das mein Eindruck nachträglich den wir sollten ja erst in ein paar Wochen da vorbeikommen. Ein paar Km weiter standen aufeinmal ein paar Rinder auf dem Highway und wir wurden wieder einmal daran erinnert, daß man hier auf den Straßen trotz der Leere furchtbar aufpassen. Kurz vor Sonnenuntergang kahmen wir am Nanutharra Roadhouse an und sicherten uns einen Platz für die Nacht. Es nannte sich Caravan Park und kostete uns $10.- pro Nacht und Mann und Nase. Wenigstens gab es Grasflecken und wir brauchten keinen Staub zu schlucken. Kathrin fand noch ein paar deutsche Touristen zu einem Plausch und ich spielte mit meinem alten Herrn noch eine Runde Karten.




3. Tag    12-09-2007

Heute morgen starteten wir vom Nnutharra RoadhouseWP08. Die Nacht war warm und wir hatten das Zelt nicht aufgestellt. Es war auch ziemlich laut da wir nur ca. 200 m vom Highway entfernt waren und die Tankstelle hat 24 Stunden offen. Der nächste Ort war Karratha aber fuhren daran vorbei da wir es heute noch bis Port Headland schaffen wollten. Mittagessen war im berühmten Pub von Whim Creek WP12
Berühmt aufgrund seiner einsamen Lage aber vor allem weil es schon so oft wiederaufgebaut werden mußte. Irgendwie steht es immer einem Wirbelstürm im Weg und dann kracht es eben öfter als an anderen Orten. Das "counter lunch" war gut und zu einem vernünftigen Preis. Eigentlich überraschend den bei der einsamen Lage erwartet man etwas mehr hinlegen zu müßen. Zwei Std. später waren wir dann in Port Headland und standen vor den Toren des RFDS. Leider waren diese im Begriff Ihre Türen zu schließen und wir mußten unseren Besuch auf den nächsten Tag verschieben. Port Headland war nur Durchgangsstation auf dem Weg nach Norden. Hochseefischen war auch nicht verfügbar und so steuerten wir den nächsten CP an. Black Rock Caravan Park WP14 war unsere Wahl. Nicht unbedingt ein Paradies den Schatten gab es keinen, kein Gras und dauernd kahmen Autos um die Kurve und Haarscharf an unserem Lager vorbei aber wir hatten schon aufgestellt und es war zuspät. Aber es war ja nur für eine Nacht. Auf dem Weg nach PH kahmen wir auch am BHP "hot bricket iron plant" vorbei. Das ist mit Sicherheit Australiens teuerste Fehlinvetition da BHP hier 2 x 109 Dollar in den Sand gesetzt hat. Diese Summe muß man sich erst mal vorstellen.




4. Tag    13-09-2007

Letzte Nacht hat es zwar nicht geregnet aber unsere Klamotten waren naß da es so getaut hat als hätte uns ein Rasensprinkler aus Versehen erwischt. So drastisch habe ich es noch nie erlebt. Wir ließen es mit Frühstück und packen langsam angehen da wir der Sonne Zeit geben wollten unsere Klamotten zu trocknen. Im Black Rock CP wohnen viele Arbeiter die sonst keine Unterkunft gefunden haben und entsprechend laut und geschäftig ging es dann zu. Nachdem wir losfuhren steuerten wir gleich die Royal Flying Doctors an WP15 Früh am Morgen war es uns auch ermöglicht worden einer der Lehrerinnen der "School of the air" über die Schulter zu schauen und es war schon faszinierend sich vorzustellen, daß einige der Schüler bis zu 1000 Km entfernt am Computer saßen. Mittlerweile wird der Schulbetrieb nicht mehr über Funk sondern Internet abgewickelt. Gegen 10:00 ging dann der ernste Teil des Schulbetriebs los und wir mußten das Feld räumen.
Wir tankten hinterher noch bei Coles Express unseren Landcruiser voll und ab ging es in Richtung 80 Mile Beach. Wenn man Perth verläßt ist es am besten man hat Supermarktrechnungen von Coles dabei um seine 4 Cents pro Liter Discount zu bekommen. Woolworth Tankstellen sind auf freier Landschaft rar und dies war 4 Wochen später im Northern Territory noch genauso der Fall. Unterwegs hielten wir mal um Wildblumen zu bewundern. Wer war schon da? Deutsche Nachbarn vom Caravan Park in Port Headland. Am 80 Mile Beach WP16 liefen Sie uns dann wieder über den Weg. Angekommen am 80 Mile Beach CP suchten wir uns einen schönen Platz und stellten erst mal das Camp auf. Kosten waren $35.20 pro Nacht für 3 Personen. Es gab ein spätes Mittagessen und dann war erst mal Beine auf den Tisch legen angesagt. Wir freuten uns schon auf den vielgerühmten Sonnenuntergang am 80 Mile Beach. Sonnenuntergänge habe ich ja nun schon massenweise über mich ergehen lassen aber da keiner wie der andere ist faszinieren sie mich immer wieder. Mein Pa hat den Strand nach Muscheln abgesucht und ist auch sehr fündig geworden. Das Schauspiel hat auch nicht enttäuscht und es sprangen auch ein paar gute Photos dabei raus. Eigentlich wollten wir heute noch um Mitternacht fischen gehen da dies laut Ebbe&Flut Bericht die beste Zeit wäre aber der Besuch der schon vorher erwähnten deutschen Nachbarn ließ uns dies auf "vielleicht ein andernmal" verschieben. We'll be back




5. Tag    14-09-2007
Heute war unser Bummeltag am strand. Es ist soooo gut wenn man nicht mit den ersten Sonnenstrahlen aus den Federn kriechen muß um mit Frühstück machen und packen loszulegen weil man ja frühzeitig wieder rollen will. Nach einem späten Frühstück legten wir unsere Angelausrüstung zurecht da wir zur Mittagszeit an den Strand zum Fischen gehen wollten. Die besten Plätze waren schon besetzt und wir mußten ein gutes Stück laufen um noch einen freien Platz zu finden. Man sollte schon einen Mindestabstand von vielleicht 20m zu seinem Nachbarn halten da sonst die Gefahr besteht, daß man sich mit der Angelschnur immer ins Gehege kommt und das ist unhöflich.
Gefangen haben wir so gut wie nichts und den einzigen Fisch den wir ergattern konnten mußten wir wieder auch noch wegschmeißen da er giftige Stacheln hatte. Als Köder hätten wir Pilchards und nicht Shrimps & Octopus nehmen sollen. Wenn's einem hinterher gesagt wird nützt es nix mehr. Wir sind aber auch nicht leer ausgegangen und Spaß hat es gemacht. Auf dem Weg zurück zum Camp kahmen wir dann noch an einem Angler vorbei der einen ziemlich verbissenen Kampf mit seinem Fang ausfocht. Es hatte sich auch eine große Schar an Schaulustigen eingefunden den jeder war natürlich neugierig was er so an Land zog. Der Angler zog den Fisch näher und rollte die Leine beim vorwärtsgehen auf. So ging das mindestens noch 15 min bis dann ein lautes Ahhh durch die Menge ging da die Schnur gerissen war und so wußte keiner was den nun angebißen hatte. Wahrscheinlich ein Hai den es sah so aus als wäre es ein großer Brocken gewesen. Den Nachmittag verbrachten wir mit Weinprobe und rumgammeln. Dazu ist 80 Mile Beach wunderbar geeignet. Bei voller Kapazität wären die Duschen und Toiletten etwas überstrapaziert. Die Plätze sind schattig und der Park ist empfehlenswert. Morgen früh geht's weiter





6. Tag    15-09-2007
Heute Morgen verließen wir 80 Mile Beach und machten uns auf den Weg nach Port Smith WP20. Bis zur Abzweigung nach PS WP18 waren es ca. 200 Km. Die 23 Km vom Hwy bis PS waren ziemlich rauh und sandig und ich mußte manchmal 4WD zuschalten. Wer gute Anlagen und gepflegte Campingbuchten gerne sieht ist hier nicht am besten aufgehoben. Eher was für den rustikalen Camper. Mit 80 Mile Beach nicht zu vergleichen. Meine beiden Passagiere wollten nicht bleiben und so war ich überstimmt. Wir sahen uns aber doch etwas um und wer hier fischen will der sollte es eher vom Boot aus machen den Strandfischen ist nicht viel bis garnix. Es gab aber einen kleinen Badestrand WP19 eingezwängt zwischen den Mangrovenwäldern. Weiter ging es nach Barne Hill Station WP21 . Es sind nur 9 Km vom Hwy bis dahin und so haben wir eben unser Glück versucht. Barne Hill Station war eigentlich so nach meinem Geschmack. Einfache Anlage aber rauhe und wilde Schönheit. Der Strand war nicht weit weg und Grasplätze gab es auch. Da es aber nicht mehr weit nach Broome war wollten meine Frau und Pa keinen Zwischenstop einlegen. Barne Hill Station ist aber gut und gerne ein paar Tage wert wer die Zeit hat. Zurück auf dem Hwy und auf dem Weg nach Broome fing der Landcruiser plötzlich an zu spucken und blieb stehen. Eigentlich sah es so aus als wenn der Haupttank leer wäre konnte dies aber nicht so recht glauben den der Sprit hätte leicht bis Broome reichen sollen. Ich pumpte also erst mal ein paar Liter vom Reservetank in den Haupttank und siehe da er lief wieder. Also hatten wir in Port headland bei Coles Express schlechten Sprit getankt. In Broome angekommen verpaßten wir gerade um ein paar Minuten die Öffnungszeiten des Tourist Office. Es ist nämlich kürzlich erst verlegt worden. Jetzt liegt es gleich neben dem Parkplatz vom Coles Shopping Center am Ortseingang. Broome hat sich seit meinem letzten Besuch vor ein paar Jahren doch etwas verändert. Wir haben uns dann den Cable Beach Caravan Park ausgesucht WP23 . Dieser liegt in 2ter Reihe, wie der Name schon sagt, am Cable Beach.





7. Tag    16-09-2007

Heute war unser erster Tag in Broome (gestern zählte ja nicht). Nach dem Frühstück sind wir erst mal in Richtung Stadt da am Wochenende immer eine Wochenendmarkt abgehalten wird. Ich hoffte, daß vielleicht wieder Desert Child ein paar Töne zum besten geben würde aber Fehlanzeige. Dieses Gitarrenduo hat in der Zwischenzeit mindestens 3 CDs auf den Markt gebracht und sind australienweit bekannt. Die Jungs spielen gut und Qualität setzt sich immer durch.
Wie wir so durch den Markt streunten kahmen wir auch an einem Stand vorbei der handgemachte Seifen und Mangoprodukte verkaufte. Der Verkäufer schaute mich verdutzt an und meinte: "dich kenne ich doch von irgendwo her". Sein Gesicht machte auch auf mich einen vertrauten Eindruck und es stellte sich heraus, daß er ein ehemaliger Ranger der Water Corporation war und wir uns von meinen Besuchen am Churchman Dam kannten. Ihn hat ein Tapetenwechsel nach Broome verschlagen und ich bin immer noch bei der WC. Wir haben uns ein bißchen über alte Zeiten unterhalten und ich habe auch noch einen Six-Pack bei Ihm gekauft. Seife wohlgemerkt. Wir sind dann zum Tourist Office weitergezogen um uns mal ein bißchen zu informieren was wir in Broome so alles anfangen können. Wir haben uns dann zu einem Besuch der Willi Creek Pearl Farm WP29 entschieden. Haben auch gleich als Selbstfahrer die Tickets gekauft. Hinterher ging es zum deep sea port um sich ein bißchen frische Seeluft um die Ohren blasen zu lassen. Man kann auch seine Angel mitnehmen und ein paar Shrimps zum Schwimmen schicken. Der Aussicht wegen immer einen Besuch wert. Von hier aus ging es zum Town Beach WP24 . Der liegt gleich neben dem Roebuck Bay Caravan Park an der Roebuck Bucht. Wer hier einen guten Platz ergattert kann vom Zelt direkt ins Meer springen. Die schattigen Bäume am Strand sind schon mal von unseren eingeborenen Mitbürgern besetzt die sich erst vollaufen lassen um dann ohne die Stellung zu ändern gleich den Rausch auszuschlafen. Man muß es mal gesehen haben. Gehört zu Broome dazu. Belästigt worden sind wir nicht scheinen im Grunde genohmen friedfertige Mitbürger gewesen zu sein.
Nachmittags ging es dann zu einem "must see" in Broome. Die Krokodilfarm WP25 vom "Würmerfresser" Malcolm Douglas. Leider war er selbst nicht da. Er hat kurz vor Broome einen neuen Wildlife Park aufgebaut und ich denke das Gelände am Cable Beach wird bald nicht mehr von Krokodilen sondern von noch mehr Touristen bevölkert. Die Entwicklung war aber abzusehen den so ein schönes großes Areal direkt am Strand schreit nach besserer Vermarktung als ein paar müde Krokodile vor sich hindümpeln zu lassen. Bei unserem Besuch litten die armen Tiere etwas an Übermüdung aber vielleicht ist es auch gut so und man muß es mal gesehen haben. Nach der Führung ging es erst mal zurück zum Zelt. Kleine Erholung nötig vom Stress des Urlaub machens. Am späten Nachmittag fuhren wir dann noch zum Point Gantheaume WP26 um mit etwas Glück die Fußstapfen von Dinosauriern zu finden. Wo diese zu finden sind weis ich zwar aber man braucht einen besonders guten Stand von Ebbe und Flut. Leider war es nicht unser Tag und wir konnten nur die in Beton gegossene Replica begutachten. Staircase to the Moon gab es auch nicht. Ein Grund mehr nochmal zu kommen. Der Sonnenuntergang ist aber vom Feinsten und die Aussicht und Umgebung immer schön.




8. Tag    17-09-2007

Heute Morgen hieß es früh aufstehen denn ich mußte am Landcruiser den 10000 Km Service durchführen lassen. Am Vortag hatte ich schon eine 4WD Werkstatt gesehen und so wollte ich mein Glück heute morgen versuchen da ich keinen Termin hatte. Pünktlich zur Öffnungszeit stand ich vor der Tür. Erst wollten die mich vertrösten aber ein altes Verkäufersprichwort sagt: "persistence beats resistance". Die Frage ob sie den noch einen anderen Laden wüßten der es den gleich bewerkstelligen könnte war bestimmt auch hilfreich den irgendwie konnten sie meine Karre dann doch noch reinquetschen. Rechtzeitig zu einem späten Frühstück war ich dann zurück am Caravan Park. Heute stand auch unser Helicopterflug Rundflug über Broome auf dem Program. Aber erstmal ging es zum Town Jetty. Hier haben früher mal die Perlentaucherboote angelegt. Gleich daneben unter einem Baum haben es sich ein paar Stammesbrüder bequem gemacht. Ist nicht weit vom shopping center entfernt und so kann man schnell Nachschub im bottle shop besorgen. Ein paar Meter weiter an der gleichen Straße kann man auch ein altes Perlentaucherboot besichtigen. Mal so auf einem Stück Geschichte rumlaufen. Die Touristenshops sind auch gleich um die Ecke. Damit wir nicht mit leeren Händen abziehen mußten haben wir uns ein paar Postkarten zugelegt. Im Center gab es auch noch einen shop der schöne Gemälde verkaufte. Da wir das Naturschauspiel "staircase to the moon" nicht erleben konnten machte ich ein Photo von einem Gemälde.
Gleich kahm der Besitzer der Galerie rausgeschoßen und meinte photographieren sei verboten. Gute Werbung für Broome. So gegen 12:45 machten wir uns auf den Weg zum Flughafen WP27 den angeblich sollten wir 1 Stunde vor Abflug da sein. Stimmte aber nicht. Weil wir aber nun schon mal da waren und der Flug ohnehin nur von mir und meinem Pa besetzt war hat uns Broome Helicopter Service gleich drangenommen. Wir wurden Kate, unserer Pilotin, vorgestellt und nach ein paar Sicherheitsbelehrungen ging es zum Helipad. Wir flogen mit offenen Türen damit wir eine bessere Sicht hatten. Eigentlich war ich überrascht, daß es bei der in Australien ausufernden Seuche von Sicherheitsvorkehrungen überhaupt erlaubt war seinen Kopf rauszurecken. Wir hoben ab und flogen Richtung Cable Beach. Dann über dem Meer nach Point Gantheaume und an der Küste entlang zurück zum Helipad. Obwohl der Flug nur 10 min dauerte hatte man das Gefühl eine 1/2 Ewigkeit unterwegs gewesen zu sein. Für meinen Vater war es das erstemal im Chopper und am liebsten wäre er gleich nochmal losgeflogen. Ich war vor 20 Jahren schon mal mit einem alten Sigorsky von Freo nach Rottnest Island geflogen.
Heute Abend wollten wir uns den Sonnenuntergang mit Kamelkarawanen am Cable Beach genehmigen.
So eine stunde vorher brachte ich den Landcruiser am cable Beach in Stellung WP28. Leider bin ich steckengeblieben und auf 4WD umgestellt lief es auch nicht besser. Meine Frau mußte mich dann darauf hinweisen, daß ich ja auch die Radnaben umstellen muß. Da schlagen die 5 Jahrzehnte schon durch. Es waren jede Menge Autos, 3 Kamelzüge und Surfer am Strand. Nicht jedes Tier war besetzt aber ich glaube nicht das die Wüstentaxis was dagegen hatten.
Zurück am Camp beklagte sich mein Vater über geschwollene Beine. Da haben wir gerätselt woran das liegen könnte. Wir sind dann darauf gekommen, daß er wahrscheinlich nicht auf meinen Ratschlag gehört hat. Der war nämlich: Trinke viel Wasser auch wenn du nicht durstig bist. Er dachte 1 Liter würde schon reichen. Abends gab es noch "Carry on camping" in deutsch, da hatte die ganze Familie was davon.






9. Tag    18-09-2007

Heute morgen ging es zur Willie Creek Perlenfarm. Schließlich ist Broome weltbekannt für seine Zuchtperlen. Teil der Tour war auch eine Bootsfahrt auf der einem die Grundkenntnisse der Perlenzucht vermittelt wurden. Whärend der Fahrt sahen wir auch einige der gestrandeten Boote von illegalen Fischern aus Indonesien am Strand verrotten. Wir sahen auch ein Krokodil und seltsamerweise achtete hinterher jeder darauf, daß die Hand nicht über dem Bootsrand baumelte. Zurück am Hauptgebäude gab es frischen Damper in allen Variationen. Nachdem alles vorbei war wollten wir am Pier noch unsere Angeln ausprobieren. Leider mußten wir ziemlich schnell das Handtuch schmeißen da sich die Haken immer wieder im Gestein verhakten und so macht angeln keinen Spaß. Wir verließen die Willie Creek Farm und fuhren etwas weiter rauf die Willie Creek Road. Wir fuhren auf's Geratewohl bei der 2ten Querstraße links rein weil wir hofften einen guten Weg zum Strand zu finden. Nach ein paar Biegungen und Kreuzungen kahmen wir zu einem bush camping areal. Wir sahen 2 Jungs ein Dinghy ins Wasser lassen und ich fragte die Beiden ein bißchen aus besonders was Krokodile betraf. Wenn man logisch überlegt kommt man auf die Antwort von selbst. Man muß in dieser Gegend am wasser immer mit den Biestern rechnen. Da dieser Platz an einer ruhigen Bucht und nahe an den Mangrovenwäldern lag zogen wir es vor hier nicht zu fischen. Er sagte uns aber noch wo wir einen schönen Strand am Meer zum Fischen finden würden und da sollte es auch wesentlich übersichtlicher sein.
Wir folgten seinen Anweisungen und kahmen zu einem Gebiet wo es ziemlich steinig war und die letzten paar Meter zum Strand waren ziemlich schwierig. Aber angekommen WP30 hatten wir einen herrlichen Strand für uns alleine. Wir luden unsere Angeln, Köder und Hüte aus und schon ging es los. Von Crocs weit und breit keine Spur und ein Hinterhalt war auch so gut wie unmöglich. Hier hatten wir schon etwas mehr Glück mit der Fischerei da uns die Viecher wenigstens immer den Köder wegfrassen. Mit dem Beißen sah es aber auch hier mager aus. Im Laufe von 2 Std. hatte aber jeder von uns wenigstens einen kleinen Fisch für die Bratpfanne erwischt. So langsam dachten wir aber schon an's Zurückfahren da es ja auch bald dunkel werden würde. Aufeinmal spürte ich einen gewaltigen Ruck an der Leine und die Schnur begann sich abzuspulen. Da hatte schon etwas größeres angebissen. Hoffentlich kein Hai den ich benutzte kein Vorfach. So nach 10 - 15 min konnte ich dann eine Schwanzfloße blitzen sehen. Da ich keine starke Schnur aufgerollt hatte mußte ich vorsichtig agieren sonst wäre es mir so ergangen wie dem armen Teufel am 80 Mile Beach. Ich hatte den Fisch schon fast aus dem Wasser aber die zurückrollende Brandung zog so hart am Fisch, daß die Leine riß. Der nächste Schwapper und er wäre mir weg gewesen. Da mein Vater wesentlich näher an meinem Fang war schrie ich ihm zu: "Pa schnapp in dir". Ich hatte meinen Senior noch nie so schnell springen sehen und schon hatte er den Fisch fest im Griff und naße Klamotten da die Welle zurückkahm. Jetzt gab es kein entkommen mehr für unser Abendessen.
Das war unsere letzte Aktion am Strand denn es bestand Handlungsbedarf da die Sonne gleich unterging. Pa hat aber am Strand den Fisch noch schnell ausgenommen und am Camp wollten wir dann ein paar Fillets daraus machen. Zurück am Caravan Park wollten wir aber erst mal wissen was wir überhaupt gefangen hatten. Einige Camper holten sogar ziemlich gute Fischbücher aus den Caravans und die Mehrheit entschied sich dann das es ein Golden Trevally war. Abends ging es dann ans fillettieren. Erst mal die neuen Fischmesser schleifen. Der Fisch war gut zu uns den wir konnten genug Stücke rausschneiden, daß es für 2 Abendessen reichte. Die Fischabfälle mußte man in einen besonderen Container entsorgen und auf dem Weg dahin sah ich einen großen großen Tourbus den ich schon immer mal in Natura sehen wollte. Schon mal deswegen weil deren Firmensitz in Tittling/Niederbayern liegt und damit gerade mal 10 Km entfernt von dem Ort wo ich meine Jugend verbracht hatte. Es war ein Rotel Bus vom Höldl. Ich unterhielt mich kurz mit dem Fahrer aber der arme Teufel mußte noch für 30 Leute kochen und hatte eigentlich keine Zeit für mich. Nächsten Morgen mußte er schon wieder um 4:00 aus den Federn und so habe ich es kurz gemacht. Ich kahm nach dem Abendessen nochmal zurück um ein paar Bilder zu machen und vielleicht mit den Gästen ein bißchen ins Gespräch zu kommen. Das Roteluniversum scheint aber Aussenstehenden nicht zugänglich zu sein und so zog ich Leine und den Fahrer nochmal belästigen wäre unfair gewesen.




10. Tag    19-09-2007

Heute morgen vor Sonnenaufgang machte ich noch ein paar Tonaufnahmen. Seit Tagen hörten wir immer morgens einen Vogel der uns mit seinem schönen Gesang weckte.
Eigentlich sollte heute noch ein Faulenzertag vor unserer morgigen Weiterfahrt eingelegt werden. Die geschwollenen Beine meines Vaters machten aber erstmal einen Arztbesuch notwendig. Wir bekahmen auch gleich einen Termin und einen indischen Arzt mit gutem Humor. Ich war ja zum Übersetzen dabei und wie wir so reinkahmen und uns hinsetzten packte der Arzt meinen Pa am Hemd und sagte: "Dein Hemd gefällt mir. Gib mir dein Hemd und ich gebe dir mein schäbiges Hemd zum Tausch". Da haben wir erst mal richtig gelacht und ich dachte mir wenn der mal an den Falschen gerät hat er Probleme.
Ich fand's erheiternd und eine lustige Einlage in unserer sonst so überstandardisierten Welt in der anscheinend selbst zwischenmenschliche Beziehungen nach "worlds best practice" Standard ablaufen sollten. Der Arzt ließ erst mal Blut abzapfen welches dann in Perth analysiert werden mußte. Also ein paar Wartetage einlegen. Dazu folgender Ratschlag. Wer in BRD zum Arzt geht um sich gesundheitlich nochmal für fit erklären zu lassen (aus welchen Gründen auch immer) sollte alle Untersuchungsergebnisse schriftlich bei sich haben. Es genügt nicht dem australischen Arzt zu sagen der Hausarzt in Deutschland hat alles für gut befunden. Aus Gründen der Sorgfaltspflicht, und mehr noch der Haftungspflicht, muß er sich ein eigenes Bild verschaffen. Dies kann er nur wenn er entweder eigene Untersuchungen anordnet oder sich auf schriftliches aus qualifizierter Quelle berufen kann. Sprachlich wäre dies kein Problem den medizinische Fachbegriffe sind so gut wie international. Mathematische Formeln und physikalische Größen ändern sich ja auch nicht von Land zu Land. Zurück am Camp versuchte ich beim Caravanpark noch einen Discount rauszuschlagen da wir ja jetzt länger als eine Woche bleiben. Gibt es aber erst ab Oktober. Tough luck. Wir gingen nachmittags erst mal zum Schwimmen an den Strand und abends wurde der Rest des Angelerfolgs verzehrfertig gemacht.




11. Tag    20-09-2007

Eigentlich gibt es in Broome jede Menge zu tun aber meine beiden Mitfahrer wollten nicht dauernd rumhetzen und so entschloßen wir uns das wir uns heute ein bißchen hängen und treiben lassen. Zum Frühstück gab es ein bißchen Aufregung da ein junger Vogel aus dem Nest gefallen war und da er noch nicht flügge war wollten ein paar Camper ihn wieder ins Nest legen. Da hatten aber die Vogeleltern mächtig was dagegen und flogen gezielt Angriffe auf die Hilfsbereiten. Wir mußten heute noch unsere leeren Gasflaschen auffüllen und Biernachschub besorgen.
Auf dem Weg dahin haben wir uns auch noch den japanischen Friedhof angesehen. Eine sehr gepflegte Anlage. Gleich daneben ist der chinesische Friedhof. Was für ein Unterschied. Anscheinend fühlt sich niemand zuständig für die Pflege und dementsprechend sieht es aus. Heute wollten wir uns auch mal ein deutsches Bier gönnen aber alles was wir ausser den üblichen australischen Sorten finden konnten war Guiness. Mein alter Herr ist ja von den Ergebnissen der australischen Braukunst überhaupt nicht begeistert. Das Guiness sagte Ihm schon eher zu aber trotzdem nichts für Daueranwendung. Nachmittags entspannten wir uns am Park eigenen Swimming Pool und da kahm Freude auf da dieser sehr schön angelegt war und durch den vielen Schatten war das Wasser auch angenehm kühl. Wie es auf so Fahrten nun mal zugeht trifft man viele Deutsche. So auch in Broome und nicht weit von uns entfernt campte ein Ehepaar aus Erfurt welche wir auch zu einem abendlichen Besuch bei uns eingeladen hatten. Wir sollten Uwe und Birgit auch auf unserer weiteren Reise noch einige Male treffen.




12. Tag    21-09-2007

Heute sollte eigentlich unser letzter voller Tag in Broome sein. Morgens verabschiedeten wir noch unsere Erfurter den die Beiden fuhren heute mit einer Reisegruppe die Gibb River Road. Es war auch noch der abschließende Arztbesuch zu erledigen und für morgen früh die Weiterfahrt geplant da wir eigentlich keinen schlechten Befund erwarteten. So war es auch und der Arzt erklärte uns noch es wäre in diesen Breitengraden sehr weit verbreitet, daß es Probleme mit geschwollen Beinen gibt. Viel trinken, Wasser wenn möglich, war der Ratschlag. Auf dem Rückweg besuchten wir noch "Buddha's Sanctuary" weil es auf dem Weg zurück zum CP lag. Eigentlich ein schöner Ort der Besinnung und Einkehr der zum Verweilen einlud. In guter touristischer Manier waren wir in 15 Min wieder auf dem Weitermarsch. Da noch Zeit war haben wir uns am Caravan Park Kiosk noch eine Stunde wireless Internetzugang besorgt und haben am Zelt unsere email Postfächer entrümpelt.






13. Tag    22-09-2007

Heute Morgen verließen wir gegen 8:30 Broome und fuhren in Richtung Windjana Gorge. Kurz vor Derby machten wir erst mal am Gefängnissbaum WP32 (Boab prison tree) Halt. Dies ist ein riesiger alter Knorz von Boab Baum der innen hohl ist und angeblich früher dazu benutzt wurde um schwarze Häftlinge über Nacht in Gewahrsam zu nehmen. Der ständige Besucherstrom scheint dem armen Baum aber schon sehr zugesetzt zu haben, denn man hatte jetzt einen Zaun drum rum gebaut. Ganz in der Nähe ist auch noch eine restaurierte Viehtränke mit einem Southern Cross Windrad zur Wasserhebung aufgestellt.
Hinter dem Boab Baum steht auch noch ein gigantischer Termitenhügel. Gut um ein Photo zu machen damit man das Größenverhältniß beurteilen kann. Von hier aus ging es nach Derby denn es war schon fast Mittag und volltanken wollte ich auch nochmal. Beim Tourist Centre WP34 besorgten wir uns eine neue Gibb River Rd Karte. Nicht das ich keine gehabt hätte aber ich sammle Landkarten und kann einer neuen Variation schlecht widerstehen. Es gab auch noch eine Art Wochenendmarkt und es waren verschiedene Essensstände aufgebaut. Wenn schon mal sowas geboten wird dann heißt es zuschlagen. Nachmittags ging es dann weiter zur Windjana Gorge. Erst ging es ja rasch voran da es Teerstraße war aber nach ca. 70 Km ging es in Dreckstraße über aber man konnte immer noch zügig fahren. Schlimm wurde es erst auf der Zugangsstraße zur Windjana Gorge nachdem wir rechts abgebogen WP35 waren. Das Gerüttele erinnerte mich an die Canning Stock Route. Genauso schlim nur nicht so lang. Wir kahmen gerade noch rechtzeitig an um noch einen Spaziergang bei Tageslicht einzulegen. Erst sah es so aus als wäre die ganze Schlucht trockengelegt worden aber wenn man etwas weiter reinmarschiert kommt man noch zu den Tümpeln. Fließendes Gewässer ist es aber nicht mehr. Wir konnten dann auch unsere ersten Krokodile sehen die bewegungslos im Wasser schwebten und sich mit den letzten Sonnenstrahlen noch den Rücken wärmen ließen. Wir marschierten noch etwas weiter aber wir wurden dann von einer Art "march flies" gestoche. Es war aber gerade mal Ende September. Später erzählte mir jemand, daß es diese Biester hier auch gibt mit um 6 Monaten verschobenen Stechzeiten. Da liefen wir genau zur richtigen Zeit ins offene Messer. Bei unserer Rückkehr zum Camp sahen wir das eine große Reisetruppe Ihre Zelte aufgestellt hatte. Vom allerfeinsten mit Duschanlagen, Restaurantzelt und einer extra Kantine. Sogar Dixie Klo's waren aufgestellt. Von der Support Crew erfuhren wir das es sich um die Teilnehmer der Audi Australia Challenge handelte. Daher die vielen Audi Zeichen und Hinweise. Schleichwerbung mit Allradantrieb. Wir stellten wieder mal nur unsere Betten mit Mozzie Netz auf und so ging alles schnell. Heute Abend machten wir unser erstes Damper und mein Pa war überrascht wie einfach es ging und wie gut es doch schmeckte. Die Holzkohle die ich vor Jahren bei meinen ersten Versuchen produzierte hat er ja nicht mitgekriegt und so sah alles "easy" aus. Das Camp hat alles was man braucht wie Duschen (nur nicht so fein wie bei Audi), Wasser, Mülltonen, Toiletten und einen Ranger der einem die Campinggebühren abnimmt.




14. Tag    23-09-2007

Da wir letzte Nacht im Freien nur auf den Liegen geschlafen hatten dachten wir es wird ein schneller Abflug heute Morgen. So gegen 7:30 waren wir schon reisefertig. Einsteigen, Auto starten - geht nicht. Heute Morgen ist unser Reisegefährt nicht angesprungen. Vielleicht hatte ich den Engel zulange auf der Autobatterie laufen lassen. Ich hätte jetzt natürlich eine von den beiden deep cycle Batterien nehmen und einbauen können aber das wäre viel Arbeit gewesen. Ich fragte erst mal ein paar 4WDer ob Sie nicht ein paar anständige Starterkabel dabei hätten (dumm wenn man selber nicht vorsorgt). Nix war los. Dann bin ich zum Ranger gelaufen und fragte Ihn ob er mir aus der Patsche helfen könnte. Der Herr mit dunkler Farbe hatte noch seine halbe Sippe zu Besuch auf der Veranda liegen und meinte er wäre in einer 1/2 Stunde soweit. Na gut warten wir eben und schlürfen ein Bier zum Frühstück. So gegen 9:00 gab ich dann die Hoffnung auf. Wir versuchten dann das Auto anzuschieben.
Wir mußten aber erst den Anhänger abhängen und den Cruiser soweit wie möglich an ein Ende des camp grounds zu bugsieren. Als wir dann anfingen zu schieben kahmen noch ein paar Leute zum mithelfen dazu und siehe da gerade vorm Baum sprang die Karre mit Ach und Krach an. Jetzt hatten wir erst mal wieder 20 Km Waschbrettstraße vor uns. Ein Audi mit Nürnberger Kennzeichen überholte uns und wir waren ganz überrascht da wir gestern keine Autos mit deutschen Kennzeichen gesehen hatten. Nachdem wir wieder auf der Gibb River Rd waren sahen wir nach ein paar Km auf der linken seite einen "Travellers Rest & Stop" WP37 ein paar hundert Meter von der Straße entfernt an einem Fluß. Das war so eine Art Einsiedler der es sich hier gemütlich gemacht hatte und Eiskrem und gekühlte Getränke verkaufte. Von seinem kleinen Shop (Verhau wäre vielleicht genauer aber es gab dem ganzen seinen besonderen Character) konnte man auch Krokodile, Vögel und Fische drunten im nahen Fluß beobachten. Sein Anwesen lag etwas erhöht und so war es ein Klasse Aussichtspunkt. Weiter ging es zur Lennard River Gorge. Nach kurzer Fahrt stoppten wir da uns ein Schild auf den "Queen Victoria Rock" aufmerksam machte. In der Ferne war tatsächlich ein Felsen zu sehen der wie das Profil der altehrwürdigen Königin Victoria aussah. Von weitem noch nicht so gut erkennbar aber bei richtiger Entfernung erstaunlich anzusehen. Wie wir uns umblickten kahm uns ein Fahrradfahrer entgegen. Wo dem seine Support Crew sich wohl rumtreibt?
Am Parkplatz WP40 der Lennard River Gorge traffen wir wieder ein paar Deutsche die wir schon bei der Windjana Gorge rumlaufen sahen. Die erzählten uns dann es wären ca. 2 Km zur Schlucht zu laufen und es wäre sehr sehenswert. Also folgten wir dem Rat und marschierten los. Es war auch brütend heiß. So besonders fand ich die Schlucht dann doch nicht aber wenn genügend Wasser drin ist sieht das vielleicht anders aus. Es war aber kein Totalverlust und der anstrengende Spaziergang hat bestimmt auch nicht geschadet. Auf dem weiteren Weg zur Bell Creek Gorge gab es noch einige ausgewiesene Photostops von denen wir jedesmal gebrauch machten. Die Seitenstraße die zur Bell Creek Gorge führte war fast genauso schlecht wie die Windjana Gorge Zugangsstraße. Aber es gab am Hauptcamp WP42 eine Satelliten-Telefonzelle. Eine wunderbare Gelegenheit meinem Bruder zum heutigen Geburtstag zu gratulieren. Mit dem Anruf wird er wohl nicht rechnen. Die richtige Gelegenheit das Ding zu testen. Es funktionierte auch gut und war nicht so zickig wie das Scheißding bei Well 33 auf der CSR. Vom Campground bis zur Schlucht sind es nochmal ca. einige Km und da es auch da camps gab wollten wir erst mal vergleichen. Am Parkplatz WP43 angekommen sahen wir erst mal einen Mann auf seinen Landcruiser zustolpern da er vergessen hatte das Licht auszuschalten. Er fragte uns auch ob wir ein Bild von Ihm und seiner Frau auf der Motorhaube sitzend machen könnten. Es war heute auf den Tag genau 40 Jahre her das Sie sich trafen und damals saßen Sie auf der Motorhaube eines Landrovers. Die Schlucht ist herrlich aber morgen kommen wir zurück und lassen uns mehr Zeit. Hier kreuzten auch die Erfurter wieder unsere Pfade den die machten mit IOhrer Reisegruppe hier Zwischenstation. Es regnete ein wenig und ein herrlicher Regenbogen war die Folge. Wir entschieden uns am Hauptcamp zu nächtigen und so machten wir uns auf den Weg den das Zelt mußte noch aufgestellt werden.




15. Tag    24-09-2007

Heute morgen bauten wir das Camp ab und dann war Bell Creek Gorge angesagt. Die Aussicht war Spitze und der Abstieg zum Pool nur ein kleines bißchen anstrengend für ältere Herren wie mich und meinen Pa. Das Wasser war ziemlich warm und wir genoßen das kühle Bad. Eigentlich ein Widerspruch aber wir sollten dies noch einige Male feststellen. Wir machten auch noch ein paar Bilder den es gab doch ein paar schöne Blickwinkel. Man mußte nur die eine oder andere Kraxelei hinlegen. Gerade wie wir uns wieder auf den Weg zum Auto machten kahmen uns die 2 von gestern entgegen und bei dem schönen Wasserfall mußte ich nochmal den Photograph spielen. Zurück am Auto gabe es schnell einen Brocken für die Zahnlücke und dann machten wir uns auf den Weg zur Mt. Barnett Station. Auf dem Weg fuhren wir auch an Galvans Gorge vorbei aber es war ja von unserem heutigen Camp nur ein paar Km entfernt und so entschieden wir uns morgen hierherzukommen.
Mt. Barnett Roadhouse gab nicht viel her aber hier draußen muß man eben andere Maßstäbe setzen. Am Camp WP47 gab es auch keinen Strom und so mußte ich mir was einfallen lassen wie ich meine Batterien für den Engel aufladen kann. Wir bezahlten unsere Campinggebühren und fuhren zum Camp da dieses ein paar Km entfernt von der GRR war. Diesmal stellten wir das Zelt nicht auf sondern nur das Moskitonetz. Es gab ein paar riesige Boab Bäume aber die Plätze drumherum waren alle schon besetzt. Wir trafen auch die Erfurter wieder und wir sollten uns noch ein paarmal begegnen. Es gab auf diesem Platz zwar einen Toilettenblock aber keinen Strom. Ich dachte schon ich habe Glück. Um die Kühlschrank Batterien aufzuladen mußte ich ein Kabel legen und den Diesel auf Standgas für 3 Stunden laufen lassen. Die Spritvergeudung hat mir direkt weh getan aber es gab keine andere Möglichkeit. Ich hätte doch mein kleines Solarpanel mitnehmen sollen da es mir auf der CSR schon so gute Dienste geleistet hatte. Obwohl relativ viele Leute hier Ihr Camp aufgeschlagen hatten war die Nachtruhe relativ schnell eingekehrt und mir war es recht.




16. Tag    25-09-2007

Da wir heute morgen nicht viel zu packen hatten und uns die Gruppe junger Leute nebenan schon früh mit Ihrem Lärm aus den Federn holte waren wir ziemlich schnell reisefertig. Zuvor machten wir aber noch einen Spaziergang zum Fluß. Die Schlucht bewanderten wir nicht da die beiden Erfurter uns erzählten es wäre ziemlich anstrengend. Wir marschierten nur bis zum Fluß um uns ein bißchen umzusehen. Am Ufer waren ein paar Styroporschachteln aufgestapelt damit man seine Camera heil über den Fluß bringen konnte sollte man doch das Bedürfnis verspüren der Schlucht einen Besuch abzustatten.
Wir entschloßen uns aber die Galvans Gorge WP48 zu besuchen. War auch nur 12 Km von unserem Camp entfernt (Richtung Derby). Zu dieser Schlucht braucht man auch nicht soweit zu Fuß laufen denn es war nur ein 15 minütiger Fußmarsch bis zum Wasserfall. Klein aber fein und auf alle Fälle sehenswert. Im Pool hätte man sogar schwimmen können so sauber war es. Von hier aus ging es dann weiter in Richtung El Questro. Wir wußten nicht ob wir es heute noch bis dahin schaffen würden da wir die Straßenverhältnisse nicht kannten. Wir stellten uns mal vorsichtshalber auf eine zusätzliche Übernachtung auf der Ellenbrae Station oder aber der Home Valley Station ein. Die Gibb River Road ist stellenweise knochenhart und rauh aber auch stellenweise sehr leicht zu fahren. Es gibt viele gefährliche Schlaglöcher und manche sind groß genug um das halbe Auto zu schlucken. Auf dem Weg trafen wir wieder Western Exposure und es sah so aus als ob wir in eine Art Wettrennen verwickelt wären. Gegen Mittag erreichten wir die Kreuzung WP49 an der die Kalumburu Rd. abzweigt. Von da aus wurde die Straße ein bißchen besser aber es gab immer noch diese Corrugation. Wir passierten WP50 Ellenbrae Station und so war Home Valley Station unser nächstes Ziel. Auf unserer Fahrt kahmen wir immer wieder an guten Photostops vorbei undwir machten auch reichlich Gebrauch davon.
Kurz vor 14:00 erreichten wir dann die Home Valley Station WP53. Gerade noch rechtzeitig um Mittagessen bestellen zu können. Wir entschieden uns für Barramundi. Was für eine gute Wahl. Es hat hervorragend geschmeckt und ich denke mir mal das lag auch an dem guten Ausgabgsmaterialien. Vielleicht lag es auch einfach nur daran, daß wir wirklich Barramundi gegessen hatten und nicht was einem in Perth als Barramundi angedreht wird. Das Restaurantambiente war ein bißchen wildwestmäßig aber es paßte ja ganz gut. Der Eingang zum Restaurant wurde von 2 uralten Flaschenbäumen bewacht. Home Valley Station wird von Aboriginals geleitet und bewirtschaftet und wir hatten sogar das Glück welche arbeiten zu sehen. Kommt auch nicht so oft vor. Bis nach El Questro waren es nur noch 60 - 70 Km und so machten wir uns so gegen 15:00 auf die Socken damit wir unser Zelt noch im Hellen aufstellen konnten. Die Landschaft auf den letzten Km zu ELQ war einfach großartig und selbst zu dieser Jahreszeit mußten wir noch einige Wasserdurchfahrten absolvieren. Gegen 17:00 kahmen wir am Cockatoo Campground in El Questro WP55 an. Wir nisteten uns erst mal für 2 Nächte ein. Unsere Erfurter hat meine Frau auch entdeckt und so war ja alles in Ordnung. Als wir dann die abendlichen Steaks zubereiteten kahm ein deutscher Tourist zu uns. Die waren auf einem Kurztrip nach ELQ und hatten keinen Gaskocher. Die Kartuschen dafür hatten Sie zwar eingepackt aber damit alleine ließ sich nichts anfangen.




17. Tag    26-09-2007

Heute früh sprangen wir zeitig aus den Federn den wir wollten zu den Zebedee Hot Springs WP56 und jeh eher man da ist umso besser stehen die Chancen das man diese nicht mit anderen Touristen teilen muß. Ab 06:00 morgens hat man Zugang und so hatten wir auch das Glück bis 07:00 unbelästigt zu bleiben. Lag sicherlich auch daran, daß die Saison ja eigentlich schon fast vorbei war. Obwohl die Zebedee Quellen als "hot springs" gelten war es erfrischend ins Wasser zu steigen da auch zu dieser frühen Stunde die Luft schon dick war und ziemlich warm war. Kurz vor 08:00 machten wir uns wieder auf den Weg zum Auto und wer kahm uns entgegen? Genau, Western Exposure und die beiden Erfurter. Da soll man einer sagen Australien ist ein großes Land. Auf dem Rückweg zum Camp machten wir noch Halt an Jack's Waterhole WP57. Ein netter Platz aber zu tun gibt es nicht viel. Ein riesiger Flaschenbaum diente mir als Kulisse für ein Photo mit dem Landcruiser.
Wieder am Camp zurück war erst mal Lümmeln angesagt. Man ist ja auf Urlaub und nur keinen streß machen. Nachmittags dann besorgten wir uns die Tickets für die Bootsfahrt durch die Chamberlain Schlucht. Ich fand auch endlich eine Möglichkeit meine großen Batterien aufzuladen aber dafür mußte ich den Landcruiser vor den sanitären Anlagen positionieren da es hier für mich die einzigen zur Verfügung stehenden Steckdosen gab. Weil wir schon mal da waren inspizierten wir das hauseigene Restaurant und weil es uns zusagte blieben wir gleich da den mit leerem Magen reist es sich nicht gut. Die Qualität der Küche war hervorragend und die Preise waren für's Outback sehr vernünftig. Um 14:00 wurde es dann Zeit sich auf die Socken zum Bootssteg zu machen da angeblich um 14:30 Abfahrt wäre. Auf dem Weg dahin lief uns ein ziemlich großer Vogel vor's Objektiv. Ich glaube es war ein Trappenvogel aber ich bin leider kein Ornithologe. Um 15:00 ging es dann endlich los. Der Skipper war ein ziemlich lustiger Vogel und ob die Geschichten die er zum Besten so alle stimmten ist fraglich aber er konnte gut erzählen. Ein paar Angler mit Leihbooten tummelten sich auch auf dem Wasser. Wir fuhren langsam den Chamberlain Fluß entlang und an einer Stelle hielten wir den es gab ziemlich viele Schützenfische (archer fish). Wenn man mit der Hand eine Bewegung machte die diese Fische als Beute interpretierten spuckten diese gezielt auf die Hand. Wir hatten auch ein paar asiatische Fräuleins an Bord und die konnten mit dem Kichern garnicht aufhören. Es ließen sich auch Barramundi, eine Schildkröte und ein paar Süßwasserkrokodile blicken. Von hier aus fuhren wir zu einem Ankerplatz und ich konnte die Stelle wiedererkennen als ich das erstemal vor ca. 12 Jahren schon mal hier war. Wir erwarteten zu Felsmalereien (Bradshaws) geführt zu werden. Fehlanzeige. Es wurde mir erzählt, daß der Tourguide nicht mal erlaubt war das Thema zu erwähnen. Auf meine bohrenden Fragen ließen er aber doch ein paar Sachen durchsickern.
Es wurde mir erklärt, daß es zwischen Schwarzen und ELQ Meinungsverschiedenheiten wg Nutzungsrechten der Bradshaws gab. Die Brüder wollten Tantiemen kassieren für jeden Touristen der sich die Felszeichnungen ansieht. Um Problemen aus dem Weg zu gehen sind diese nicht mehr im Program und die allermeisten Besucher wissen mittlerweile schon garnicht mehr das es sie überhaupt gibt. Dabei ist bewiesen, daß Bradshaw Malereien von längst ausgestorbenen Völkern gefertigt wurden und diese in keiner Weise verwandt sind mit den Leuten die heutzutage jede Ausrede heranziehen um irgendwie an Geld für Schnaps zu kommen. Nächste Frage war was es mit Buddy Tyson auf sich hatte. Es wurde mir erklärt, daß dieser mit der Farm verkauft wurde als diese an den vorherigen Besitzer veräußert wurde. Gleich danach wurden Sekt und Obst serviert vielleicht auch um weiteren unbequemen Fragen aus dem Wege gehen zu können. Die asiatischen Fräuleins kicherten jetzt noch mehr was offenbar an dem köstlichen Sekt lag der ausgeschenkt wurde. Um auf Buddy Tyson zurückzukommen muß man dagewesen sein. Buddy trudelt spätnachmittags am Cockatoo Campground ein und stolziert in Jeans und Cowboy Hut rum. Ich nehme an er holt sich dabei sein Debütat an Swan Lager ab und gibt dann Abends ein paar Geschichten zum Besten und zieht eine kleine Schau ab. Man muß es eben gesehen haben. Dabeisein ist alles.




18. Tag    27-09-2007

Heute Morgen verließen wir ELQ so gegen 07:30 und waren um 09:00 in Kununnurra. Wir fuhren schnurstracks zum Tourist Office um uns über die Bungles schlau zu machen. Einkaufen mußten wir auch noch da wir ja 2 Nächte bleiben wollten. Der Spritladen machte aber erst gegen Mittag auf so lange wollten wir des Fusels wegen nicht warten. Die wichtigen Einkäufe konnten wir ja machen. Wir fuhren wieder zurück Richtung Bungle Bungle Nationalpark und an der T Kreuzung wo es entweder geradeaus nach Wyndham oder links nach Turkey Creek geht machten wir Halt für eine kleine Mittagspause. Dann ging es weiter nach Turkey Creek.
Ich war leider gezwungen es langsam angehen zu lassen da wir einen LKW Fahrer vor uns hatten der anscheinend kurz vorm einschlafen war und hinter uns wollte ich den nun wirklich nicht haben. Wir fuhren bis Turkey Creek hinter der Schlafmütze her und da wollten wir ohnehin noch schnell ein paar Bierchen einkaufen. Es wurde uns aber dann mitgeteilt Turkey Creek wäre eine trockene Ortschaft. Also kein Verkauf von Alkohol jeglicher Art. Ganz trocken wird es dann wohl doch nicht sein aber der gute Wille war da und das finde ich schon mal einen großen Fortschritt. Kurze Zeit später dann kahmen wir an die Kreuzung WP60 die uns in die Bungles führen sollte. Es lage nur noch eine 2-3 Std dauernde Holperfahrt vor uns. Wir schafften es in dieser Zeit auch bis zum Besucherzentrum und bezahlten unsere Camping & Parkgebühren. Die Kassiererin gab uns noch den guten Rat unsere Spaziergänge morgens zu machen da es tagsüber ziemlich heiß werden kann. Wir entschieden uns für das Walardi Camp WP61. Hat uns eben am besten gefallen gab aber keinen bestimmten Grund warum und irgendwo mußten wir ja schlafen und konnten nicht ewig diskutieren. Der Platz war ziemlich verlassen und erst 1/2 Stunde nach uns kahm noch ein deutsches Ehepaar die von Kununnurra aus mit einem Mietwagen für eine Nacht hierhergefahren waren. Nur eine Nacht ist schon arg wenig. das lohnt sich ja fast nicht. 2 Nächte sind schon ein absolutes Minimum. Wenn man ausgiebige Wanderungen durchfüren will sollten es schon ein paar Tage mehr sein. Abends gab es noch eine nette Unterhaltung mit unseren deutschen Nachbarn.




19. Tag    28-09-2007
Wir waren früh auf den Beinen da wir ja zur Cathedral Gorge wollten und wenn möglich nicht in der größten Hitze. Die Landschaft in den Bungles ist wirklich surreal und einzigartig. Der Vorteil moderner Digitalcameras kann sich hier als Fluch erweisen den ich konnte nicht aufhören zu knipsen. Kostet ja nix. Photographieren als Suchterlebnis. Die Wanderung zur Schlucht konnten wir noch teilweise im Schatten machen da die Sonne noch sehr niedrig stand.
Die Schlucht selbst war schon beeindruckend und es war noch ziemlich kühl. Auf dem Rückweg entschieden wir uns auch den Picaninny Aussichtspunkt WP65 anzulaufen da es von der Kreuzung am ausgetrockneten Flußbett nicht allzuweit entfernt war. Wir liefen also entlang dem Flußbett konnten aber nichts finden. Nach ca. 1 Km gaben wir auf da nichts dergleichen in Sicht war. Nachdem wir wieder an unserem Ausgangspunkt (der Kreuzung) angelangt waren schaute ich nochmal auf unsere Karte und es dämmerte mir warum wir den "lookout" nicht finden konnten. Wir liefen in die falsche Richtung. Folgt mir ich führe euch in die Irre. Wir gingen in die andere Richtung und in 1/2 Stunde waren wir da. Die aussicht war fantastisch und es wehte eine frische Brise. Da konnte man es gut ein Weilchen aushalten. Auf dem Rückweg zum Auto trafen wir unsere deutschen Nachbarn. Die hatten schon den Helicopterflug hinter sich und konnten mit Schwärmen darüber wie schön das war garnicht aufhören. Dann ging es zurück zum Camp. Da harrten wir der größten Tageshitze aus bis es weiterging. Nachmittags machten wir uns dann auf den Weg zum Echidna Chasm WP66. Am Parkplatz angelangt wer war schon da? Unsere deutschen Nachbarn. Wir entschieden uns zusammen durch die Schlucht zu wandern. Gute Gesellschaft ist immer geschätzt in so einem großen und leerem Land. Die Schlucht war eng und man mußte so manche Kletterpartie einlegen. Es war aber angenehm köhl in der engen Schlucht da die Sonne aufgrund der tiefen und engen Wände nicht viel Zeit hatte direkt den Boden zu bestrahlen. Am Eingang standen ein paar Palmen die selbst in diesem harten Klima noch existieren konnten. Wir liefen über Stock und Stein bis zum Ende welches einen kleinen Kessel bildete. Nach unserer Rückkehr fuhren unsere Wegbegleiter zurück nach Kununnurra und wir zurück zu unserem Camp. Vorher kletterten wir aber noch auf einen nahen Felsen wg guter Aussicht. Hier fanden wir auch ein paar Gesteinsbrocken die wie Waschbeton aussahen. Sowas ähnliches hatte ich in den Calvert Ranges nahe der Canning Stock Route schon mal gesehen. Da es an unserem Camp einen tropfenden Wasserhahn gab hatten sich ein paar weiße Cockatoos eingefunden um Ihren Durst zu löschen. Zur Abenddämmerung fanden sich reichlich Mosquitos ein und wir verzogen uns so schnell wie möglich in unsere Zelte.




20. Tag    29-09-2007

Heute waren wir mit den ersten Sonnenstrahlen schon aus den Federn gesprungen da wir zeitig aufbrechen wollten. In Kununnurra war heute Rodeo angesagt und meine Frau wollte da schon mal vorstellig werden. Als Zuschauer aber nur. Die Fahrt rein war knochenhartr und so war die Fahrt raus nicht anders.
Als wir dann endlich den Highway erreicht hatten sprang mein Vater aus dem Auto machte das Tor auf und küßte den Boden vor Freude. Er hatte genug von "rough tracks". Wir fuhren durch den trockenen Ort Turkey Creek und weiter in Richtung Doon Doon Roadhouse. Plötzlich sahen wir 2 Asiatinnen am Straßenrand stehen die mit einem selbstgeschriebenem Schild LIFT wedelten. Sie wollten mitgenommen werden. Die 2 armen Mädels aus Taiwan waren mit dem Fahrrad von Perth nach Darwin unterwegs. Jetzt hatten Sie kein Wasser mehr und wohl auch keine Kraft mehr. Leider hatten wir unseren Landcruiser bis unter den Rand vollgestopft und so war kein Platz mehr für die Beide. Wir haben aber deren Wasserbehälter aufgefüllt. Wir fuhren weiter und nach kurzer Zeit fing der 75er an arg zu schütteln und ich dachte wir hätten einen Platten. Raus und mal schaun. Ich konnte aber nichts sehen. Weder am Auto noch am Anhänger. Mir fiel aber auf, daß das rechte Hinterrad etwas schief stand. Von 6 Radbolzen waren schon 5 abgerissen und die Felge wurde nur noch von einer Schraube gehalten. So rine Scheiße. Ich fuhr erst mal an den Straßenrand wobei dann auch der letzte Bolzen abriß. Wir bockten die Karre erst mal auf um den Schaden zu begutachten. Ich schaute mal ins Handbuch und dachte mir da muß wohl ein Mechaniker ran. Ich sah mich schon die Dollarbündel über den Tisch schieben. Ich könnte die Geschichte noch sehr lange ausdehnen aber wir hatten Glück im Unglück. Es war Samstagvormittag, Queen's Birthday long weekend und Footy Grand Final Day. Trotzdem schaffte ich es durch die Hilfe eines Aboriginals noch rechtzeitig kurz vor 12:00 in Kununnurra zu sein um Erstazteile zu beschaffen. Der gute Mann preschte mit 180 Sachen den Highway entlang das mir Angst wurde. Ich dachte mir "mach jetzt bloß keinen Scheiß". Er hat mir viel Zeit, Geld und Ärger erspart. Von Argyle Motors war noch der Manager anwesend und dieser brachte mir 6 Radbolzen für meinen Cruiser. Er half mir auch noch auf die Schnelle einen Mietwagen zu besorgen. Ich fuhr dann zurück zu meinen Leuten die schon sehnsüchtig auf mich warteten. Wir konnten den Landcruiser reparieren (was wieder einen halben Roman ergeben würde). So ca. 16:00 waren wir wieder fahrbereit. Meine Frau chauffierte den Landcruiser und ich den Holden Commodore Mietwagen. Wir steuerten schnurstracks auf den Big4 Caravan Park WP67 zu da wir nicht mehr viel Zeit bis Einbruch der Dunkelheit hatten und somit war auch nicht mehr viel Zeit um den besten Caravan Park auszusuchen. Wir stellten unsere Zelte auf, holten uns KFC und legten die Beine auf den Tisch. Nix mehr Rodeo. Heute war ein Scheiß Tag. Wir hatten viel Glück.




21. Tag    30-09-2007

Heute war Ruhetag. Ich wollte mit dem Auto nicht zuviel rumfahren da mir ja noch 4 Radmuttern fehlten. In meiner Duseligkeit hatte ich gestern zwar 6 Radbolzen gekauft aber keine Radmuttern dazu. 2 hatten wir ja noch auf der Straße gefunden aber die anderen 4 waren Totalverlust weil die vielleicht 10 Km und mehr entfernt vom Unglücksort lagen. So mußten wir uns 4 Radmuttern von den anderen Rädern borgen. Ich gab den Leihwagen vorzeitig zurück was keine Probleme verursachte. Der Rest des Tages wurde mit shopping, Bier trinken und am Pool entspannen verbracht. Der Anhänger mußte wieder mal ordentlich gepackt werden und ein paar lose Kabel befestigt werden. Ganz nutzlos ist auch dieser Tag nicht verstrichen. Der hauseigene Swimming Pool hatte sogar ein Spa dabei und so konnte man es da ganz gut aushalten. Das tropische Klima machte sich jetzt arg bemerkbar und der Erfrischungseffekt hielt nicht lange an. Man mußte halt regelmäßige Besuche am Pool einlegen.




22. Tag    01-10-2007

Heute war immer noch Faulenzen angesagt da die Shops noch nicht geöffnet waren um die fehlenden Radmuttern zu ersetzen. Es war Queen's Birthday. Es gibt aber in Kununnurra jede Menge zu sehen ohne das man viel fahren muß. Da lag die Zebra Rock Gallerie WP68 gerade richtig. Nur ein paar Km vom CP entfernt. Das Zebra Gestein kommt nur in dieser Ecke der Welt und der Kimberley vor. Die besten Lagerstätten liegen unter dem Lake Argyle und sind somit ausser Reichweite. Das Gestein hat eine eigenartig schöne Musterung und es ist unschwer zu erkennen woher es seinen Namen hat. Was uns als erstes auffiel war, daß die Rezeptionistin deutsch sprach. Die Besitzer haben im Laufe der Jahre mehrmals gewechselt und jetzt sind anscheinend mal deutschsprechende Besitzer dran. Hinter den Verkaufsräumen wird der Stein geschnitten und der Steinmetz war auch des alemanischen mächtig. Seine Wiege stand aber in Italien.
Er zeigte uns ein paar Exponate und wenn man den frisch geschnittenen Stein mit Wasser besprüht nimmt er einen schönen satten Farbton an. Man kann sich auch kleine Packete mit verschieden gemusterten Steinen für $20.- mitnehmen und diese machen sich immer gut als Souvenir. Die Gallerie liegt gleich am Wasser und am Bootsanlegesteg kann man ein paar riesige Brocken von Katzenfisch füttern. Angeln ist nicht erlaubt und Futter gibt es an der Rezeption. Ein paar Schützenfische waren auch da und spuckten ziemlich zielsicher auf die Hand.
Zurück am Camp fanden wir raus, daß unsere Zeltnachbarn zu zweit eine Barramundi Fishing Tour hinter sich gebracht hatten. Wir waren gespannt was die Beiden so für $380.- pro Mann & Nase an Land gezogen hatten. Es war ein mittelmäßiges Exemplar und der zweite Mann ging leer aus. Das war mit Sicherheit der teuerste Fisch den die Beiden an diesem Abend verspeisten. Es gibt allerdings strenge Regeln was den Fang von Barramundi betrifft und egal wieviel man angelt, abgesehen von einem Fisch müßen alle wieder ins Wasser geschmissen werden. Die Ausbeuteß aber mager gewesen sein sonst hätte auch der zweite Mann noch einen Fisch gehabt, wenn auch nicht selber gefangen. Leider ist auch der Norden aufgrund der Touristenströme schon teilweise überfischt und viele phantastische Anglergeschichten die erzählt werden gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Heutzutage sind die meisten Angler froh wenn Sie sich das Abendessen fangen können.




23. Tag    02-10-2007

Frühmorgens machten wir uns heute schon auf die Socken um Ersatzteile zu besorgen. Radmuttern mußten ersetzt werden und sollten wir nochmal das gleiche Pech haben wurde mit einer guten Eisensäge, Feile und einem Dutzend Radbolzen samt Muttern vorgesorgt.
Zurück am Camp wurde alles hergerichtet und verstaut. Ein paar Blinker mußten neu verdrahtet werden da die Rüttelpisten selbst an den Kabeln anständig geschüttelt hatten. Dies nahm den ganzen Vormittag in Anspruch und Nachmittags ging es zu den Valentine Springs WP69. Ich war mittlerweile schon einige Male in Kununnurra aber immer noch gibt es Neues zu sehen. Es ging bald wieder über Dreckstraßen aber es war nicht schlimm genug für meine beiden Passagiere und so gab es auch keine Beschwerden. Aus der Quelle war mehr eine Pfütze geworden und es war gerade mal ausreichend um sich die Zehen zu befeuchten. Wir fuhren weiter zum Black Rock Pool WP70 mit Wasserfall. Leider ist zum Ende der Trockenzeit weder vom Pool und schon garnicht was vom Wasserfall zu sehen. Kurz nach der Regenzeit ist es aber bestimmt ganz schön hier. Vor kurzer Zeit muß es auch noch gebrannt haben da noch überall frische Asche zu sehen war. Auf dem Rückweg machten wir Halt am Diversion Dam WP71. Der Staudamm bildet auch ein Stück Highway kurz vor Kununnurra. Man sollte vorsichtig sein wenn man sich ans Wasser wagt (vor allem Flußabwärts) den es wird auch von Salzwasserkrokodilen bevölkert und es wäre nicht das erstemal das Schnappi sich einen Touristen holt. Aufpassen muß man auch an Ivanhoe Crossing WP72. Dies ist eine Flußdurchfahrt die einige Km Flußabwärts vom Diversion Dam liegt. Der Wasserstand wird durch Straßenpfosten mit Tiefenmarkierungen angezeigt. Ich guckte mir so an wie einige Leute durchgefahren sind und das hat gereicht. Ich mußte nichts beweisen außerdem war der Pegel zu hoch um aus Spaß durchzufahren. Die Radlager wären auf alle Fälle unterwasser gelegen und wenn die Achsenluftschläche nicht dicht sind wäre vielleicht da auch noch Wasser eingedrungen. 4WD fahren heißt nicht das ich alles auf Teufel komm raus probieren muß nur weil es möglich ist. Zurück am Camp mußten wir erstmal mit Bier unseren Flüssigkeitshaushalt in Ordnung bringen. Nach einer Weile vielen meiner Frau 2 Neuankömmlinge in einem Campervan auf. Sie hatte das Eindruck dies könnten Gerd & Inge vom OWL Australienstammtisch sein. Wir rätselten noch eine Weile den ich kannte die Beiden ja auch. Ganz einfach rauszufinden und nachdem ich sah wie die 3 sich herzlich begrüßten wußte ich das Kathrin richtig lag mit Ihrer Annahme. Es gab dann nach dem Abendessen ein gemützliches Beisammensein den es gab einiges zu erzählen.




24. Tag    03-10-2007

Heute morgen ging es zum Keep River National Park. Gerd gab uns am gestrigen Abend einen kleinen Lageplan damit wir auch die Felszeichnungen finden konnten. Keep River liegt nur ein paar Km hinter der WA-NT Grenze. An der Grenze mußten wir natürlich unsere "Auslandsbilder" machen. Wir fanden im NP auch gleich die Nganalam Art Site WP73 und es war ein leichter Fußmarsch von ca. 1 Km bis dahin. Die alten Kunstwerke waren noch sehr gut erhalten und es gab auch Erklärungen was diese bedeuteten.
Etwas weiter gab es auch Bushcamps WP74 und von hier aus konnte man auch einen Rundgang unternehmen. Dauert angeblich 2 Stunden. Da es aber schon ziemlich heiß war ließen wir diesen ausfallen. Was mir auffiel waren die fehlenden Hinweise auf Eintrittsgebühren zu dem Nationalpark. Es gibt doch noch Plätze an dem der Besucher nicht wie eine Kuh zum Melken behandelt wird. Ich war dann im Mai 2008 nochmal beruflich in Kununnurra und habe auch die Gelegenheit wargenommen diesen Nationalpark nochmal zu besuchen. Den Rundgang am Buschcamp und einen Besuch des kleinen Teichs nahe der Rangers Residence sollte man sich nicht entgehen lassen. Auf dem Rückweg zum Lake Argyle mußten wir durch die Quarantäne Station da wir ja die Grenze wieder in Richtung WA überqueren mußten. Leider hatten wir unseren Honig nicht aus dem Auto genohmen und so mußten wir uns schweren Herzens davon trennen. Es war Supermarkt Honig und da die Flasche schon mal geöffnet wurde gab es kein Pardon. Es ging weiter zum Ord River Staudamm WP78 und dem Lake Argyle. Es hatte sich einiges verändert seit meinem letzten Besuch vor ein paar Jahren. Es wurden ein paar mehr Bungalows aufgestellt und die festen Zeltbungalows a la El Questro waren jetzt auch fertig. Billig waren die aber nicht. Mein Vater war von der riesigen Menge Wasser fasziniert die der kleine Staudamm aufgestaut hatte. Nicht das man den ganzen see überblicken könnte aber man kann es ja mal versuchen es sich vorzustellen. Das ließ sein Fischerherz gleich höher schlagen. Wir kraxelten noch ein paar Stunden rum und fanden sogar eine Lagerstätte des berühmten Zebra Rocks. But that's a secret. Gegen Abend waren wir wieder am Camp. Gut so den der Magen knurrte anständig. Meiner Frau machte die Hitze etwas zu schaffen aber ein Besuch am Swimming Pool schaffte Abhilfe. Abends kahmen dann noch Inge & Gerd dazu und wir unterhielten uns noch lange über unsere Reisepläne.




25. Tag    04-10-2007

Heute ging es Richtung Wyndham. Es gibt ja auch in dieser Ecke einiges zu sehen. Als erstes Ziel lag "The Grotto" WP79 auf der Strecke. Dies ist eine Schlucht mit einem kleinen Pool am tiefsten Punkt. Es müßen ca. 200 Stufen gelaufen werden bis man unten angekommen ist. Es ist angenehm kühl und es waren auch ein paar Jungs da die ein kühlendes Bad nahmen. Mir war das Wasser doch etwas zu schmutzig.
An den steilen Wänden schafften es sogar ein paar Flaschenbäume ein karges Dasein zu fristen. An einer bemoosten Wand kann man erkennen, daß der kleine Pool auch in der tiefsten Trockenzeit Zufluß hat den es tröpfelte leicht von der Wand. Vielleicht genug um die Verdunstungsverluste auszugleichen.
Weiter ging es zum Marglu Billabong WP81 an der Parry Creek Lagoon. Auf dem weg dorthin kommt man an einer alten aber auch verfallenen Telegraphen Relais Station WP80 vorbei. Es ist nicht mehr viel übrig nur das Wenige welches aus Stein gebaut wurde hat sich einigermaßen gehalten. Es sind Schilder mit Erklärungen aufgestellt und so ist es ein interressanter Rundgang. Diese Station war mal Teil der Telegraphenverbindung nach Übersee. Hauptsächlich Europa (zu den POMs). Von diesem Punkt aus hat man auch schon eine schöne Aussicht auf die Parry Creek Lagoon.Weiter ging es zum Marglu Billabong. Man kann sich an einem Unterstand auf die Bank setzen und die vielen Wasservögel beobachten. Diesesmal waren auch ein paar Brolgas da aber ein bißchen weit weg auch für mein Zoom. Wasserlilien sprießten üppig im Wasser und diese wurden von allen Arten von Insekten besucht und am auffälligsten waren die Libellen. Es waren auch ein paar Hinweisschilder wg Krokodilen aufgestellt nur leider konnten wir keines sehen. Lag wohl an nunseren ungeübten Augen. Wir hielten aber doch Ausschau ob nicht doch irgendwo 2 Augen durch's Wasser schimmerten. Zum Schwimmen war das Wasser aber eh nicht einladend genug.
Von hier ging es nach Wyndham . Wir fuhren aber nicht den gleichen Weg zurück. Es ging durch"s Gras und ausgetrockneten Schlamm. Whärend der Regenzeit kein Durchkommen aber jetzt doch angenehm zu fahren. Wyndham ist ein heruntergekommenes Nest. Die Touristen sind in Kununnurra und auf dem Weg nach Darwin muß man hier auch nicht durchfahren. Erster Stop war der Five Rivers Lookout WP82. Hier am Gulf of Cambridge treffen sich der Pentecoast, Forrest, Ord, Durack und der King River. Man hat einen weiten Ausblick und ich denke mir am beindruckensten ist es wohl whärend der Regenzeit aber leider war ich zu der Zeit noch nicht in dieser Gegend. Der Platz war gut besucht und mittendrin kahm auch ein Tourbus voll mit Aussie Pensioners. Wir fuhren zurück zum Ort da man einfach ein Bild mit dem Betonkrokodil mitnehmen mußte.
Von hier ging es weiter zum Moochalabra Staudamm WP83. Dieser dient zur Wasserversorgung von Wyndham und ist nicht unbedingt was besonderes aber auf dem Weg dahin nur ein paar hundert Meter vom Damm entfernt gibt es auch noch ein paar Felsmalereien WP84 zu besichtigen. Von hier aus war es nur ein paar Km wo sich Pentecoast River und die Straße kreuzten und hier gab es auch einen weiteren riesigen Flaschenbaum welcher mal als Gefängnisbaum gedient hatte. Dieser stand dem in Derby um nichts nach Gott sei Dank war er aber weit weniger besucht. Er ist total ausgehöhlt und in seinem Innern hausen sogar ein paar Fledermäuße. Auf der Rückfahrt war ein Truck vor uns und wirbelte ziemlich viel Staub auf. Leider waren die Straßenbauarbeiten immer noch im Gange und deshalb gab es auch einigen Baustellenverkehr. Gegen Abend waren wir wieder am Camp. Auch heute Abend war die Luft wieder dick und zäh wie Honig. Der Swimming Pool war nur eine kurze Erleichterung. Hier zeigte sich einer der wenigen Nachteile eines Campingurlaubs. Auch in einem guten Zelt ist es schwer zu schlafen und erholsame Nachtruhe ist schwer beizukommen.




26. Tag    05-10-2007

Heute war der vorletzte Urlaubstag meiner Frau da Sie nur 4 Wochen Urlaub bekommen hatte und morgen nach Perth zurückfliegen mußte whärend wir 2 Jungs weiterfahren konnten. Naturgemäß war Sie darüber nicht sehr glücklich und ließ schon heute Ihrem Unmut Luft. Heute mußten wir auch noch unsere letzte Datensicherung machen da ich den Notebook behalten wollte und Kathrin ja Ihre Bilder Zuhause schon begutachten wollte. Mein PhotoSafe hatte am Vortag den Geist aufgegeben. Ich hatte zuviel rumprobiert und dabei was verpfuscht. In weiser Voraussicht hatte ich meine Bilder aber auf beiden Systemen gesichert. Deutschlandbesuch 2006/07 war mir eine Lehre. Die Zeit verbrachten wir mit Kartenspielen den es ist ziemlich langweilig dem PC beim Dateien schaufeln zuzugucken. Da wir heute keine allzugroßen Unternehmungen mehr geplant hatten machten wir viel Gebrauch vom hauseigenen Swimming Pool. Heiß und stickig war es zur Genüge.
Wir wollten aber heute Abend aber doch noch ein bißchen Abschied feiern, die Gelegenheit wollten uns nicht entgehen laßen. Zum Sonnenuntergang fuhren wir zu Kelly's Knob. Ist nicht weit vom Dorfzentrum weg und man kann bis an die Spitze fahren und nach ein paar Metern laufen ist man da. Man hat eine herrliche Aussicht und wer gerne Sonnenuntergangsbilder macht kommt hier voll auf seine Kosten. Kelly's Knob ist nicht der höchste Punkt. Der liegt gerade gegenüber nur war ich zu faul zum Laufen. Man hätte aber auch noch eine gute Aussicht auf den Mirima NP. Hinterher ging es zum Sullivan's Restaurant. Kleiner Tip von der Caravan Park Rezeption. Da wir aufgrund des Wetters sehr leger gekleidet waren hatte ich bedenken ob die uns überhaupt reinlaßen. Aber auch in Kununnurra wird zahlende Kundschaft nicht abgewiesen. Wir genehmigten uns mal wieder Barramundi. Das Essen war vorzüglich und die Rechnung hinterher fiel nicht zu üppig aus und so können wir Sullivan's guten Gewissens weiterempfehlen. Nachdem wir wieder am Camp zurück waren gesellten sich noch Gerd & Inge mit einer Flasche Sekt dazu damit wir den heutigen abend gebührend würdigen konnten.




27. Tag    06-10-2007

Heute morgen war Reisetag für meine Frau. Schon morgens war es brütend heiß und stickig. Wir besuchten nochmal schnell den Pool und um 10:00 ging es zum Flughafen und das klimatisierte Flughafengebäude war eine Wohltat. Nur leider muß man irgendwann wieder raus. Um 10:30 war check-in. Wir verabschiedeten uns und gingen raus um noch ein Abflug Video zu machen. Dann ging es nur noch darum den Tag rumzubringen damit wir morgen in aller Frühe weiterfahren konnten.
Wir kutschierten noch ein bißchen durch Kununnurra und entdeckten noch ein Schild mit "Garage Sale" drauf. Dies sind sozusagen hauseigene Flohmärkte bei denen man noch seine alten und nutzlosen Sachen loszuschlagen versucht. Was dem einen sein Schrott kann aber des Anderen Schnäppchen sein. Das wollten wir uns auch mal in Kununnurra anschau'n, von Perth her kannte ich das ja zur Genüge. Wir kauften auch was aus Gaudi und haben uns noch gut mit den Leuten unterhalten. Wir deckten uns dann bei Coles noch mit ein paar Kisten Hammer & Tongs ein bevor es weiterging. Zurück am Camp wollten wir für die morgige Abfahrt schon mal soviel wie möglich packen. Wie es aber der Teufel will hat es angefangen zu regnen. Als Zugabe folgten noch ein bißchen Blitz und Donner. Das waren wahrscheinlich schon die Vorboten der Regenzeit. Wir hielten uns zwar wacker im Regen aber Fortschritte machten wir auch keine da wir nur noch Zeit hatten alles ein bißchen abzudecken. Ca. 17:00 rief dann Kathrin an und teilte mit das Sie gut Zuhause angekommen ist. Das Haus war ok - nicht eingebrochen, nix abgebrannt. Nur ein Briefkasten voller Rechnungen und der Garten voll Unkraut. Wir hatten bei Shell vollgetankt. Ich mußte auch feststellen, daß die Woolworth fuel discount vouchers hier draußen fast wertlos waren weil es so gut wie keine Woolworth-Caltex Tankstellen gab. Mit Shell funktioniert das im Outback wesentlich besser.




28. Tag    07-10-2007

Heute stand uns ein langer Reisetag bevor. Wir wollten es bis Katherine schaffen, Camp aufbauen und die Edith Falls besuchen. Gepackt hatten wir ja teilweise schon am Vorabend bis uns der Regen erwischt hatte. Um 06:30 ging es ab durch die Mitte. Es standen uns 650 Km bevor. Unterwegs gab es natürlich auch was zu sehen wie das Beef Rd Monument WP84. Einfach nur als Gedenkstätte für die Pioniere des Viehtransports.
Oder da war die Bradshaw Bridge WP87. Eine Brücke über den Victoria River die zu einer Militäranlage mitten im Busch führte. Nur nicht für Zivilisten wie uns. In Timber Creek WP88 hielten wir zur Mittagspause und die Uhren mußten wir jetzt auch um 1 1/2 Stunden vorstellen. Als wir dann in Katherine ankahmen hatten wir ziemliche Schwierigkeiten um den Big4 Caravan Park zu finden. Wir fragten rum und die Antworten waren ziemlich vage. Die redeten nur um den heißen Brei rum weil Sie es auch nicht genau wußten. Wir hatten zwar einen ungefähren Lageplan aber es waren keine Hinweisschilder aufgestellt und so irrten wir einfach wir einfach ziellos durch die Gegend bis wir fündig wurden. Ich hätte ja auch anrufen können aber aufgeben? Ne. Am Caravan Park wurde uns dann erklärt, daß Hinweisschilder den Stradtvätern nicht gefiel und so durften keine aufgestellt werden. Wir buchten für 2 Nächte, deponierten den Anhänger und waren schon wieder auf dem weg zu den Edith Falls WP89. Der untere Wasserfall mit Pool war schön aber nicht unbedingt atemberaubend. Nachdem wir zurück am auto waren überzeugte ich meinen Pa noch auch zum oberen Bereich zu wandern. Es war zwar, wie mittlerweile üblich, stinkig heiß und schwül aber wenn man schon da ist! Beim Aufstieg hätte ich mit einem leckenden Gartenschlauch konkurrieren können so floß der Schweiß. Gut das wir wenigstens 1 Wasserflasche pro Mann dabei hatten. Der obere Bereich ist viel schöner und es gibt auch hier einen Wasserfall und Pool WP91. Aber erst mußte man wieder runter. Pa sparte sich die Strapaze und verfolgte alles von seinem Aussichtspunkt WP90. Zurück am Camp entschieden wir uns erst mal kein Zelt aufzustellen. Nur die Liegen und Moskitonetze die mußten schon sein. Leider sah es ein bißchen nach Regen aus. Wir sorgten vor und spannten ein Seil über unser Nachtlager und die bewährte Plane darüber. Gerade rechtzeitig den es ging auch schon los. Nicht so schlimm aber doch genug um naß zu werden wenn man im Freien steht.




29. Tag    08-10-2007

Heute Morgen merkten wir die Auswirkungen der unterschiedlichen Zeitzonen da es schon 06:30 war als es erst mal anfing hell zu werden. Erste Tätigkeit nach dem Frühstück war der Besuch des hiesigen Tourist Office um eine Bootsfahrt auf der Katherine Gorge zu organisieren. Wir kahmen gerade rechtzeitig um als die Ersten durch die Tür zu marschieren.
Die 13:00 Fahrt war schon ausverkauft und so wurde es eben die 15:00 Fahrt. Ich quetschte die Damen am Schalter noch über andere Ziele aus und Sie konnten mir sogar helfen einen Shop zu finden bei dem ich einen 20A Brückengleichrichter kaufen konnte. Vor ein paar Tagen brannte nämlich mein selbstgebasteltes Ladegerät durch. Wir sahen auch eine schöne Australienlandkarte aber die gab es nur nebenan im Zeitschriftenladen. Wir brauchten ja noch eine Karte um unsere Reiseroute aufzuzeichnen damit die Familie in BRD auch eine Ahnung davon bekommt wo wir überall waren. Dies machten wir auch gleich und dann ging es zum Elektroshop um mein Bauteil zu besorgen. Die Überraschung kahm aber beim bezahlen. Es wurden mir $20.- für ein Bauteil abgeknüpft für das ich bei Dick Smith in Perth vielleicht mal $5.- bezahlt hätte. Also wichtige Ersatzteile immer mitnehmen denn wenn diese weit draußen überhaupt verfügbar sind kann es oft teuer werden. Da ich aber keine Wahl hatte war die Sache einfach. Es ging zurück zum Camp, es war Mittag und ich mußte ohnehin die Reparatur durchführen. Jetzt kann ich endlich meine 2 Batterien wieder anständig aufladen. Das Klima wird immer stickiger und selbst ein bißchen Regen verschafft keine Abhilfe. Wir waren aber bald wieder unterwegs den im klimatisierten 4WD fährt es sich im Moment sehr angenehm. Wir fanden eine Rock Gallery und man sollte hupen um eingelaßen zu werden. Ich ließ es bleiben den ich wußte ohnehin, daß ich nichts kaufen würde. So fuhren wir weiter zum "Jurassic Cycad Garden" WP92. Ein botanischer Garten nur mit Cycadengewächsen welche zur Zeit der Dinosaurier das Pflanzenbild der Erde wesentlich mitbestimmten. Obwohl nicht unbedingt ein blühender Garten doch sehr interessant. Besonders die Madagascar Palmen sahen aus wie aus einem anderen Zeitalter. Hinterher ging es zu Knott's landing WP93. Als erstes sah man Warnschilder wg Krokodilen. Es war aber nur eine gewöhnliche Flußdurchfahrt. Da wir noch etwas Zeit hatten besuchten wir auch noch das hiesige Museum WP94.
Am interessantesten war die Ausstellung über die Superüberschwemmung zum Australia Day im Jahre 1998. Damals stand das Wasser in der Hauptstraße so hoch, daß die Krokodile ihren Weg bis zur Fleischabteilung bei Woolworth fanden und sich dort regelrecht vollgefressen hatten. Auf der Rückfahrt zum ging mir der Diesel im Haupttank aus weil ich vergessen hatte nachzupumpen. Nachdem ich ein paar Liter gepumpt hatte sprang die Karre wieder mal nicht an da mein 75er im warmen Zustand etwas zickig ist. Anschieben ohne Gefälle war für einen von uns älteren Herrschaften doch etwas zu schwer. So mußten wir im Auofahrerland Australien auf einen gutgebauten, kräftigen Fußgänger warten. Es kahm auch ein Halbschwarzer entlangspaziert und er war bereit uns zu helfen. Nachdem das Auto angesprungen war meinte er ich könnte Ihn doch dafür jetzt in die Stadt fahren. Fairer Vorschlag.
Nach kurzer Pause ging es zur Katherine Gorge WP95 zu unserer Bootsfahrt. Wir kahmen zur rechten Zeit und starteten mit einer frischen Brise. Die Katherine Gorge Fahrt kann man in verschiedenen stufen absolvieren. Wir machten die erste und zweite Stufe. Man muß stromaufwärts mal ein paar Meter marschieren und die Boote wechseln WP96. Das alleine ist auch schon ein Erlebnis den es gibt natürlich ein paar Felsmalereien zu sehen. Unsere Skipper und Tourguide war ein Aboriginal der die Touristen schon seit vielen Jahren durch die Gegend schippert. Wir sahen jede Menge verschiedener wasservögel auf der Fahrt und Krokodilspuren auf den Sandbänken am Ufer. Auf der Rückfahrt stoppten wir noch um ein paar Photos von einem Süßwasserkrokodil zu machen. Selbiges hat sich von der Klickerei nicht beeindrucken lassen und dümpelte ruhig an der Wasseroberfläche vor sich hin. Für uns war es eine Attraktion so nahe dranzukommen aber ich glaube unser Skipper hat im zugezwinkert. Auf der Rückfahrt mußten wir noch für den morgigen Tag volltanken und wie wir da so standen kahm ein verlotterter Aboriginal zu uns und wollte unbedingt Geld von uns haben. Ich konnte sein Geschwafel nicht so richtig verstehen aber money konnte er sehr gut und verständlich sprechen. Er war zwar lästig aber sonst hat er keine Probleme bereitet.




30. Tag    09-10-2007

Heute Morgen verließen wir Katherine und waren auf dem Weg nach Mataranka. Nach ein paar Km sahen wir ein Hinweisschild "Cutta Cutta Caves" WP100. Da wir heute nicht soweit fahren mußten und daher keinen Streß mit der Zeit hatten entschieden wir uns einen kleinen Abstecher einzulegen. Da wir früh dran waren mußten wir bis 08:30 warten um die erste Führung mitzumachen. Hat man mal eine Tropfsteinhöhle gesehen dann kennt man fast alle. Es ist nur jedesmal eine andere Variation. Es war aber trotzdem schön. Am Eingang zur Hölle hatte es sich auch eine schön gezeichnete Schlange in einer Nische bequem gemacht und lag schön ruhig vor unseren Objektiven. Meinem Pa hat es sehr gefallen und damit war die Höllenbesichtigung ein voller Erfolg
So gegen 11:00 erreichten wir dann Mataranka Homestead WP101. Als erstes gingen wir zu den heißen Quellen um zu sehen ob es sich überhaupt lohnt hier eine Nacht zu verbringen. Die Fledermäuse sind immer noch da aber der Dreck und Gestank waren nicht schlimm und um die Quellen rum sah es auch ordentlich aus. Also entweder die Schlechten Berichte waren garnicht so schlecht oder die haben anständig sauber gemacht. Wie auch immer wir entschieden uns zu bleiben. Nachdem wir gespachtelt und das Camp errichtet hatten machten wir uns auf den heißen Quellen einen Besuch mit Badehose abzustatten. Obwohl die Wassertemperatur ca 33 Grad betrug war es ein erfrischendes Bad. Dies lag daran, daß die Luft draußen ziemlich stickig war und so empfand man sogar das warme Wasser als Abkühlung. Ein paar Touristen erklärten sich freundlicherweise bereit ein paar Bilder von uns zu machen. Es herrschte sehr wenig Betrieb aber uns war es recht. Spät Nachmittags machten wir uns dann auf den Weg zu den Bitter Springs WP102. Leider war es keine Bierquelle wie der Name dies vielleicht hätte vermuten laßen. Mataranka gefällt mir besser aber es ist allemal einen Besuch wert. Bei unserer Ankunft am Parkplatz sahen wir auch einen italienischen 4WD LKW mit Camperaufbau aber was weit interessanter war, war das Kennzeichen. HSK - Hochsauerlandkreis aus Good Old Germany. Wir bewunderten das Gerät erst mal gebührend und gingen dann weiter. Bei unserer Rückkehr traffen wir dann auch die Besitzer und wir unterhielten uns ein bißchen. Sie erzählten uns, daß sie schon seit Jahren auf Weltreise sind und durch Rußland, Mongolei bis nach Singapur gereist waren. Jetzt sind sie schon 1 Jahr in Australien und bald geht es weiter nach Neuseeland. Auf dem Weg zurück nach Mataranka fuhren wir den John Hauser Drive der sich entlang des Roper River schlängelte. Gegen 16:00 waren wir wieder bei unseren Liegen zurück. Das Zelt hatten wir erst garnicht aufgestellt. Am Camp bekahmen wir regelmäßig Besuch von Vögeln, Pfauen und Kangaruhs. Als die Abenddämmerung hereinbrach machten sich die Flying Foxes (ähnlich Fledermäusen) auf den Weg zu Ihren nächtlichen Streifzügen und ich hatte schon Angst das die uns das Lager von der Luft aus vollscheißen beim Drüberfliegen. Das müßen Millionen gewesen sein so hat sich der Himmel verdunkelt. Was für ein gewaltiges Schauspiel. Aber es passierte nichts dergleichen. Wir legten uns zur Nachtruhe und nach einiger Zeit wachte ich auf da es einen furchtbaren Lärm gab gerade so als wollte jemand in den Landcruiser einbrechen. Es stellte sich heraus es war ein Kangaruh das die Mühltonne vergewaltigen wollte. So ungefähr hat es ausgesehen da es immer wieder versucht hat draufzuspringen und sich krampfhaft daran festklammerte um nicht runterzufallen. Wahrscheinlich hatte jemand was reingeschmießen was das gute Vieh unwiderstehlich anzog. Irgendwann hat es dann aufgegeben und wir konnten weiterschlafen.




31. Tag    10-10-2007

Heute war ein Fahrtag und trotzdem gibt es viel zu erzählen. Wir starteten schon früh in Mataranka. Ich dachte mir es wäre eine gute Idee den Reserfereifen aufzuziehen damit sich alle 5 Goodyears einigermaßen gleichmäßig abfahren und so hatte ich am Vorabend noch schnell den Reservereifen montiert. Unser erster Halt war das Pink Pub in Larrimah WP104. Ich wußte noch nicht mal was zu erwarten war aber es war lustig den rosaroten Panther vorm Wirtshaus sitzen zu sehen. Man konnte erkennen, daß das Pub schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hatte. Trägt aber sehr zum Charme der Trinkstätte bei. Ich genehmigte mir zum Frühstück ein Midi. Lange hielten wir uns aber nicht auf und nach einem Weilchen wollten wir wieder fahren. Wie ich so zum Auto ging fiel mir auf das der Reifen den ich erst gestern montiert hatte ziemlich platt war. Wurde die Reparatur des CSR geschädigten Reifens vielleicht doch nicht so fachmännisch durchgeführt? Wieder aufpumpen nützte auch nichts den man hörte es zischen. Also den ganzen Zirkus wieder und Wagenheber auspacken und Reifen wechseln.
Noch ein Midi nachgeschüttet und schon waren wir wieder unterwegs. Nächstes Ziel war das Pub in Daly Waters WP108. Wir trudelten gegen 10:00 ein und es war auch schon offen. Dieses Pub ist wieder mal der Beweis dafür wie findig die Australier sind aus nichts eine Attraktion zu machen. Obwohl man diesen Trinkertempel als historisch bezeichnen kann reicht es nicht weltberühmt zu werden. Irgendwann hat mal ein schlauer Kopf angefangen Damenunterwäsche, vornehmlich BHs und Höschen, an die alten Balken zu nageln. Im Laufe der Jahre kahm eine schöne Sammlung von Zirkuszelten (es sind aber auch paar wohlgeformte dabei) zusammen. Es gab natürlich auch anderen Schnickschnack wie Visitenkarten. Ich mußte mir was einfallen lassen um den Wirt davon zu überzeugen von mir auch was anzubringen. Ich erzählte Ihm also das ich aus Niederbayern komme und leidenschaftlicher Schafkopfspieler bin. Ob er den schon ein ordentliches Schafkopfblatt irgendwo hängen hat. Nein. Ich hatte also was gefunden was er noch nicht hatte. Wir bohrten ein Loch durch ein nagelneues Blatt und dann wurde es an einen Balken angeschraubt. Weil aber so gut wie kein Platz mehr zur Verfügung stand mußte ine nichtssagende Visitenkarte für die Schafkopfkarten Platz machen. In Daly Waters gibt es auch noch ein paar alte Flughallen und Landebahnen WP106 von denen aus im 2. Weltkrieg Angriffe gegen die Japsen geflogen wurden. Wir fuhren weiter nach Tennant Creek. Nach ca. 1/2 Stunde auf dem Stuart Hwy stoppte uns ein Auto und meinte wir hätten was Blaues verloren. Konnte mir aber beim besten Willen nicht vorstellen was es gewesen sein sollte. Wir fuhren zurück und fanden einen unserer Campingstühle. Da fiel mir ein, daß ich in Daly Waters 2 Stühle aus dem Auto rauslegen mußte um an die Spielkarten zu kommen. Im Eifer des Gefechts hatte ich die auf dem Deckel des Anhängers vergessen und dies war der Zweite der runtergefallen war. Weis der Teufel wo der Andere lag.
Wir fuhren weiter nach Tennant Creek WP110 um zu tanken und zu übernachten. Tanken war kein Problem aber als wir am Caravan Park waren kahmen ein paar grölende und aus dem Fenster spuckende Schwarze mit Ihrem 4WD eingetrudelt. Das wollten wir uns dann doch nicht antun und fuhren weiter zur nächsten Stelle. Aber erst mal kahmen wir zum Sonnenuntergang bei den Devils Marbles WP111 vorbei. Das war gerade zur rechten Zeit da die Abendsonne ein herrliches Farbenspiel hervorruft. Die skurrile Kuliße aund das Abendrot erzeugten ein herrliches Schauspiel. Viele Steine sahen wirklich wie übergroße Murmeln aus und waren auch in einem eng begrenzten Gebiet verstreut gerade so als hätte jemand damit gespielt.
Wir kahmen im Dunkeln in Wycliffe Well WP112 an und schlugen unser Camp auf. Keine Zelte, nur Liege und Matratze. Es traf auch noch eine Truppe Asiaten mit einem Solarfahrzeug ein. Ich fand raus das in ein paar Tagen das jährliche Darwin to Adelaide Solarrennen stattfindet. Bis Mitternacht machten die einen Radau und so mußte ich denen einen Tip geben doch die Sirene etwas runterzufahren.
Wycliffe Well ist so ein typisches Nest am Arsch der Welt aber irgendwann ließen die sich einfallen es gäbe hier australienweit die meisten pro Kopf UFO Sichtungen.

Wycliffe Well Holiday Park is world renown for its regular UFO sightings, recently ranked 5th for top reported UFO activity in the world. -Source, The Sun Herald, April 7, 2002.

(Ausschnitt aus einem Zeitungsartikel) Dementsprechend war auch viel Kitsch aufgestellt. Aber wir fuhren ja am Morgen weiter.





32. Tag    11-10-2007

Letzte Nacht war mal seit langem wieder mal mit angenehmen Schlaf gesegnet. Wir waren jetzt soweit südlich gefahren das wir die Subtropen verlaßen hatten und Luftfeuchtigkeit wie Temperaturen sind nicht mehr so schlimm.
Wir düsten schon ziemlich früh ab und gedachten ca. Mittag in Alice Springs zu sein. Irgendwo auf der Strecke passierten wir eine markierte Stelle die besagte dies wäre der höchste Punkt zwischen Darwin und Alice Springs. Wie hoch über dem Meeresspiegel wurde aber nicht verraten. War wohl doch nicht wichtig genug. Als nächstes konnte man in der Ferne eine riesige Statue eines hageren aboriginal bush walkers erkennen. Nachdem wir näher gekommen waren gab es noch einen Schriftzug zu lesen Aileron - Big man walking WP113. Sah mir nach einer aboriginal art gallery oder sowas aus. Wir entschloßen uns weiterzufahren aber ich fand hinrterher raus es war ein Roadhouse mit allem was ein müder Reisender so braucht. Eine Art gallery soll es auch geben. So 2 -3 stunden vor Alice Springs sahen wir ein Hinweisschild "Gem Tree Fossicking" WP114. Ich erinnerte mich an einen Bericht darüber den ich vor nicht allzulange in einem TV Reiseprogram gesehen hatte und überzeugte meinen Pa doch mal vorbeizufahren. Wenn es darum geht nach Steinen (wertvoll oder nicht) zu scharren ist er immer dabei. So machten wir also einen kleinen Umweg. Genau gesagt liegt es 75 Km vom Highway entfernt. Leider kahmen wir zu spät den um diese Jahreszeit fanden am Nachmittag keine Schürftouren mehr statt. Man hat hier die Möglichkeit in einem eng begrenzten Gebiet entweder auf eigene Faust oder unter sachkundiger Führung nach Edelsteinen und seltenen Mineralien zu such. Nicht unbedingt vom Typ Diamant oder Rubin aber den Ausstellungsstücken in den Verkaufsräumen nach zu urteilen doch sehr farbenprächtige andere weniger wertvolle Steine. Es gab auch eine hauseigene Werkstatt in der man seinen Fund weiterverarbeiten lassen konnte.
In Alice Springs WP116 waren wir dann kurz vor 15:00. Allzugroß ist Alice ja nicht und ich denke mir innerhalb kurzer Zeit findet man sich zurecht wie ein Einheimischer. Wir buchten unser Camp erst mal für 2 Tage und hatten noch Zeit für ein paar Einkäufe. Zurück am Camp hatten wir auch Zeit den Reservereifen zu flicken. Pa war nicht sehr begeistert den Reifen nochmal aufzuziehen aber ich wollte es unbedingt wissen. Ich fand dann raus das wohl bei der erstmontierung mit Schaluch ein kleines Stück Draht mitreingerutscht war und das hat dann beim Fahren innerhalb kurzer Zeit sich durch den Schlauch gebohrt.





33. Tag    12-10-2007

Heute morgen ließen wir es langsam angehen. Unsere Platznachbarn waren Schweizer und er zeigte uns auf einer Karte ein paar Orte von denen er meinte wir müßten unbedingt da hin. Rainbow Valley hatte es Ihm besonders angetan.
Leider konnten wir nicht alles sehen und ich mußte auch zu meinem Leidwesen feststellen das die Reiselust meines Vaters nach fast 10000 gefahrenen Km ziemlich gelitten hatte. Noch vorm Mittag aber machten wir uns auf zum Standley Chasm WP117. Zwischen 11:00 und 13:00 ist der beste Sonnenstand und somit auch die beste Besuchszeit da es dann einigermaßen hell in der Schlucht war. Wir kahmen gegen 12:00 an. Ist ein hübsches Schlüchtchen. Anders als in den Bungles aber irgendwie gleichen sich Schluchten genauso wie Tropfsteinhöhlen. Echidna Chasm im Bungle NP hat mir besser gefallen, soll aber nicht bedeuten Standley Chasm soll man links liegen lassen. Pa war wieder in seinem Element den es gab viele Gesteinsarten mit schönen Musterungen zu entdecken. Hinterher ging es nach Hermannsburg in die West McDonnel Ranges. Dies war eine ehemalige deutsche Mission und unser schweizer Nachbar hat so vom Apfelstrudel geschwärmt. Hans, mein CSR Gefährte, war auch schon ein paarmal da und wollte nach unserer Rückkehr wissen wie es heute da aussah. Auf dem Weg dahin hielten wir an einem Denkmal für Albert Namatjira WP118. Namatjira war ein bedeutender australischer Maler der in Hermansburg aufgewachsen war. Geschichtlich ist Hermansburg doch sehr interessant und manches wurde wieder restauriert aber es ist auch vieles in einem argen Zustand. Besonders traurig war der Friedhof anzusehen. Wir ließen es uns auch nicht nehmen den so gelobten Apfelstrudel zu probieren WP1120. Er war schon gut aber die Begeisterung hat sich bei uns nicht im gleichen Maße eingestellt. Hermansburg ist auch ein "trockener" Ort. Dies wurde beschlossen da die meisten der Einwohner doch extrem sonnengebräunte Haut spazierentragen. Ich glaube das war ein Riesenschritt vorwärts den richtig elendig hat es in Hermansburg nicht ausgesehen. Ich will nicht unbedingt dahin ziehen aber ich kenne auch andere aboriginal settlements wo ich nicht mal tot über'm Zaun hängen will. Wir machten uns wieder auf den Rückweg und genoßen die herrliche Aussicht beim Fahren. Wie wir so schön vor uns hinrollten wurden wir von einem NT "booze bus" angehalten. Der Polizeibeamte begrüßte uns und ließ keinen Zweifel aufkommen was von mir erwartet wurde. Erster Versuch ging daneben obwohl ich krüftig gepustet hatte. Zweiter Versuch ging auch daneben und der Beamte fummelte wieder an seinem dummen Gerät rum. Ich wurde dann ein drittesmal gebeten kostbare Atemluft zu vergeuden und endlich hatte er es hingekriegt. Ich konnte mir einen Seitenhieb nicht verkneifen und erzählte Ihm das ich aus Perth komme und unsere Polizei kann das besser, die kriegen das immer beim Erstenmal hin. Hat Ihm nicht geschmeckt und ich hatte meine Rache. Am Camp zurück konnte ich meinen Pa noch überreden eine weitere Nacht in Alice Springs einzulegen.





34. Tag    13-10-2007

Letzte Nacht war ziemlich frisch um es mal milde auszudrücken. Ich glaube ohne anständige Decke hätte ich nicht schlafen können. Da es ja so ein halber Ruhetag werden sollte hatten wir es mit dem Aufstehen nicht so eilig und es war schon angenehm temperiert als wir endlich aus unseren Nestern krochen. Heute wollte ich mal versuchen so nahe an Pine Gap WP121 heranzukommen um es wenigstens aus der Ferne sehen zu k|nnen. Es wa zwar auf der Karte eingezeichnet aber wo man abfahren mußte, mußte man selber rausfinden so leicht wurde es einem dann doch nicht gemacht. Leider wurde aus meinem Vorhaben nichts da wir irgendwann an eine große Hinweistafel kahmen die es Zivilisten untersagte hier weiterzufahren. Einen Versuch war es aber wert.
Als nächstes besuchten wir das Road Transport Museum WP123. Es gab 3 Bereiche. Erst mal wurden alte LKWs und Sattelschlepper ausgestellt. Dann ein kleiner Bereich mit Oldtimern und alten Motorrädern. Stückzahl aber sehr begrenzt. Allerdings sehr gut erhaltene Exemplare von Ford T, Packard & Buicks. Als dritter Bereich kahm dann ein Museum nur der Firma Kenworth gewidmet. Kenworth LKWs werden in Bayswater im Staate Victoria hergestellt. Als Beigabe gab es noch ein paar alte Dampfmaschinen und eine Werkstatt in dem pflegebedürftige Gefährte wieder aufgepeppelt werden. Ein Besuch dieses Museums ist jedem der Alice Springs besucht sehr zu empfehlen. Gegenüber gab es dann gleich noch das alte Ghan Museum. Obwohl nicht so umfangreich und imposant wie das Gegenüber ist es doch ein Erlebnis mal in einem alten Ghan Speisewagen zu sitzen und sich vorzustellen man wäre dabeigewesen. Da es schon Mittag war ging es zu Coles da diese Supermarktkette im Schnitt australienweit die besten Brathähnchen ausspuckt. Nach der Siesta ging es noch zum ANZAC Hill WP125 da man von hier aus einen wunderbaren Ausblick auf Alice Springs und die West McDonnell Ranges hat. Hier merkt man doch das Alice Springs eine sehr überschaubare Stadt ist. Jetzt ging es zurück zum Camp den ein paar Reparaturen und Vorbereitungen für die morgige Weiterreise mußten noch getroffen werden. Morgen geht es weiter zum großen Stein.





35. Tag    14-10-2007

Heute Morgen ging es weiter zum Ayers Rock. Wir sagten Tschüß zu unseren schweizer Nachbarn und sprangen auch schon ins laufende Auto. Am Caravan Park gab es heute um 08:00 ein Pan Cake Frühstück. Da wir aber schon wesentlich früher fertig waren ließen wir es ausfallen. Nachdem wir eine Weile gefahren waren sahen wir ein Hinweisschild zum Kings Canyon und zu den Hensbury Meteoritenkratern WP126. Also fragte ich Pa ob er den wenigstens die Meteoritenkrater sich ansehen will. Warum nicht. Die Antwort tat Ihm aber bald leid denke ich den die Straße fing wieder arg an zu rütteln und das mochte er mittlerweile garnicht mehr leiden. Kurz vor den Kratern fuhren wir an einem geparkten Tourfahrzeug von Mike Hoffman von Red Centre Tours vorbei.
"The man himself" war gerade am rumkraxeln und so fuhren wir weiter. Kurz darauf waren wir dann am Parkplatz WP128. Von hier aus zu den Kratern war es noch ein Spaziergang von ca. 1.5 Km Hin und zurück. Es waren mehrere Krater und der größte hatte einen Durchmesser von ca. 50m. War natürlich nicht so beeindruckend wie der Wolfe Creek Crater. Weiter ging es in Richtung Ayers Rock. Unterwegs gab's natürlich wieder was zu sehen. In einigen Km Entfernung war eine riesige Erhebung mit einem Plateau zu sehen. Es war Mt. Conner. Es gab einen extra eingerichteten Aussichtspunkt WP130. Die Entfernung war schlecht einzuschätzen aber 10 Km sind es mindestens gewesen. Hat mich stark an "Lost World" von Arthur Canon Doyle erinnert. Ca. 15:00 erreichten wir dann das Yulara Resort WP131. Wir buchten einen Grasplatz für 3 Nächte und es war wieder camp aufstellen angesagt. Da wir ja jetzt jede Menge Übung hatten ging das relativ schnell. Unsere Nachbarn waren aus Stuttgart wie sich rausstellte. Nachdem wir alles aufgestellt hatten ging es zum Fels. Eintritt war $25.- pro Mann und Nase aber es galt für 3 Tage. Es ging schnurstracks zum Parkplatz der für Sonnenuntergänge vorgesehen war WP132. Es war erst kurz vor 16:00 und noch nicht soviel Betrieb. So konnten wir uns unseren Stellplatz aussuchen. Ein paar Nachbarn wollten Ihre Kamera positionieren hatten aber kein Stativ. Ich nahm mein kleines Stativ und brachte es rüber mit den Worten "hier nimm das mal". Ich hatte richtig geraten es waren Germanen. Die nächsten 2 Std wurden damit verbracht Bilder und Videos zu schießen. Einfach ein faszinierendes Schauspiel. Jedenfalls wenn man es das erstemal sieht. Nachdem alles vorbei war brachten die deutschen Touristen das kleine Stativ zurück und wir machten uns auf den Weg zurück ins camp.





36. Tag    15-10-2007

Heute Morgen wollten wir uns den Sonnenaufgang ansehen. Pa wollte aber nicht so recht aus den Federn den nachts hat es ganz schön abgekühlt und es war richtig frisch geworden. Es war gegen 05:30 als wir ankahmen aber der Kampf um die besten Parkplätze war schon verloren. Machte aber nichts den ein bißchen marschieren hat noch keinem geschadet. Es ging weniger geordnet als gestern zu und das Farbenspiel war lange nicht so gut wie am Abend. Es ist aber auch interressant die Besucher zu beobachten und in dem Sprachengewirr zu versuchen rauszufinden aus welchem Lande die Sprecher den herkommen.
Hinterher wollten wir eigentlich den Ayers Rock besteigen WP133. Bei mir hat er sich aber erfolgreich verteidigt den ich habe es schon im Ansatz bleiben lassen. Ich habe zwar keine Höhenangst aber da es nur ein wackeliges Halteseil auf hüfthöhe gab wollte ich das Risiko nicht eingehen. Ich brauche festen und sicheren Halt und es ist egal wie tief es runter geht. Leider war auch das Gestein von den vielen Fußgängern schon ziemlich abgewetzt und somit die Rutschgefahr sehr hoch. Meinem Vater hat es nicht gefallen das sein Sohnemann gekniffen hat aber er hat auch eingesehen, daß es nix bringt alleine weiterzulaufen. Als ex Maurer mit 10m hohen Bierkistengerüsten konnte Ihm nichts Furcht einflößen. So sind wir noch ein Weilchen gestanden wo das Halteseil angefangen hat und sahen dem lustigen Treiben der Umkehrer zu. Wir sind dann am Boden um den Fels rumgewandert und auf dieser Ebene hat der Fels etwas majestätisches an sich. Von oben gibt es hauptsächlich gute Aussicht. Es waren auch sehr schöne Bänke aus Buschholz aufgestellt und bei deren solider Bauweise könnte man denken die waren schon seit der Entstehung des AR da. Man sieht auch Feslszeichnungen auf seinen Wanderungen und Wasserstellen die immer noch etwas von dem kostbarem Naß enthielten. Um unseren Ausflug zu beenden sind wir noch mit dem Auto und laufender Videocamera um den Ayers Rock einmal rundum gefahren. Nach diesen Anstrengungen ging es zurück zum Camp um sich etwas auszuruhen. Abends ging es nochmal zur Sonnenuntergangsschau weil so schön ist. Diesen Abend waren auch nicht soviele Leute da und so war die Atmosphäre wesentlich angenehmer. Wir wurden auch einigemale gebeten Photos für Paare oder Gruppen zu machen und so hatten wir auch immer jemanden der welche von uns machen mußte. Wir trafen auch ein Ehepaar aus Köln die uns zu einem Glas Mangowein aus Queensland einluden und es kahm auch noch ein angeregtes Gespräch in Gange. Das Farbenspiel war wieder einmalig. Nach Einbruch der Dunkelheit machten wir uns dann endlich auf den Rückweg.





37. Tag    16-10-2007
Heute Morgen wollte ich den Sonnenaufgang vom Sonnenuntergangsparkplatz aus beobachten. Kurz nach 05:00 war ich schon da und es war so gut wie nichts los. Jeder drängte auf die andere Seite. Dabei wußten die Armen nicht was Sie versäumen würden.
Von diesem Parkplatz hat man die weitaus besseren Aussichten auf den Ayers Rock. Sei es Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang. Dann war es aber Zeit meinen Pa aus dem Zelt zu holen den es gab ja auch noch die Olgas zu besuchen. Die Olgas haben Ihre eigene Faszination. Fast so wie die Devils Marbles nur einige tausendmal größer. Bei der Anfahrt machten wir Halt an einer Aussichtsplatform WP134 von der aus man eine guten Überblick auf die Olgas hat. Es war schon sehr, sehr warm und die Fliegen waren lästig. Nächste Station war die Walpa Gorge WP136. Bis zum Ende sind es ca. 20 min zu laufen. Die Schlucht war an und für sich nichts besonderes aber es lädt ein sich hinzusetzen und sich neben den hohen und steilen Felsenwänden klein zu fühlen. Man konnte sehen wo das Regenwasser den Felsen runterlief und ein bißchen Vegetation hat sich da angepaßt und konnte auch da überleben. Von hier aus ging es zum Parkplatz von dem aus der "Valley of the winds" Wanderweg startet WP137. Pa wartete im Auto den er hatte vom rumlaufen genug. Wir vereinbarten, daß ich in ca. 2 Std. wieder zurück sein würde. Dieser Wanderweg ist ein Rundgang mit verschiedenen Stationen. Der erste Halt war nach ca. 15 min. Dann ging es weiter denich hoffte irgendwo einen Aussichtspunkt zu finden von dem aus man den Ayers Rock sehen künnte.
Man wurde auch gewarnt es wäre eine anstrengende Wanderung. Nicht gelogen vor allem bei der Hitze. Was ich gut fand war, daß man auch einige Wasserstationen aufgestellt hatte wo man Trinkwasser nachfaßen konnte. Bei einigen Wanderern sicher nötig. Heute war es auch besonders heiß. Wenigstens für meine Begriffe und ich lebe nun schon fast 20 Jahre in WA. "Only mad dogs and english man go out in the midday sun" dieser Spruch kahm mir immer wieder in den Sinn. Die nächste Wasserstation die ich erreichte gab einem die Wahl links oder rechts zu laufen. Alles derselbe Weg den hier startet der Rundgang. Ich hielt mich rechts den ich wollte den 2ten Aussichtspunkt erreichen. Der Weg sollte hart und steinig sein und es wurde nicht zuviel versprochen. Der Weg dahin war auch nicht immer klar erkenntlich den man mußte ab und zu eine Kletterpartie hinlegen und so manchesmal war ich mir nicht sicher ob ich hier noch auf dem richtigen Weg war. Endlich angekommen war ich ziemlich außer Atem aber das war nur zum Teil weil die Wanderung so schwierig war sondern weil meine Kondition nicht mehr die Beste war. Leider aber eher meine Schuld. Man sollte sich auf solchen wanderungen schon Gedanken darüber machen wieviel man sich zutrauen kann. Dies umso mehr wenn man in der größten Tageshitze loslegt. Es erinnert mich immer wieder an den vielzitierten Spruch "only mad dogs and english man go out in the midday sun". Angelangt war die Aussicht sehr gut den es ging steil bergab und man überblickte ein großes Tal. Ich genoß den Ausblick, ruhte mich aus und machte mich dann auf dem gleichen Weg zurück zum Auto. Ich brauchte Hin und Zurück nur 90 min. Nun ging es zurück zum Camp für ein spätes Mittagessen. Am Campingplatz angekommen beobachteten wir ein älteres Ehepaar welches Ihr Zelt versetzten damit es nicht so in der prallen Sonne stand. Der Dialekt in dem Sie sich unterhielten kahm uns verdächtig bekannt vor. Es stellte sich heraus, daß die Beiden aus Oberbayern kahmen und die Dame des Hauses verbrachte Ihre Jugend nur ein paar Km entfernt vom derzeitigen Wohnort meines Vaters. Am späten Nachmittag dann ging es wieder los zu den Olgas den auch hier bietet sich ein herrliches Farbenspiel wenn die Sonne untergeht. Es waren bei unserer Ankunft noch nicht allzuviele Besucher anwesend und wir hofften es würde so bleiben. Es kahm aber dann doch noch ein Tourbus dazu der eine Ladung Touristen ausspuckte und das Personal stellte Tische auf um Champagner und Knabbereien zu servieren. Es lohnt sich allemal zum Sonnenuntergang zu den Olgas zu fahren. Der Ayers Rock hat aber die bessere Werbung und so ist auch der Betrieb wesentlich emsiger dort. Es dauert auch ca. 45 min um mit dem Auto vom CP zu den Olgas zu fahren. Zum großen Stein sind es nur ca. 10 min. Aus eigener Erfahrung wissen wir wo die Meisten hinfahren.





38. Tag    17-10-2007

Heute Morgen ging es in Richtung Coober Pedy. Es war wieder mal einer von diesen Tagen der außer Fahren nicht viel mehr hergab aber das Land ist groß, sehr groß.
Gegen Mittag waren wir an der Grenze von NT - SA WP139. Dies war auch ein 24 Std Rastplatz und es waren auch ein paar Einrichtungen wie Toiletten, Wasser und Infotafeln vorhanden. Leider waren schon ein paar Wochen vorher die Idioten da den es waren aus den Tafeln Teilstücke rausgeschnitten. Nachdem wir weiterfuhren verlief auch die Eisenbahnschiene parallel zur Straße. Wir hofften den Ghan zu sehen aber alles was uns entgegenkahm war ein Güterzug.Gegen 17:00 erreichten wir dann Coober Pedy. Vor der Ortseinfahrt machte ich noch schnell ein paar Bilder von den kleinen Geröllhaufen die mittlerweile zu tausenden in der Landschaft standen. Später fanden wir heraus das diese das Ergebnis von Probebohrungen waren. Wir suchten uns den Big4 Caravan Park WP140 und stellten unser Camp auf. Es kahm auch eine frische Brise auf und mittlerweile war die Luft so staubig, daß man direkt in die Sonne ohne Sonnenbrille in die untergehende Sonne gucken konnte ohne Schaden zu nehmen. Der erste Eindruck von Coober Pedy: Hier möchte ich nicht tot übern Zaun hängen". Nicht umsonst wurde Mad Max III hier gedreht.





39. Tag    18-10-2007

Heute Morgen waren wir erst mal beim Tourist Office um uns ein bißchen zu informieren was man in Coober Pedy so alles anstellen kann. Wir wollten natürlich eine Mine besichtigen und ein dugout, ein Haus Coober Pedy Style. Wir buchten eine Tour von "Tom's working underground mine" WP141.
Da wir noch etwas Zeit hatten fuhren wir zur "Big Winch". Eine überdimensionale Seilwinde die an einem etwas höheren Punkt aufgestellt. wurde. Auf dem Weg dahin kahmen wir an einem Aussichtspunkt vorbei und ließen uns die Gelegenheit nicht entgehen von oben mal auf CP herabgzuschauen. Es stellte sich aber raus, daß es Privatbesitz war und der Chinese dem es gehörte nutzte den Platz um Touristen anzulocken. Er ging damit auf Kundenfang für seine angeblich selbstgeschürften und selbstgeschliffenen Opale. Ein richtiger Superman wenn man seinen Ausführungen glauben schenkte. Irgendwann hat er es aber eingesehen das es bei uns keinen Zweck hat und wir sind wieder abgezogen. Die big winch ist gut für ein paar Bilder aber ob sowas mal wirklich in Betrieb war weis ich leider nicht. Danach wurde es Zeit für die Minenbesichtigung. Da die Entfernungen in Coober Pedy sehr Touristenfreundlich sind brauchten wir nur ein paar Minuten bis dahin. Es warteten schon ein paar andere Besucher und nach einer kurzen Wartezeit ging es ab - was heißen soll unter Tage. Unser Führer war eine junge Dame die angeblich die Schwiegertochter des Besitzers oder Betreibers der Mine war. Wir wurden durch zahlreiche Gänge und Räume geführt und unser girl leistete gute Arbeit uns alles zu erklären. Ob Sie dabei alle Geheimnisse preisgab ist natürlich zu bezweifeln aber bei gut erzählten Geschichten spielt der Wahrheitsgehalt eine eher untergeordnete Rolle. Wir sahen auch einige Opale durchs Gestein schimmern aber es war die wertlose Variante - wie 90% der gefundenen Opale - sonst wären wir mit Sicherheit nicht hier vorbeigelaufen. Wir hatten auch die Gelegenheit selbst ein bißchen zu schürfen und nach 2 Std erblickten wir wieder das Tageslicht. Wieder an der Oberfläche merkt man erst wie kühl es da drunten im Gestein ist. Nach der Minentour ging es zu "Faye's underground home" WP142. Dies war ein dugout. Ob es ein typisches war ist schlecht zu sagen wenn man nur Eines gesehen hat aber aushalten kann man es da allemal sehr gut.
Wir wurden durch die unterirdischen Räume geführt und es gab sogar einen überdachten swimming pool aber der war oberirdisch. Die Besitzer erklärten uns das die Innentemperatur das ganze Jahr über nur um einige oC schwankt und das dies durch ganz natürliche Belüftung geschieht. Ohne jegliche Heizung oder Klimaanlage. Nach der Mittagspause wollten wir mal schau'n ob wir den auch ein paar Souvenir Opale finden würden. Wir wanderten durch ein paar Shops entlang der Hauptstraße mußten aber feststellen, daß die guten Stücke von den Preisen her ausser Reichweite waren und so landeten wir in einer Nebenstraße in der eben der übliche Touristenschrott verkauft wird. Da gibt es dann eben nur die "Furnier Opale". Ich nenne es mal so denn es läßt sich gut damit vergleichen. Es wird gutes Deckmaterial genohmen und aufgeklebt. So kann man die Opale strecken. Gerade so als ob man ein Stück Blei mit Blattgold belegt und denkt hinterher man hat solides Gold in der Hand. Da es aber nur Souvenirs waren spielte es keine große Rolle. Pretiosen als Geldanlage war für mich schon immer Unsinn - bestenfalls. Was wir uns auch noch zu Gemüte führten waren Kirchen. Diese waren ja auch in dugout Manier gebaut. Es gab einige Kirchen in Coober Pedy aber die bei weitem sehenswerteste war die serbisch orthodoxe Kirche WP143.
Zum Abschluß unserer Besichtigungsrunde fuhren wir zu den Breakaways WP145. Ein desolater Flecken Erde aber mit farblichen Varianten. Hier wurde auch der Mad Max III - Thunderdome gedreht. Man kann sich schlecht einen desolateren Ort vorstellen und so war es wohl der ideale Ort für diesen Film. Priscilla - Queen of the desert war ein anderer australischer Film der zum Teil hier gedreht wurde. Auf dem Weg kahmen wir auch noch am "dog fence" WP144 vorbei Der lägste Zaun der Welt Satte 5000 Km lang. What a backyard. Zurück in Coober Pedy wollten wir in einem dugout Restaurant die hiesige Gastronomie testen. Leider war der Koch gerade auf Urlaub und so war geschloßen. Der Besitzer ließ uns aber trotzdem rein damit wir uns wenigstens ein bißchen umsehen konnten. Wir fanden dann unseren Weg in ein griechisches Restaurant und dieses lieferte auch gute Küche zu einem vernünftigen Preis. Wenn man dann bedenkt, daß hier alles aber auch jede Kleinigkeit von weit her rangekarrt werden mußte war es erstaunliuch günstig.






40. Tag    19-10-2007

Heute Morgen hieß es dann Aufwiedersehen Coober Pedy und Sandstürme. War ich froh abzuhauen. Ich habe in meinem Leben noch nie so eine trostlose Gegend erlebt wie den nördlichen Teil von Südaustralien. Nicht mal die innere Mongolei von der Transsibirischen Eisenbahn aus gesehen kann da mithalten. Aber man muß es erlebt haben und es wird keiner gezwungen zu bleiben. Um 07:00 waren wir schon auf Achse. Erst passierte garnichts. Nach ca. 2 Std änderte sich die Landschaft ein bißchen. Mal ein Busch hier und da. Dann kahmen wir zur Abzweigung nach Kingoonya. Wir wollten dieses kleine Teilstück fahren und dann fragen ob der weitere Weg zum Hwy ähnlich gut oder schlecht ist. Die Abkürzung würde uns denn Umweg über Port Augusta erübrigen und damit könnten wir ein paar 100 Km einsparen. Es war auch ganz gut zu fahren und der Wirt im Pub WP149 sagte mir die weitere Strecke bis nach Wirrula am Hwy #1 wäre auch nicht besser oder schlechter. Gerade als ich gehen wollte sah ich eine große Flasche Jägermeister stehen und ich fragte den Wirt wie diese Ihren Weg hierhergefunden hat. Er erklärte mir, daß die hiesigen Jungs es mit Red Bull mixen und mit dieser Mischung können sie die ganze Nacht saufen. Macht betrunken und hält wach. Auf dem Weg nach Wirrula änderte sich die Landschaft derart, daß ein Schaf wahrscheinlich nicht mehr verhungert wäre bei dem Versuch von einem Grasbüchel zum nächsten zu laufen. Die Straße war gut genug um im Schnitt 70 Sachen zu machen. Es begegneten uns sogar 3 Autos. So gegen 14:00 erreichten wir den Hwy #1 und nach einer weiteren Stunde waren wir in Ceduna. Wir versuchten den Big4 CP zu finden aber wir konnten keine Straßenschilder mit Straßennamen entdecken. Es wurde uns dann später erklärt das man die Straßennamen auf den Bordstein pinselte weil der Vandalismus überhand genommen hat. Wenn man's weiß ist alles gut und schön aber als Tourist ist man erst mal aufgeschmißen. Beim hiesigen Spritladen sah ich auch ein Schild wo draufstand "It is now 16:00". Neugierig wie ich bin fragte ich was es damit auf sich hat. Mir wurde dann erklärt laut Gemeinderegelnist es verboten Beutelwein (Cask) vor 16:00 zu verkaufen da sonst alle die unter den schattigen Bäumen rumlungern um diese Zeit schon im Vollrausch wären. Als ob es ein Unterschied wäre wenn sie erst ein paar Stunden später die Hucke voll haben.





41. Tag    20-10-2007

Heute Morgen ging es früh weiter. Jetzt waren wir bald Zuhause. Nur noch ca. 2000 Km. Vorher mußten wir aber unseren durstigen Landcruiser auffüllen. Whärend der Fahrt passierte nicht viel wie so üblich bei Langstreckenfahrten.
Nach ein paar hundert Km sahen wir ein Schild mit der Aufschrift "Head of bight" WP153. Ich dachte mir vielleicht ist das der Punkt an dem man die berühmten hohen Klippen der Nullarbor sehen kann. Bingo. Es war auch zum Wale beobachten eingerichtet worden aber die Saison war schon so gut wie vorbei. Auf unserem Weg fuhren wir noch einigemale an Aussichtspunkten vorbei. Manche waren ganz gut, manche nicht so gut aber das muß man selber entscheiden. Kurz vor der SA-WA Grenze WP155 hielten wir um unsere letztes Obst zu verzehren und den Abfall zu beseitigen. Der Zollbeamte(auf der Nullarbor - das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen) stellte jede Menge Fragen und schließlich mußten wir auch noch Honig, Zwiebeln & Knoblauch wegschmeißen. Wäre nicht so schlimm gewesen nur mußten wir den ganzen Anhänger entladen und hinterher natürlich wieder alles zurück. Weiter ging es und nächste Station war eine BP Tankstelle. Kurz danach kahm dann das berühmte Schild "90 MILE STRAIGHT AUSTRALIA'S LONGEST STRAIGHT ROAD 146.6 Km". Da es schon dunkel war machten wir ein schnelles Photo und weiter ging es. Wir schafften es bis zum Balladonia Roadhouse WP158 aber dann ging nichts mehr.Ich war dann 1000 Km gefahren. Wir fragten welche Übernachtungsmöglichkeiten es gab. Wir entschieden uns für ein Bett im Backpackerzimmer. $22.50 pro Mann & Nase für ein schmuddeliges Bett in einem noch schmuddeligerem Zimmer ist schon happig. Wir wollten uns aber nur auf's Ohr hauen und nächsten Morgen wieder Leine ziehen.





42. Tag    21-10-2007

Heute Morgen wurden wir von dröhnenden LKWs aus unseren Träumen gerissen. Also nix wie raus aus den Federn, rein in die Klamotten und 06:00 ging es dann rund. Wir hatten unsere letztes Stück Nullarbor vor uns. Jetzt war mal wieder Gelegenheit Pa fahren zu lassen. In Norseman angekommen fragte ich dann: links oder rechts? Er wollte noch den Tree Top Walk sehen also bogen wir links ab in Richtung Esperance. Wir fuhren aber nicht bis Esperance sondern nahmen die Gibson - Dalyup Abkörzung. Kurz vor Ravensthorpe fing das Wetter an lausig zu werden. Wir besorgten uns schnell was für's Mittagessen und fuhren weiter zum Fitzgerald NP. Ich wollte Pa die Hakea Royal zeigen. Das Wetter war nicht sehr einladend und so war es ein kurzer Besuch. Die Wildflowers waren auch nicht besonders. Nächste Station war dann Albany wo wir die letzte Nacht in fremden Betten verbringen mußten. Morgen Abend heißt es dann home - sweet home. Eigentlich hätte man schon einen Stop in den Stirling Ranges einlegen sollen aber aufgrund des einsetzenden Regens sausten wir weiter. In Albany mieteten wir uns nochmal eine Cabin da brauchten wir dann nicht soviel aus und einpacken.







43. Tag    22-10-2007
Heute Morgen brach unser letzter Tag an und dann war die Umrundung Westaustraliens vollbracht. Das Wetter hatte sich gebessert und die Packerei war auch relativ einfach. Als erstes nahmen wir uns "the gap" WP159 und "natural bridge" vor. Ich war ja bestimmt schon ein dutzendmal da aber es ist immer faszinierend den Wellen zuzusehen wie sie sich scheinbar die Zähne am Granit ausbießen. Aber nur wenn man es kurzfristig sieht. Als nächstes ging es zu den Blowholes WP160. Meistens furzten sie nur ein bißchen aber ab und zu kahm ein heftiger Luftstoß durch die Lücken und man mußte aufpaßen, daß man nicht im Weg stand. In Albany muß man natürlich die Amity Brigg Replica WP163 besuchen. Damit hat schließlich alles in WA angefangen. Mittlerweile war die Zeit fortgeschritten genug und es war schon geöffnet also nix wie hin. Wir setzten unsere Füße auf die Planken und weil wir die ersten und einzigen Gäste waren konzentrierte sich der Redefluß des Aufsehers auf uns alleine.
Nebenan war noch der Mundrabilla Meteorit ausgestellt und den sollte man schon gesehen haben. Ein tonnenschwerer Kometenkernder den Aufschlag überlebt hat. Jetzt aber machten wir uns auf den Weg zum Tree Top Walk. Als wir ankahmen wurden gerade Bauarbeiten aber zahlende Touristen durften schon noch rein. Wir ließen uns Zeit mit dem Rundgang um die Umgebung ein bißchen wirken zu laßen. Hinterher ging es noch ins "Valley of the giants" WP164 welches gleich daneben lag. Pa als Maurer und Häuslebauer rechnete sich sofort aus wieviel Bauholz man aus so einem machen könnte. Nach dem Rundgang ging es ab nach Hause. In Mandurah konnte ich erkennen, daß die Bahnlinie nach Perth immer noch nicht fertiggestellt war. Aber wir haben ja eine Labour Regierung und da darf man eben nicht soviel erwarten.





Geschafft









GPS Koordinaten