Sanddünen zwischen Pinnacles und Lancelin




Tourbeschreibung

Von Perth zu den Pinnacles und durch den Sand nach Lancelin

Diese Strecke ist ein sehr beliebter Wochenendausflug von Perth aus. Startpunkt ist Perth und man kann entweder kurz vor den Pinnacles in Richtung Grey abbiegen oder man fährt nach Lancelin und ackert sich von hier aus über Wedge Island durch den Sand nach Cervantes. Wer seine Reise in Richtung Norden fortsetzt für den ist Lancelin als Startpunkt am sinnvollsten. Da ich selbst aber immer nach Perth zurückkehre ist meine Tourbeschreibung für die umgekehrte Richtung gültig.
Für den Neuling ist letztere Streckenführung allerdings auch besser da man von Cervantes bis nach Wedge Island nicht viel falsch machen kann. Bei Wedge Island gibt es dann die Möglichkeit sich eine handgezeichnete Karte in einem Schuppen für A$ 1.- zu besorgen. Dies ist recht sinnvoll da es dann erst richtig lustig wird.

Bild-1

zeigt den ersten Teil der Strecke von Cervantes nach Wedge Island.

Bild-2

zeigt den zweiten teil der Strecke von Wedge Island bis Lancelin. Dazu gibt es auch eine Liste mit GPS Koordinaten.

Dazu aber noch eine Bitte an jeden der sich die Karten speichert und ausdruckt. Derjenige der diese Karte angefertigt hat, hat sich viel Mühe gegeben und ich möchte durch die Veröffentlichung derselben den Autor nicht um seinen kärglichen Lohn bringen. Seien Sie bitte fair und fahren in Wedge Island zum "Ice Shed" und werfen Sie einen Dollar in die dafür vorgesehene "honour box". Auf der Weiterfahrt kommen Sie ohnehin daran vorbei.

Ich habe im zweiten Teil der Karte einige GPS Punkte in die Karte eingetragen wo ich mit Sicherheit wußte das diese auf der Karte richtig plaziert waren. Man sollte auch den Maßstab der handgezeichneten Karte nicht ganz so ernst nehmen.
Im Prinzip enden alle Tracks in Lancelin. Bei einigen muß sich aber der beste Fahrer fragen ob es nicht besser ist umzukehren da man sonst die meiste Zeit mit Schaufeln und Fluchen verbringt und der fahrbare Untersatz wird zudem unnötig strapaziert.
Kurz vor Cervantes geht es links ab in Richtung Pinnacles. Nach ca. 11 Km sehen Sie ein Hinweisschild "Grey & Hangover Bay". Hier fahren Sie rechts ab und nach ca. 100 m gleich wieder links in Richtung Grey. Hangover Bay selbst ist auch einen Stop wert. Die nächsten 9 Km sind ziemlich steinig und holprig. Trotzdem kann ein normales Straßenauto dieses Teilstück bis Grey gut bewältigen. Ferraris sieht man allerdings aufgrund der geringen Bodenfreiheit auf dieser Strecke nicht.
Die nächsten Km Strecke bis Wedge Island sind bestens geeignet sich ein Busch Camp zu suchen. Zum einen liegt es ungefähr in der Mitte der Strecke und man fährt eigentlich immer in Strandnähe. Man hat also nie weit zum Strand um mal einen Hering zu fangen oder wenn man abends noch zum schwimmen ans Meer will. Direkt am Strand zu campen ist allerdings nicht ratsam da der Wind immer bläst und es dann ohne Aufwand schwierig wird eine vernünftige Hitze mit dem Gaskocher hinzukriegen. Lagerfeuer sind im Sommer nicht ratsam (milde ausgedrückt) da die Gefahr damit den Busch anzuzünden relativ groß ist.
Wedge Island ist wie Grey eine Wellblechhüttensiedlung. Seinen Namen hat es von der vorgelagerten Insel die von weitem wie ein Keil (wedge) aussieht. Obwohl es doch einige Leute hierher verschlagen hat gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten. Also wem das Bier ausgegangen ist: bad luck mate. Man muß wie immer bei solchen Trips alles mitbringen. Der Strand bei Wedge Island ist dafür aber als Entschädigung vom Feinsten. Mit etwas Glück lassen sich auch mal ein paar Delphine blicken.
Nach Wedge Island geht es dann durch das militärische Gelände und es versteht sich von selbst hier seinen Swag nicht aufzustellen. Es gibt einen zugänglichen Teil der durchfahren werden kann und der wirklich verbotene Bereich ist umzäunt. Auch hier gibt es mehrere Wege und ob man links oder rechts anbbiegt man kommt entweder nicht weiter und fährt zurück oder man hat gut geraten und es geht weiter.
Man kann aber auch um den Schießplatz einen großen Bogen machen. Ich finde es aber interessanter die kurze Strecke zu nehmen. Außerdem wird es auf dem langen Weg verdammt holprig.
Nach dem Schießplatz kommen nochmals ein paar Km die gut für Busch Camps geeignet sind. Es gibt unzählige Abzweigungen aber solange man sich Richtung Süden hält kann man eigentlich Lancelin nicht verfehlen. Man kann auch versuchen den größten Teil der Strecke am Strand entlang zu fahren aber wenn man die Gezeiten und den Streckenzustand nicht genau weis kann es sein man muß umkehren und doch die konventionelle Streckenführung wählen.
An einigen Stränden stehen Schilder mit der Nummer vom Abschleppdienst (recovery service) in Lancelin. Anscheinend ist dies durchaus ein lohnendes Geschäft und es gibt immer wieder ein paar Unglückliche.

Zum Schwierigkeitsgrad: Immer eine relative Angelegenheit aber wer nicht gerade leichtsinnig ist dürfte keine Schwierigkeiten haben. Ich selbst bin diese Strecke schon mit meinem 2 1/2 Tonnen PC75 Monster und Anhänger gefahren und bin auch nicht steckengeblieben.

Dazu gibt es auch ein paar Bilder

Im Juli 2005 bin ich diese Strecke nochmal in umgekehrter Richtung, Lancelin nach Cervantes, gefahren um mal spezifisch nach Plätzen zu suchen die zum übernachten geeignet sind. Die nachfolgende Bilderserie über diesen kleinen Ausritt Camps in den Sanddünen zeigt jeweils 2 Bilder und die Koordinaten des Camps. Aufgrund eines kleinen Mißgeschicks mit der Speicherkarte meiner Minolta Z20 gibt es von Camp 12 & 13 keine Bilder. Ich mußte feststellen, daß mittlerweile ziemlich viel Unrat rumliegt und es nachts schon mal laut werden kann. Aufgrund der zunehmenden Beliebtheit dieser Strecke werden immer mehr Verbotsschilder (wg camping) aufgestellt. Zu allem Überfluß soll es bald eine befestigte Straße zwischen Lancelin und Cervantes geben. Hauptsächlich haben es die Aasgeier des Massentourismus auf Wedge Island und dessen herrlichen Strand abgesehen.